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Unwürdige Tierhaltung in etlichen Höfen – Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner (CDU) will Bauern ermöglichen, die Tiere besser zu halten. Zahlen müssen dafür aber alle, die Fleisch, Wurst, Eier oder Milch kaufen.

Viele Tieren geht es schlecht – nicht nur in der Natur, die der Mensch vielfach zerstört, sondern auch in der Landwirtschaft. Denn hier gilt oft: Gewinne maximieren, was es die Tiere auch kostet – billiges Fleisch über alles. In der Corona-Krise gefährden Verarbeitungsbedingungen unter diesen Vorzeichen sogar die Gesundheit der Menschen.

Jetzt soll Fleisch teurer werden, um Tiere in der deutschen Landwirtschaft artgerechter zu halten und zu schlachten. Wie das gehen könnte, hat Bundeslandwirtschaftministerin Julia Klöckner (CDU) in einer Machbarkeitsstudie vorgestellt.

40 Cent pro Kilo Fleisch und Wurst müssen wir wohl draufzahlen

Demnach gibt es zwei Möglichkeiten: Die Einführung einer Verbrauchsteuer oder einen höheren Mehrwertsteuersatz auf tierische Produkte. Beide Abgaben seien grundsätzlich machbar und rechtlich geprüft, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU).

Derzeit gilt der ermäßigte Mehrwertsteuersatz von sieben Prozent auf tierische Lebensmittel - dieser könnte auf den höheren Satz von 19 Prozent angehoben werden. Dies sei unbürokratisch umsetzbar und deshalb die bevorzugte Variante. Auch eine Verbrauchsteuer auf tierische Produkte sei grundsätzlich vorstellbar, jedoch komplex und mit einem hohen Umsetzungsaufwand verbunden. Im Gespräch sind 40 Cent pro Kilogramm Fleisch und Wurst.

SWR-Umweltexperte: „Die Bauern sollen ja nicht über die Wupper gehen“

SWR- und ARD-Umweltexperte Werner Eckert erklärt den Plan in SWR3 und sagt, warum man solche Maßnahmen nicht einfach verordnen kann. Vor der Bundestagswahl rechnet er allerdings nicht mit Veränderungen:

gallery-swr-1DU7A (Foto: SWR, SWR - Petra Jehle)

Nachrichten „Es geht nicht um ein Paradies für Tiere“

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 27. Juli, 13:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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