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Es ist soweit: Die Corona-Warn-App ist in den App-Stores und wird von immer mehr Menschen in Deutschland heruntergeladen. Wir beantworten eure Fragen zur App.

Wie geht das jetzt genau?

Muss ich die App auf dem Handy die ganze zeit geöffnet haben, oder läuft sie im Hintergrund?

Hörer Elvis

Die App muss nicht die ganze Zeit geöffnet sein. Wichtig ist nur, dass die Risiko-Ermittlung und Bluetooth aktiviert sind, dann arbeitet die App im Hintergrund und muss dazu nicht geöffnet sein.

App taucht nicht im Store auf?

Gibt es Infos dazu, warum bei einigen kompatiblen Handys die RKI Corona-Warn-App nicht im Playstore von Google auftaucht? Könnt Ihr das recherchieren? Das Problem haben bestimmt jede Menge potentielle Nutzer und würde bestimmt viele interessieren. Im konkreten Fall geht es um ein Samsung Galaxy S5 mit Android 6.01 und Bluetooth 4.0 LE Low Energy. In den Geräteeigenschaften taucht auch als erster Punkt Benachrichtigung zu möglichem Kontakt mit COVID-19-Infizierten auf, es müsste also kompatibel sein. Dennoch erscheint die App nicht im Playstore. Es gibt sicher viele mit älteren kompatiblen Handys, die gerne helfen möchten, nun die App aber nicht erscheint.

Hörer Axel

Momentan kann es sein, dass die Suche über den Playstore eine Weile braucht, bis sie die App findet. Das sollte sich mit der Zeit aber erledigt haben. Über den Direktlink sollte die App aber downloadbar sein.

App im Google Playstore runterladenApp im Apple Appstore runterladen.

Version nicht aktuell, um App zu laden?

Hallo, meine Frau und ich haben jeweils ein iPhone. Ein 6er und ein 5er. Wollte die Warn-App gleich mal runterladen. Geht nicht. Wir können beide die benötigte Software Version nicht mehr laden. Wird wohl vielen so gehen.

Hörer Werner

Das verwendete Smartphone sollte im Idealfall nicht älter als etwa fünf Jahre sein. Denn: Die App läuft auf iOS-Smartphones ab dem iPhone 6s unter iOS 13.5, bei Android-basierten Smartphones ab Android 6. Bei älteren Geräten wird’s schwieriger. Windows-Phones werden gar nicht unterstützt.

Dass die App nicht unter älteren Versionen läuft, liegt daran, dass die Bluetooth-Schnittstelle, die die Nähe zu anderen Smartphones ermittelt, nur für diese und aktuellere Versionen programmiert ist.

Standort: Wird doch ein Bewegungsprofil erstellt?

Ich habe die App gerade installiert und wenn ich das richtig verstanden habe, muss neben Bluetooth auch die Funktion der Standortermittlung aktiviert sein. Das wiederum bedeutet, dass Google ständig meine Standortdaten ermittelt. Also doch Bewegungsprofil über die Hintertür?

Hörer Stefan

Auf der Webseite der Bundesregierung steht zur Funktionsweise der App, sie erkenne andere Smartphones in der Nähe, auf denen die App ebenfalls aktiviert ist. Die App speichert dann deren zufällige Bluetooth-IDs (Zufallscodes) für begrenzte Zeit. Diese verschlüsselten IDs (Zufallscodes) erlauben wohl keine Rückschlüsse auf die einzelnen Personen oder ihren Standort.

Mit der App können keine Bewegungsprofile erstellt werden, also nicht nachvollzogen werden, wann man wo war. Das liegt an der verwendeten Schnittstelle, die von Google und Apple zur Verfügung gestellt wird. Beide Konzerne haben diese so entwickelt, dass es technisch unmöglich ist, dass die App Standortdaten sammeln kann.

Für Verwirrung sorgte vor allem diese Meldung, die aufploppt, wenn Nutzer einiger Android-Modelle die Risiko-Ermittlung der App aktivieren wollten:

Standortdaten (Foto: SWR, Laura Bisch)
Screenshots ließ die Corona-Warn-App nicht zu. Diese Meldung wird auf Android-Smartphones angezeigt, wenn sie die Risiko-Ermittlung aktivieren. Laura Bisch

SWR3-Technik-Experte Alexander Winkler sagt dazu: „Wir wissen mittlerweile, dass unabhängig vom Alter der Geräte und der Betriebssystemversion die Bluetooth- und GPS-Berechtigungen bei den Freigaben so verknüpft sind, dass man sie nicht einzeln erteilen kann. Android schließt aber im Nachhinein technisch aus, dass die Corona-Warn-App doch auf Standortdaten zugreifen kann. Auch aus technischen Überprüfungen, zum Beispiel durch den TÜV-IT oder den Chaos Computer Club sind keine entsprechenden Hintertüren bekannt.“

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