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Judith Bühler
Judith Bühler (Foto: SWR3)
Franziska Thees
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Leo Eder
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Der Krieg in der Ukraine erschüttert – und vereint zugleich. Auf der ganzen Welt gehen unzählige Menschen auf die Straße und verlangen ein Ende der Gewalt. Das sind die Bilder!

Überall weht die ukrainische Fahne in Menschenmengen auf unzähligen Demonstrationen. Die Solidarität ist kaum in Worte zu fassen, aber die Bilder zeigen sie beeindruckend. Im ganzen Südwesten, in Europa, in Amerika, Australien, Japan – auf nahezu allen Kontinenten wollen die Menschen Frieden:

Eine Frau hält eine Fahne während einer von EuroMaidan London und britisch-ukrainischen Freiwilligen organisierten Demonstration vor der Downing Street, um ihre Solidarität mit der Ukraine nach dem Einmarsch Russlands zu bekunden. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/PA Wire | James Manning)
Eine Frau hält eine Fahne während einer Demonstration in London vor der Downing Street. picture alliance/dpa/PA Wire | James Manning Bild in Detailansicht öffnen
Hier in Paris, am Place de la Republique, demonstrierten auch Kinder gegen den Krieg. IMAGO / Le Pictorium Bild in Detailansicht öffnen
Am Sonntag (6.3.) demonstrierten in Straßburg laut Polizei auf dem Höhepunkt rund 1.500 Menschen vor dem russischen Konsulat. Organisiert wurde die Protestaktion von der ukrainischen Community in Straßburg, vor allem vom Verein PromoUkraïna. Ferdinand Vögele Bild in Detailansicht öffnen
Zu dieser Großkundgebung in Innsbruck hatte das Friedensforum aufgerufen. IMAGO / Eibner Europa Bild in Detailansicht öffnen
In Rom nahmen die Menschen an einem Friedenszug durch die Stadt teil, an dessen Spitze eine große Regenbogenflagge getragen wurde. IMAGO / ZUMA Wire Bild in Detailansicht öffnen
Dieser Russe protestiert in der australischen Stadt Sydney. IMAGO / AAP Bild in Detailansicht öffnen
In der amerikanischen Stadt Seattle legten sich Demonstranten zu heulenden Sirenen auf den Boden, um ihr Mitgefühl mit den Menschen auszudrücken, die in der Ukraine den Luftangriffe ausgesetzt sind. IMAGO / ZUMA Wire Bild in Detailansicht öffnen
Diese Frau hat sich bei einer Protestaktion in Thailand die ukrainische Flagge aufs Gesicht gemalt und sich demonstrativ in Ketten gelegt. IMAGO / ZUMA Wire Bild in Detailansicht öffnen
In Tokio wurden Bilder von Putin gezeigt, während die Menge „Stoppt den Krieg, schützt Menschenleben“ und „Wir halten zur Ukraine“ rief. IMAGO / AFLO Bild in Detailansicht öffnen
In den USA versammelten sich einige Tausend Menschen am New Yorker Times Square mit Sonnenblumen und Schildern, auf denen sie dazu aufriefen, „den russischen Terrorismus zu stoppen“. IMAGO / Pacific Press Agency Bild in Detailansicht öffnen
Tausende Menschen sind zusammengekommen in New York. IMAGO / Future Image Bild in Detailansicht öffnen
Dieser tapfere Mann demonstriert im russischen Jekaterinburg. Er wird festgenommen. IMAGO / ITAR-TASS Bild in Detailansicht öffnen

Diese Bilder vom ersten März-Wochenende zeigen, wie sehr die Menschen ihre Anteilnahme am Ukraine-Krieg ausdrücken:

Demonstrationen gegen den Krieg auch im Südwesten

Auch am zweiten März-Wochenende haben zehntausende Menschen Solidarität mit der Ukraine gezeigt und gegen den russischen Angriffskrieg demonstriert. Ein Bündnis aus mehr als 20 Organisationen hatte bundesweit zu Demonstrationen in mehreren Großstädten aufgerufen.

Rund 40.000 Euro hat eine Benefizmatinee am Sonntag in Heidelberg für die Arbeit der Deutsch-Ukrainischen Gesellschaft erbracht. Gastronomie und Personal habe auf Bezahlung verzichtet. In Stuttgart versammelten sich laut Veranstalter etwa 35.000 Menschen unter dem Motto "Stoppt den Krieg! Frieden und Solidarität für die Menschen in der Ukraine".

Kinder bemalten während der großen Antikriegsdemonstration in Stuttgart eine Friedenstaube mit den Ukraine-Farben blau und gelb. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Christoph Schmidt)
Kinder bemalten während der großen Antikriegsdemonstration in Stuttgart eine Friedenstaube mit den Ukraine-Farben blau und gelb. picture alliance/dpa | Christoph Schmidt

Auch in Freiburg fanden Benefizkonzerte statt. Mit einer Kundgebung und einem Spenden-Konzert der Südwestdeutschen Philharmonie wurde in Konstanz der Opfer des Krieges in der Ukraine gedacht.

Kundgebungen schon am ersten März-Wochenende

Bereits am 5. und 6.3. gab es in vielen Städten in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Friedenskonzerte, Kundgebungen und Mahnwachen.

In Karlsruhe fand am Sonntag (6.3.) eine Mahnwache statt, auf der der Präsident des Bundesverfassungsgerichts, Stephan Harbarth, eine Ansprache hielt.

Das Bekenntnis zu Freiheit und Demokratie, zur Unantastbarkeit der Menschenwürde besitzt eine Strahlkraft, die auf Dauer jeder Gewaltherrschaft überlegen ist.

Friedenskonzert in Stuttgart

Bei diesem Konzert am Samstag (5.3.) in Stuttgart drückte die Musik das aus, was die Menschen sich wünschen: Frieden. Unter dem Titel „Musik für den Frieden“ haben Stuttgarter Orchester, Chöre, Sänger und Hobby-Musiker gemeinsam musiziert. Vor dem Opernhaus stimmten die Stuttgarter Philharmoniker, die Staatsoper Stuttgart, das SWR Symphonieorchester und das Stuttgarter Kammerorchester unter anderem die „Ode an die Freude“ von Ludwig van Beethoven an.

Video herunterladen (13,9 MB | MP4)

Friedensdemo in Mannheim und Ludwigshafen

Mehrere Hilfstransporte sind aus Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz auf dem Weg in die Ukraine. Flüchtlinge von dort sind bei uns angekommen.

Mit Stille wollten die Menschen in Mannheim und Ludwigshafen am Samstagnachmittag (5.3.) ein Zeichen für den Frieden und gegen Gewalt setzen. In beiden Städten starteten zeitgleich Schweigemärsche mit insgesamt mehr als 10.000 Teilnehmern.

Offenbar Tausende Festnahmen bei Protesten in Russland

Seit dem 24. Februar gibt es laut der Aktivisten-Gruppe OVD-Info auch in Russland Proteste gegen den Krieg in der Ukraine. In den vergangenen Tagen wurden immer wieder Menschen festgenommen. Eine als unabhängig geltenden Internet-Plattform teilte am zweiten März-Wochenende mit, die Polizei sei in fast 40 Städten gegen die Demonstranten vorgegangen. Auch mehrere Journalisten seien in Gewahrsam genommen worden.

Obwohl der russische Staat hart gegen Demonstranten vorgeht, gehen die Menschen weiter auf die Straße. Am 6. März sangen Demonstranten in Moskau bei ihrer Festnahme die ukrainische Nationalhymne:

#Russia More than 2000 people have been detained in Russia during anti-war protests. This is Moscow. This man is singing the state anthem of #Ukraine https://t.co/4rndvpdK2v

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