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AUTOR/IN
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Wissenschaftler kommen der großen Lebensspenderin immer näher – zumindest optisch. Jetzt kann man sogar Sonnenflecken aus der Nähe sehen.

Während sich die Sonnen-Sonde „Solar Orbiter“ dem Zentralgestirn des Sonnensystems nähert, haben Wissenschaftler in Deutschland die Sonne von Freiburg aus ins Visier genommen. Das Ergebnis ist faszinierend: Gestochen scharfe Bilder der Feinstruktur der Sonne haben die Wissenschaftler mit dem größten europäischen Sonnenteleskop Gregor aufgenommen:

Gestochen scharfe Bilder von der Feinstruktur der #Sonne. Sonnenteleskop GREGOR enthüllt magnetische Details. #LeibnizKIS #Sonnenphysik #Weltraum @LeibnizWGL @UniFreiburg https://t.co/EPTHQUYAB5

Wie eine Nadel aus einem Kilometer Entfernung

Mit dem Gerät könnten die Forscher Details von nur 50 Kilometern Durchmesser auf der Sonne auflösen, teilte das Leibniz-Institut für Sonnenphysik (KIS) in Freiburg mit. Das entspreche einem winzigen Bruchteil des Sonnen-Durchmessers von 1,4 Millionen Kilometern.

„Dies ist, als würde man eine Nadel auf einem Fußballfeld aus einer Entfernung von einem Kilometer perfekt scharf sehen.“ Das Sonnenteleskop wird von einem deutschen Konsortium unter der Federführung des KIS betrieben und befindet sich am Teide-Observatorium auf der spanischen Insel Teneriffa.

Magnetfelder, Turbulenzen, Sonneneruptionen

Um die hochauflösenden Bilder machen zu können, wurden an dem Gerät Optik, Mechanik und Elektronik in nur einem Jahr komplett neu gestaltet. „Das Projekt war ziemlich riskant, da solche Teleskop-Umbauten in der Regel Jahre dauern“, sagte die KIS-Direktorin Svetlana Berdyugina laut Mitteilung.

Mit der neuen Optik des Teleskops könnten die Wissenschaftler nun beispielsweise Magnetfelder, Turbulenzen, Sonneneruptionen und Sonnenflecken detailliert untersuchen, hieß es bei dem Institut weiter: „Erste Bilder, die im Juli 2020 aufgenommen wurden, zeigen erstaunliche Details der Sonnenfleckenentwicklung und komplizierter Strukturen im Solarplasma.“

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Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

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