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Das geplante Dieselfahrverbot für einige Straßen in der Mainzer Innenstadt kommt doch nicht wie geplant Anfang Oktober – das wurde bereits im Juni bekannt. Stattdessen müssen Autofahrer mancherorts abbremsen.

Das geplante Dieselfahrverbot für einige Innenstadtstraßen in Mainz ist vorerst vom Tisch – das hatte Verkehrsdezernentin Katrin Eder (Grüne) vor einigen Wochen an. Als Grund nannte sie die sinkende Schadstoffbelastung mit Stickstoffdioxid im Stadtgebiet. 

Geschwindigkeitsbegrenzungen statt Fahrverbote

Aber ganz ohne Einschränkungen geht es wohl doch nicht: Statt der geplanten Dieselfahrverbote setzt die Stadt nun auf Geschwindigkeitsbegrenzungen mit Tempo 30 auf der Rheinachse zum 1. Juli sowie die Einführung einer Umweltspur für Busse, Taxen und Radfahrer. Zuvor war das Dieselfahrverbot wegen der Corona-Krise bereits von Anfang Juli auf Anfang Oktober verschoben worden.

DUH hatte Fahrverbote gefordert

Mainz war die erste Stadt in Rheinland-Pfalz, die ein Fahrverbot beschlossen hatte. Dabei wollte die Stadt mit den Maßnahmen vor allem ein von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) gerichtlich gefordertes Fahrverbot für die gesamte Innenstadt verhindern. Die DUH hatte die Stadt wegen überschrittener Grenzwerte bei Stickstoffdioxid (NO2) verklagt. Auf die Verschiebung von Juli auf Oktober hatten sich Eder und die DUH dann Ende März geeinigt. 

Zum Start der Geschwindigkeitsbegrenzungen sagte die DUH sich wenig versöhnlich: Der Schritt an sich sei zu begrüßen, sagte DUH-Chef Jürgen Resch der Deutschen Presse-Agentur. Doch er werde nicht genügen, um die Grenzwerte dauerhaft einzuhalten.

Corona wirkt auch in Mainz Wunder

Die Einschränkungen wegen der Corona-Krise hätten zu deutlich weniger Verkehr geführt, was die Luftwerte vorübergehend verbesserte, hatte die Stadt erklärt. Ähnlich war es auch schon in Stuttgart.

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