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Franziska Thees
Franziska Thees (Foto: SWR3)

Diese Bilder brechen einem echt das Herz. Hungrige Elefanten schieben sich das ins Maul, was sie finden: Tonnenweise Plastik.

Videos zeigen wilde Elefanten und Kühe auf einer Mülldeponie in Sri Lanka. Sie laufen über die Müllberge, mit ihren Rüsseln durchforsten die Elefanten den menschengemachten Müll. Und immer wieder schieben sie sich einen Rüssel voll Abfall in das Maul.

VIDEO: Heart-wrenching images of revered elephants and cattle eating plastic in Sri Lanka have prompted politicians to toughen pollution laws, but sceptical conservationists warn past bans were repeatedly ignored. pic.twitter.com/HHNqBhUq6y

Einige Elefanten sterben danach, ihr Kot ist voller Plastikmüll. Sie sterben, weil sie Polyethylen gefressen haben. Elefanten werden in Sri Lanka verehrt, sind aber vom Aussterben bedroht. Nach der letzten Zählung leben ungefähr 6.000 wilde Elefanten auf Sri Lanka. Jedes Jahr sterben etwa fünf von ihnen, weil sie Plastik gefressen haben.

Sri Lanka schützt Elefanten durch das Verbot von Einwegplastik

Schon seit Monaten kommt es also zu solchen Szenen auf Müllhalden, jetzt reicht es offenbar: Seit Juni 2023 ist die Herstellung und der Verkauf von Einwegplastik verboten. Die Regierung Sri Lankas hatte bereits vor 6 Jahren den Verkauf von Plastiktüten aus nicht biologisch abbaubarem Plastik verboten. Jetzt wird es erweitert und umfasst zum Beispiel auch auf den Verkauf von Plastikgeschirr, Plastikbesteck, Cocktail-Shakern, die Verpackung von Strohhalmen und künstlichen Blumen.

Umweltschützer zweifeln: Reichen die neuen Gesetze gegen Müll?

Ob die Gesetze helfen bezweifeln Umweltschützer. Denn: Es gab ja schon vorher Versuche, Müll einzudämmen. Die Gesetze wurden bisher weitgehend ignoriert. Laut UN recycelt Sri Lanka nur drei Prozent des Plastikmülls. Laut Umweltschützern würden allein pro Tag 10 bis 20 Millionen Plastiktüten verbraucht, dazu kämen 10 Millionen Plastikflaschen. Aber: Jetzt wird das Problem durch den Tod der Elefanten noch einmal mit mehr Dringlichkeit angegangen.

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

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