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Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)

Die Eisplatte ist gigantisch groß: 1.550 Quadratkilometer Eis sind aus der Antarktis gebrochen und treiben jetzt davon.

In der Antarktis ist ein gigantischer Eisberg abgebrochen. Der Eisklotz ist so groß wie Großbritanniens Hauptstadt London und treibt jetzt im Südpolarmeer. Die Polarforscher der British Antarctic Survey (BAS) sagen, das Stück sei am Sonntag während einer Springflut aus dem Brunt-Eisschelf herausgebrochen.

Diese Abspaltung haben wir erwartet, sie ist Teil des natürlichen Verhaltens des Brunt-Schelfeises. Das hängt nicht mit dem Klimawandel zusammen“, hat BAS-Gletscherforscher Dominic Hodgson gesagt.

A new iceberg the size of Greater London has calved from Antarctica's Brunt Ice Shelf. Last night, the crack Chasm-1 fully extended through the 150m thick ice - a decade after BAS scientists first detected that cracks in the ice sheet were growing. 1/2 https://t.co/68f0scdPAi

Eisabbruch in Antarktis war vorhersehbar

Dass der Giga-Eisberg irgendwann abbrechen wird, war vorhersehbar. Schon vor mehreren Jahren ist ein Spalt im Eis entdeckt worden – er bekam den Namen Chasm-1. Der Spalt wurde über die Jahre immer größer und sorgte jetzt dafür, dass der Eisberg sich löste.

Dan Potts ist begeisterter Beobachter der Erde mit Satellitenbildern. Der Student aus England hat ein beeindruckendes GIF gebaut, in dem man sieht, wie der gigantische Eisberg sich aus der Antarktis löst.

And we're off! Being near the pole we get a number of #Sentinel3 overpasses each day, showing us the rapid movement of this huge ice berg from the #BruntIceShelf calving, over the course of ~3 hours this morning🛰️ Made with @sentinel_hub & @CopernicusEU @BAS_News https://t.co/ga2b3yBRY1

Brunt-Eisschelf wird von Forschern überwacht

Die British Antarctic Society hat auf dem Brunt-Schelfeis eine Forschungsstation. Vor sechs Jahren wurde sie aus Sicherheitsgründen gut 20 Kilometer weiter ins Innere der Antarktis verlegt, um bei Eisabbrüchen nicht irgendwann im kalten Meer zu landen.

Die Station ist allerdings nicht das ganze Jahr hindurch besetzt, sondern nur in der „heißen“ Zeit von November bis März, dem antarktischen Sommer. In den anderen Monaten wird die Gegend per Satellitenbilder überwacht – unter anderem von Esa, Nasa und dem deutschen Satelliten TerraSAR-X.

Riesiger Eisberg vor Antarktis bekommt neuen Namen

Der Giga-Eisberg soll bald einen Namen bekommen. In der Zwischenzeit wird er wahrscheinlich mit dem antarktischen Küstenstrom um den südlichsten Kontinent treiben – wie auch schon sein 1.200 Quadratkilometer großer Vorgänger.

Abbruch im vergangenen Jahr war nicht natürlich

Im vergangenen Jahr ist ein riesiges Stück Eis aus der Antarktis gebrochen – im Gegensatz zum aktuellen Abbruch war das aber auf den Klimawandel zurückzuführen. Das Schmelzen des Meereises hat sich durch höhere Temperaturen deutlich beschleunigt.

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