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Fast vier Tage ist das heftige Erdbeben im Mittelmeer vor der Türkei nun her – die Suche nach Lebenden in den Trümmern läuft noch immer. Teils mit Erfolg: Am Dienstag wurde ein weiteres Kind lebend geborgen.

Nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis vom Freitag ist die Zahl der Todesopfer in der Türkei auf 100 gestiegen. Knapp 150 Verletzte würden noch in Krankenhäusern behandelt, meldete die türkische Katastrophenschutzbehörde am Dienstag. Insgesamt wurden bei dem Beben der Stärke sieben fast 1.000 Menschen verletzt.

Trotz schwindender Hoffnungen setzten die türkischen Bergungsmannschaften auch am Dienstag ihre Suche nach Überlebenden fort. Am Dienstagmorgen dann die Nachricht: Helfer hatten ein weiteres Kind aus den Trümmern geborgen – und zwar lebend. 91 Stunden nach dem schweren Erdbeben in der Ägäis haben Rettungsmannschaften ein vierjähriges Mädchen aus den Trümmern in Izmir gezogen. Das teilte der Bürgermeister der zweitgrößten türkischen Stadt, Tunc Soyer, mit.

Weitere Kinder gerettet

Gut 65 Stunden nach dem schweren Erdbeben hatten Retter ein drei Jahre altes Mädchen aus den Trümmern eines eingestürzten Hauses in Izmir gerettet. „Wir haben Elif lebendig aus den Trümmern gerettet. Wir sind hier, bis wir den Letzten erreicht haben», schrieb die Katastrophenschutzbehörde Afad auf Twitter.

İzmir'de 3 yaşındaki Elif'imizi de 65 saat sonra enkaz altından sağ kurtardık... Son cana ulaşana kadar buradayız.

Elifs Oma sagte Reportern: „Ich bin sehr froh. Möge Gott es den Rettern vergelten. Ich bin wieder mit Elif vereint, bald ist sie auch mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern vereint. Meine Gebete wurden erhört.“

Familie des Mädchens schon am Samstag aus den Trümmern gerettet

Elifs Mutter und ihre drei Geschwister wurden schon am Samstag nach knapp 24 Stunden aus den Trümmern des achtstöckigen Wohnhauses gerettet. Gesundheitsminister Fahrettin Koca sagte, es sei aber auch ein Kind in den Trümmern gestorben – ein sieben Jahre alter Junge. Weitere Bewohner des eingestürzten Hauses würden im Krankenhaus behandelt.

14-Jährige nach Erdbeben aus Trümmern geborgen

Auch ein 14 Jahre altes Mädchen wurde am frühen Montagmorgen aus den Trümmern gerettet. Sie kam in ein Krankenhaus. Die Jugendliche lag 58 Stunden unter dem Schutt.

Insgesamt rettete die türkische Katastrophenschutzbehörde Afad nach dem Beben am Freitag schon 105 Menschen, berichtet die türkische Nachrichtenagentur Anadolu.

Am Montagmorgen twitterte Afad, dass die Retter nicht nur Menschen aus den Trümmern holten, sondern auch Tiere: Hund Aras überlebte das Beben auch unter Geröll und Staub.

Ares de sağ kurtuldu... Can dostlarımızı arama kurtarma çalışmalarımız devam ediyor. https://t.co/aCt5cJjYC0

Östliches Mittelmeer anfällig für Erdbeben

Die Türkei ist anfällig für Erdbeben: Hier gibt es mehrere Verwerfungslinien, an denen die Kontinentalplatten und die starre Erdoberfläche aneinander reiben. Sie sorgen in der Gegend immer wieder für Erdbeben.

Eines der schlimmsten Erdbeben ist gerade einmal gut 20 Jahre her: 1999 starben in der Nähe von Istanbul mehr als 17.000 Menschen. Experten warnen in Istanbul vor einem weiteren, starken Erdbeben.

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