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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Wales in der Weihnachtszeit: Ein putziges Eichhörnchen läuft plötzlich Amok und attackiert Menschen und Tiere in einer Kleinstadt. Was es dazu gebracht hat, versteht niemand.

Eichhörnchen sind süß – aber nicht immer und überall: Wer schon mal im Londoner Hyde Park einem der großen und immer hungrigen Nager begegnet ist, weiß, dass sie auch anders können. Im Gegensatz zu den fuchsroten oder schwarzen Eichhörnchen in Deutschland wird man da schon mal aggressiv angemacht, wenn man gerade isst und nichts herausrücken will.

Eichhörnchen tobt zwei Tage lang durch britische Kleinstadt

Jetzt hat eines der grauen „Squirrels“ zwei Tage lang in der walisischen Kleinstadt Buckley randaliert – und dafür traurigerweise am Ende mit dem Leben bezahlt. Dabei hatte alles so nett angefangen: Tierliebhaberin Corinne Reynolds hatte das Tier immer in ihrem Garten gefüttert und recht nah an sich herangelassen.

Squirrel injures 18 people in two days of attacks in Buckley https://t.co/FVxV3YwKyW https://t.co/1LR3gkLqKP

Plötzlich beißt das Eichhörnchen zu

Zu nah? Eigentlich bekommt man ja immer wieder gesagt, dass man Wildtiere nicht füttern soll, dass man sich an ihnen freut und sie ansonsten in Ruhe lässt. Aber wer wollte da schon den ersten Stein werfen?

Kurz nach Weihnachten jedenfalls beißt das Eichhörnchen plötzlich zu und verletzt Corinne an der Hand. Sie macht sich Sorgen. Als sie später auf Facebook über die Accounts ihrer Nachbarn und Bekannten surft, sieht sie, dass es nicht nur ihr so geht:

My home town #Buckley finally makes the news! https://t.co/4VrcJsBOfG

Nach Eichhörnchen-Attacke: „Ich traue mich kaum noch aus dem Haus“

Zahlreiche Leute aus Buckley warnen, sind geradezu entsetzt und zeigen auf Fotos Bissspuren und sogar blaue Flecken:

FREE STRIPE! JUSTICE FOR THE BUCKLEY ONE! https://t.co/v9vBaTOGFX

Ich traue mich kaum noch aus dem Haus“, postet ein Mann. „Es hat sogar meine zwei Perserkatzen angegriffen“, postet eine Frau. Ein Dritter schreibt: „Es hat mich geschnappt, als ich den Müll rausbrachte.

Eichhörnchen wird eingefangen

Es wird klar: Irgendetwas läuft da gewaltig schief. Ist das Eichhörnchen durch das Füttern verwöhnt und unleidlich? Ist es krank? Keiner wird es je erfahren, denn als Corinne genug Posts gelesen hat, weiß die Tierfreundin, dass es so nicht weitergehen kann: 18 „Verwundete“ haben sich laut BBC am Ende gemeldet.

Sie legt mit den Nachbarn zusammen und fängt das „Eichhörnchen des Schreckens“, wie es am Ende in der Presse genannt wird, in einer Lebendfalle. Dann wird der Tierarzt gerufen.

Trauriges Ende – für das Eichhörnchen

Das Ende steht schon vorher fest: Ein Gesetz in Großbritannien besagt, dass eingefangene Eichhörnchen nicht mehr in die freie Wildbahn entlassen werden dürfen. Also wird es eingeschläfert.

Corinne ist todtraurig: „Ich dachte, wir wären sowas wie Freunde“, schreibt sie. Sieht man ihre alten Filmaufnahmen von dem Tier und ihr, kann man sie verstehen:

'Vicious' squirrel attacks multiple residents in Welsh townIt might look cute, but this savage squirrel went on a rampage on Monday, December 27 and attacked 18 people in the North Wales town of Buckley.

Locals dubbed the animal “Stripe” after the evil character from the movie ‘Gremlins’.
For two days, the rodent would launch itself at people as they put out their bins, and even chased them in the street, local newspaper NorthWalesLive reported.

Eventually a resident, Corinne Reynolds, trapped it in a cage and handed it over to the local RSPCA, where the animal was put to sleep.

“I am sad at the ending,” Reynolds said. “But due to the number of people being attacked, and my grandson, who’s only two, playing in the garden, I couldn’t risk him being bitten.”

@euronewsgreen
Video: Corinne Elizabeth Reynolds via Storyful

#squirrel #attack #northwales #buckley #rspca #euronewsgreen #euronewsPosted by Euronews Green on Thursday, December 30, 2021

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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

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