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Leo Eder
Leo Eder (Foto: SWR3)

Ex-US-Präsident Donald Trump wagt sich in die Welt der NFTs – mit seinen eigenen offiziellen Sammelkarten. Die Motive sind...nunja...typisch Trump, könnte man sagen.

Gerade erst wurde bekannt, dass Henry Cavill in zukünftigen Filmen nicht mehr Superman spielen wird – da könnte man sich fragen: Will sich Ex-US-Präsident Donald Trump für die Rolle ins Gespräch bringen? Zuzutrauen wäre es ihm – und eins der gezeichneten Motive seiner neuen Sammelkartenkollektion zeigt den Politiker in einem Superheldenkostüm. Mit Bauchmuskeln und rotem T auf der Brust.

Well there it is. https://t.co/45K7Q2t5cY

Trump gibt es jetzt zum Sammeln und Tauschen

Doch damit nicht genug. Neben dem Superman-Trump gibt es auch Trump auf einem weißen Pferd mit der wehenden US-Flagge in der Hand. Oder Trump auf einem blau-weiß-roten Elefanten. Oder Trump im Astronautenanzug. Der Ex-US-Präsident spricht von „unglaublichen Kunstwerken“, die sich um sein Leben und seine Karriere drehen.

Sie sind genau wie Baseballkarten, nur dass du sie digital sammelst, auf deinem Computer oder Handy. Alles, was du brauchst, ist eine E-Mail-Adresse und eine Kreditkarte, um damit loszulegen, eine, zehn, zwanzig oder hundert zu sammeln. Im Nu wirst du Teil einer neuen Liga von Sammlern.

„Trump Digital Trading Cards“: NFTs vom Ex-US-Präsidenten

Der 76-Jährige wagt sich mit seinen digitalen Sammelkarten – den „Trump Digital Trading Cards“ – in die Welt der NFTs. Die Non-Fungible Tokens, wie sich die Abkürzung auflöst, haben in letzter Zeit vor allem die Kunstwelt aufgemischt. Die Kunstwerke existieren nur digital und nur einmal und werden oft gegen Kryptowährung wie Ethereum oder Bitcoin verkauft. Trumps Sammelkarten kann man für 99 US-Dollar pro Stück erwerben.

Dazu wirbt der Ex-US-Präsident für die Chance auf zusätzliche Gewinne: ein Zoom-Call mit ihm, eine Partie Golf auf einem seiner Plätze oder ein Abendessen mit ihm („Ich weiß nicht, ob das ein großartiger Preis ist, aber es ist das, was wir haben“).

Trump-NFTs sorgen für Spott

Trump hatte zuvor in seinem Online-Netzwerk Truth Social von einer „großen Ankündigung“ geschrieben. Das Werbevideo zu seiner Digital-Kollektion beginnt er mit: „Hallo zusammen, hier spricht Donald Trump. Hoffentlich Ihr liebster Präsident aller Zeiten – besser als Lincoln, besser als Washington.“ 2024 will er erneut als Präsident kandidieren.

Dass sich die „große Ankündigung“ als Sammelkarten mit Trump-Comicfiguren darauf herausgestellt hat, sorgte für viele spöttische Kommentare. So stieg zum Beispiel Trumps Nachfolger Joe Biden darauf ein, indem er schrieb, dass auch er ein paar „große Ankündigungen“ in den letzten Wochen hatte:

I had some MAJOR ANNOUNCEMENTS the last couple of weeks, too… ✔️ Inflation’s easing ✔️ I just signed the Respect for Marriage Act ✔️ We brought Brittney Griner home ✔️ Gas prices are lower than a year ago ✔️ 10,000 new high-paying jobs in Arizona

Trumps Nichte Mary war offensichtlich einfach sprachlos:

Michael Cohen, Trumps ehemaliger Anwalt, stellt dessen Berater in Frage:

Which one of the idiots still in Trump’s employ thought this trading card scam was a good thing for him? https://t.co/OLK9lCAMAA

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

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