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Nach dem Tod eines Restaurantbesuchers in Weiden in der Oberpfalz hat die Polizei neue Details zur Herkunft und dem Inhalt der Champagner-Flasche bekanntgegeben.

Gut eine Woche ist es jetzt her, dass ein Restaurantbesucher in Weiden in der Oberpfalz in Bayern gestorben ist, nachdem er aus einer Champagner-Flasche getrunken hat. Sieben weitere Gäste landeten im Krankenhaus, nachdem auch sie aus der Flasche getrunken hatten.

Jetzt hat die Polizei in Weiden neue Details zu dem Fall veröffentlicht. In der Flasche sei gar kein Champagner gewesen – stattdessen war die randvoll mit der flüssigen Droge Ecstasy. Der Besitzer des Restaurants habe die Flasche über eine Online-Plattform gekauft.

Drogen in Champagner-Flasche: Polizei unterstellt Wirt keine Absicht

Dass jemand absichtlich eine Flasche voller Drogen bestellt hat, sei so gut wie ausgeschlossen, teilte die Polizei mit – es sei ziemlich sicher ein Unglück gewesen, dass ausgerechnet diese Flasche im Restaurant gelandet ist.

Derzeit ist vielmehr anzunehmen, dass die Flasche im guten Glauben an ein Originalprodukt im Internet erworben und anschließend ausgeschenkt wurde.

Die Polizei ist weiter dabei, den Vertriebsweg der Flasche aufzudecken: Woher kam sie, wer hatte sie in der Hand, wer hat den Original-Inhalt mit der Droge getauscht und wie konnte sie in einem legalen Online-Shop landen? Unter anderem diese Fragen gilt es zu klären.

Weiden in Bayern: Drogen waren im Champagner

Am 12. Februar hatten sich mehrere Gäste im Alter zwischen 33 und 52 Jahren in einem italienischen Restaurant in Weiden ein Getränk geteilt. Kurz nachdem die Gäste den Champagner getrunken hatten, seien bei allen erste Vergiftungserscheinungen aufgetreten.

Acht Betroffene wurden in ein Krankenhaus eingeliefert, ein 52 Jahre alter Mann aus dem Landkreis Schwandorf starb noch in der Nacht zum Sonntag. Die sieben anderen Opfer konnten laut Polizei die Klinik mittlerweile wieder verlassen.

Drogen im Champagner: Polizei richtet Sonderermittlungsgruppe ein

Jetzt soll eine Sonderkommission namens „Markt“ klären, was dahinter steckt. Eine Polizeisprecherin sagte dem Bayerischen Rundfunk, es bestehe der Verdacht der fahrlässigen Tötung.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 22. Mai, 21:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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