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Cornelia Stenull
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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Was es im Dezember für wichtige Änderungen gibt, haben wir hier für euch zusammengefasst.

Cell Broadcast: Testalarm am 8. Dezember
Einmalzahlung Gas und Fernwärme
Autogas Steuervorteile enden
Feuerwerk an Silvester: Wo erlaubt und wo verboten?
Neuer Winterfahrplan der Bahn
Tattoos entfernen nur noch mit Zertifikat

SMS-Test-Alarm am 8. Dezember

Um Menschen im Katastrophenfall besser zu schützen, soll in Deutschland das Warnsystem Cell Broadcast eingeführt werden. Es sendet Hinweise, wenn eine Gefahr droht – zum Beispiel ein heftiges Unwetter, nach einem gravierenden Störfall oder bei Erdbeben. Diese Hinweismeldungen werden dann automatisch auf Smartphones gesendet.

Am 8. Dezember werden am bundesweiten Warntag alle Handy-Besitzer auf den Start des neuen Service hingewiesen – das ist zugleich ein erster Test des Systems. Mehr erfahrt ihr hier:

Test für den Katastrophenfall So laut war die bundesweite Warnung auf dem Handy

Im Katastrophenfall entscheiden Sekunden. Um die Alarmstrukturen in Deutschland zu testen, wurden am 8. Dezember um 11 Uhr Warn-SMS auf alle Handys verschick – ohrenbetäubend und laut.

Die Morningshow SWR3

Einmalige Abschlagszahlung für Gas und Fernwärme

Entlastung für Gas- und Fernwärmekunden: Die Abschlagszahlung im Dezember übernimmt der Staat. Der Bundesrat hatte dafür das sogenannte Erdgas-Soforthilfegesetz gebilligt, das diese einmalige Entlastung vorsieht. Sie ist gedacht als Überbrückung, bis die Gaspreisbremse wirkt. Private Haushalte und gewerbliche Verbraucher sollen so unterstützt werden. Die Gaspreisbremse soll voraussichtlich im März starten – noch gibt es aber keinen Gesetzentwurf dazu.

Die Berechnungsgrundlage für die Abschlagszahlung ist relativ kompliziert, sie wird vom Staat erstellt. Der Erstattungsbetrag wird ermittelt, indem ein Zwölftel des Verbrauchs, wie ihn der Versorger im September geschätzt hat, multipliziert wird mit dem im Dezember gültigen Kilowattstundenpreis.

Autogas (LPG) Steuervorteile enden

Autogas (LPG) genießt wie Erdgas (CNG) als alternativer Kraftstoff Steuervorteile. Als Grund werden Vorteile bezüglich des CO₂-Ausstoßes angegeben. 2017 wurde die Steuerbegünstigung verlängert. Diese verringert sich aber schrittweise und endet am 31.12.2022.

Feuerwerk an Silvester? In vielen Städten darf wieder geböllert werden

Zwei Jahre lang mussten Fans von Böller, Knaller und Raketen verzichten – wegen Corona und den Versammlungsverboten auf öffentlichen Plätzen. In diesem Jahr sieht es in vielen Städten anders aus. Hier eine Auswahl aus Baden-Württemberg:

Die meisten Städte und Gemeinden in der Region Bodensee-Oberschwaben erlauben in diesem Jahr in der Silvesternacht wieder Raketen und Böller auf öffentlichen Plätzen.
In Ulm, Heidelberg, Mannheim und Freiburg wird es keine über die bundesweit geltenden Regelungen hinausgehenden Verbote beim Silvesterfeuerwerk geben, wie die Stadtsprecher mitteilten.
Auch die Stadt Karlsruhe hat nach Auskunft eines Sprechers bisher noch kein Böllerverbot an Silvester angeordnet und plant auch keine solche Maßnahme für dieses Jahr. Wie es generell in SWR3Land aussieht, erfahrt ihr hier:

Umfrage: Mehrheit für Böllerverbot Silvester-Feuerwerk 2023: Das sind die Regeln in BW & RLP

Die Polizei und die Umwelt ist grundsätzlich dagegen, doch eine rechtliche Grundlage gibt nur das Sprengstoffgesetz. Wo Feuerwerke an Silvester erlaubt sind und wo sie aus welchen Gründen verboten werden, erfahrt ihr hier.

MOVE SWR3

Winterfahrplan Deutsche Bahn: mehr Direktverbindungen – und teurere Tickets

Die Deutsche Bahn will die Ticketpreise für ihre Fernzüge ab Dezember zwischen 4,5 und 6,9 Prozent anheben. Im Gegenzug wächst die Flotte, Züge sollen häufiger und schneller fahren. Zudem will die Bahn zum Winterfahrplan mehr zeitsparende Direktverbindungen anbieten.

Tattoo- und Haarentfernung nur noch mit Zertifikat

Tattoos entfernen durfte bisher praktisch jeder, der sich einen der dafür notwendigen teuren Laser leisten konnte und einen Gewerbeschein hatte. Ab 31.12. dürfen das nur noch Ärzte und Kosmetikerinnen und Kosmetiker mit entsprechendem Zertifikat machen. Das Gesetz gilt eigentlich schon seit 2021, wird aber jetzt erst wirksam. Es gilt übrigens auch für das Weglasern von Permanent-Make-up oder Haaren im Intimbereich.

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