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SWR-Wirtschaftsredakteur Alexander Winkler (Foto: SWR, Stefanie Schweigert)

Im Winter ein SUV, im Sommer das Cabrio: Flatrate-Anbieter locken mit Abo-Angeboten, die regelmäßig ein neues Auto versprechen. Das lohnt sich aber nicht für jeden.

CDs oder DVDs besitzen ist quasi out – Filme, Serien und Musik werden immer häufiger über im Abo das Internet gestreamt. Und was bei Medien funktioniert, wird auch für Autos immer beliebter: die Flatrate. Einmal zahlen, alles drin.

Genau das ist die Idee hinter Auto-Abos: Kein mühsamer Kaufprozess, der uns hinterher für Jahre an ein Auto bindet. Keine Finanzierungskonditionen aushandeln. Kein Stress mit teuren Wartungen oder Reparaturen. Kein über-den-Tisch-gezogen-werden beim Verkauf. Und obendrauf regelmäßig ein neues Auto – ganz nach unseren aktuellen Bedürfnissen.

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Neben klassischen Fahrzeugvermietungen wie Sixt haben Start-ups wie like2drive oder cluno das Geschäftsmodell für sich entdeckt. Auch Fahrzeughersteller wie Daimler oder Cadillac probieren vereinzelt ähnliche Ansätze aus.

So funktioniert das Auto-Abo:

Wie bei der Handy-Flatrate oder beim Streaming-Abo zahlen Kunden einen monatlichen Betrag, der alle Kosten abdeckt, außer Spritverbrauch und die gelegentliche Autowäsche. Versicherung, KFZ-Steuer, Winterreifen und Wartungen sind aber mit drin. Bis hierhin ist das Abo also eine Art „All-inclusive-Leasing“. Obendrauf kommt aber die Möglichkeit, regelmäßig das Auto zu wechseln.

Dabei gibt es ganz unterschiedliche Modelle: Jahres-, Monats- oder theoretisch sogar Tages-Abos sind genauso möglich, wie reine Wochenendautos. Doch je häufiger die Autos gewechselt werden, desto teurer wird auch das Abo.

Für Vielfahrer lohnt sich die Flatrate nicht

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Die Abo-Modelle sind meist etwas teurer als das traditionelle Leasing, der Aufpreis erklärt sich im Idealfall aber durch das „Rundum-sorglos-Paket“, das alle anderen Kosten und organisatorischen Aufwände mit abdeckt. Wo ein Kleinwagen im Leasing zum Beispiel rund 130 bis 150 Euro im Monat kostet (zzgl. Steuern, Versicherung, etc.), gibt's das Abo je nach Angebot ab etwa 200 Euro.

Der größte Haken ist allerdings die Kilometerbegrenzung. Je nach Anbieter dürfen die Flatrate-Autos maximal 10.000 bis 17.000 Kilometer fahren. Jeder weitere Kilometer wird richtig teuer. Solche Beschränkungen gibt es beim Leasing zwar auch, sie sind aber meist viel flexibler wählbar. Pauschal lässt sich wohl sagen: wer jeden Tag 30 Kilometer je Strecke oder mehr mit dem Auto zur Arbeit pendelt, für den oder die kommt ein Abo wohl kaum in Frage.

Wer flexibel sein will, der kann vom Abo profitieren

Dasselbe gilt für alle, die ihre Autos relativ lange fahren. Wer maximal alle fünf bis zehn Jahre ein neues Auto sucht, der fährt mit Leasing oder Kauf vermutlich besser. Wer hingegen flexibel bleiben möchte, der kann mit dem Abo Vorteile haben.

So kann zum Beispiel ein junges Paar so lange mit dem Stadtflitzer fahren, bis eventuell mit ein oder zwei Kindern ein Familienvan fällig ist. Oder wer im Sommer mit der Band auf Hochzeiten spielt, der nutzt in dieser Zeit vermutlich eher einen Kombi, um die Instrumente zu transportieren. Im Winter tut's aber ebenfalls ein Kleinwagen. Beides wäre mit den entsprechenden Flatrates machbar. Wer hingegen nur ab und an mal ein Auto braucht, der ist vermutlich bei klassischen Carsharing-Anbietern besser aufgehoben.

Sonderwünsche? Besser nicht!

Auf jeden Fall sollten sich Abo-Interessenten vorab gut Gedanken machen, ob eine Flatrate in Frage kommt. Denn diese Einschränkungen sollte man vorab bedenken:

  • Die Autos kommen meist mit einer vorkonfigurierten Serienausstattung. Durch standardisierte Großbestellungen drücken die Anbieter die Kosten. Wer auf orthopädische Sitze, Monitore für die Rücksitze oder Standheizung besteht, hat unter Umständen bei manchen Anbietern schlechte Karten.
  • Bei vielen Anbietern ist die Anzahl der Fahrer begrenzt. Die nähere Familie ist oft o.k., weitere Fahrer gehen aber entweder gar nicht oder kosten extra.
  • Nach sieben Jahren verfällt der Schadensfreiheitsrabatt der eigenen Autoversicherung. Wer also Prozente mitnehmen möchte, sollte das im Hinterkopf behalten. Außerdem haben einige Anbieter eine Selbstbeteiligung bei Unfällen von bis zu 1.000 Euro.
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