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Facebook hält den Ex-US-Präsidenten für brandgefährlich seit seine Anhänger das Kapitol gestürmt haben und dabei Menschen umkamen. Jetzt hat das Netzwerk klar gemacht, welche Regeln künftig gelten.

Bei Facebook geht es derzeit Schlag auf Schlag: Nicht mal 24 Stunden zuvor hatte das Netzwerk verkündet, für Politiker würden künftig die gleichen Regeln gelten, wie für alle anderen: Wer irgendwelche Unwahrheiten behauptet oder mit Fakenews und Hetze zur Gewalt anstachelt, der wird in Zukunft nicht mehr von dem Netzwerk in Ruhe gelassen, nur weil er Politiker ist.

Trump bleibt bis mindestens Anfang 2023 bei Facebook gesperrt

Viele denken da automatisch an Ex-US-Präsident Donald Trump. Und richtig, auch was den immer noch starken Mann der Republikaner angeht, hat Facebook am Freitag entschieden: Trump bleibt bis mindestens Januar 2023 von der Online-Plattform Facebook verbannt.

Der Internetriese verhängte am Freitag eine zweijährige Sperre gegen Trump, dessen Facebook-Konto bereits nach der Kapitol-Erstürmung vom 6. Januar blockiert worden war. Das Kontrollgremium von Facebook hatte dem Netzwerk auferlegt, die Sperrung nicht einfach auf unbestimmte Zeit zu verhängen, sondern klar zu erklären, was es wann, warum und für wie lange zu tun gedenkt.

Washington

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Trumps Handlungen eine „schwerwiegende Verletzung“ der Facebook-Regeln

Die Sperre könnte zudem verlängert werden, sollte weiter ein „Risiko für die öffentliche Sicherheit“ bestehen. Grundsätzlich will Facebook wie oben erwähnt härter bei Regelverstößen von Politikern durchgreifen und schreibt deswegen die bis zu zweijährigen Kontosperrungen fest.

Angesichts der Schwere der Umstände, die zur Sperrung von Herrn Trump geführt haben, glauben wir, dass seine Handlungen eine schwerwiegende Verletzung unserer Regeln darstellten, die die höchste in den neuen Regeln vorgesehene Strafe verdient“, erklärte Facebook-Kommunikationschef Nick Clegg. „Wir sperren seine Konten (bei Facebook und Instagram) für die Dauer von zwei Jahren.“

Facebook will aufpassen – und Trump notfalls für immer sperren

Dies gelte ab der ursprünglichen Sperrung von Trumps Konten am 7. Januar dieses Jahres. Sollte er danach wieder gefährliche und aufwiegelnde Reden halten, werde Facebook sofort darauf reagieren – bis hin zu einer dauerhaften Sperrung. Trump ist neben Facebook auch bei Youtube und Twitter gesperrt – aus den selben Gründen.

Ein eigenes Netzwerk, dass er seit Anfang Mai versucht hatte, aufzubauen, nahm er gerade wieder vom Netz – wohl aus Enttäuschung über den geringen Erfolg, sprich: niedriger Klickzahlen.

Kritik: Trump-Sperre macht nicht wett, was Facebook bereits angerichtet hat

Wenn auch viele froh sind, dass Trump nicht mehr posten kann: Dass Facebook und andere den Wahnsinn aus Lügen und Hetze überhaupt so weit haben gedeihen lassen – lange ohne einzugreifen – ist nicht vergessen. So twittert der Grünen-Politiker und Filmproduzent Peter Heilrath:

Es ist wahr. Die dauerhafte Facebook-Sperre für Trump macht nicht wett, was @Facebook und sein naiver Chef durch seine Algorithmen für die Verfestigung und Gruppenbildung radikaler politischer Kräfte getan hat und immer noch tut. Ceterum censeo, #SocialMedia muss reguliert werden https://t.co/1hTBhSczJI

Trump droht: Nächstes Mal gibt es kein Abendessen für den Facebook-Chef

Trump selbst empfindet – so ließ er am Freitag mitteilen – die zunächst zweijährige Facebook-Sperre als „Beleidigung“ seiner Wähler. Von denen halten viele ebenso weiter zu ihm, wie große Teile der Republikaner.

Dennoch: Um den Ex-Präsidenten, der vor seiner Abwahl auch wegen seiner Dauer-Twitterei in allen Medien täglich präsent war, ist es vergleichsweise still geworden. Facebook-Chef Mark Zuckerberg droht er jetzt in Reaktion auf die Sperre: „Wenn ich das nächste Mal im Weißen Haus bin, wird es keine weiteren Abendessen für Mark Zuckerberg und seine Frau geben.“

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