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Tim Stobbe (Foto: SWR3)

Der Verkehrsausschuss des Europaparlaments hat sich für ein Ende der Zeitumstellung ausgesprochen: 23 Abgeordnete stimmten dafür, elf dagegen, dass die Uhren ab dem Jahr 2021 nicht mehr umgestellt werden.

Doch das Votum, bei dem es keine Enthaltung gab, war nur ein Schritt hin zu einer Abschaffung – wenn auch ein wichtiger. Vier andere Ausschüsse des Europaparlaments hatten sich bereits ähnlich positioniert.

Die Entscheidung des federführenden Verkehrsausschusses gilt als wegweisend. Doch nach wie vor ist nicht klar, ob dann allerorts Winter- oder Sommerzeit gelten soll. Die EU-Kommission wollte die Zeitumstellung zudem bereits in diesem Jahr abschaffen. Schließlich haben sich bei einer Online-Umfrage mehr als drei Millionen Deutschen dafür ausgesprochen. Doch das wird nicht geschehen.

Flickenteppich vermeiden

Bei dieser Frage geht ein Riss durch Europa. Denn niemand möchte einen Flickenteppich – also dass es statt drei künftig sieben oder acht Zeitzonen in der EU gibt. Deshalb sind die Gespräche so schwierig. Diplomaten halten selbst ein Scheitern nicht für ausgeschlossen. Dann würde langfristig alles so bleiben wie es jetzt ist.

Mitgliedsstaaten haben das letzte Wort

Doch das letzte Wort haben die Mitgliedsländer. Bis April 2020 muss sich jedes EU-Land entschieden haben, ob es langfristig Sommer- oder Winterzeit haben möchte. Selbst wenn alle künftig Mitgliedsstaaten sich einig sein sollten, ist es trotzdem nicht so einfach.

Warum, erklärt Andreas Meyer-Feist im Audio:

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