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Für viele, die nicht selbst zum Haarschneider gegriffen haben, ist es eine lang ersehnte Nachricht: Friseureläden im Südwesten öffnen wieder. Allerdings gibt es einiges zu beachten.

Die Coronavirus-Pandemie hat Deutschland immer noch gesellschaftlich und wirtschaftlich im Griff. Langsam kommen kleine Lockerungen in Gesellschaft und Wirtschaft – dazu gehört auch, dass Friseurinnen und Friseure ihre Läden ab heute wieder öffnen dürfen.

Allerdings wird der Friseurbesuch nicht wie gewohnt ablaufen. Strenge Auflagen sollen eine weitere Ausbreitung des Coronavirus verhindern.

Ab dem 4. Mai dürfen Frieseurbetriebe in #BadenWürttemberg wieder öffnen. Hier finden Sie die Richtlinie zur Öffnung von Friseurbetrieben. https://t.co/CrNIRs2X4o #coronabw #friseur #frisör #CoronaVirusDE

Wie ist die Situation in Baden-Württemberg?

Das baden-württembergische Gesundheitsministerium veröffentlichte dazu in der vergangenen Woche einige Richtlinien.

Friseurbesuche gehören für viele Menschen zur persönlichen Hygiene. Selbstverständlich steht weiterhin der Gesundheitsschutz im Vordergrund und es ist klar, dass in den Betrieben strenge Hygienestandards eingehalten werden müssen.

Manne Lucha (Grüne), Sozialminister Baden-Württemberg

Darin finden sich mehrere Vorgaben: Zum Beispiel dürfen Kundinnen und Kunden nicht mehr einfach so im Friseursalon auftauchen. Sie müssen vorab einen Termin machen – telefonisch oder per Computer.

So wenig wie möglich sprechen

Außerdem sollen Kundenwünsche bereits vorher auf diesem Weg abgesprochen werden. So werde während des Kundenkontaktes weniger gesprochen und damit eine mögliche Ansteckung mit dem Coronavirus reduziert.

Zum Termin sollen die Kunden dann alleine kommen – wenn sie dazu in der Lage sind, Kleinkinder sind zum Beispiel von dieser Regelung ausgenommen. Außerdem ist ein Mundschutz Pflicht – auch für den Friseur und die Friseurin.

A propos Mund: Auf Bärte sezialisierte Barber dürfen noch nicht wieder loskegen: "Gesichtsnahe Dienstleistungen wie Augenbrauen- und Wimpernfärben, Rasieren und Bartpflege dürfen derzeit nicht ausgeführt werden", heißt es so oder so ähnlich in mehreren Schutzstandards.

Im Eingangsbereich der Friseurläden muss es die Möglichkeit geben, sich die Hände zu desinfizieren. Die einzelnen Arbeitsplätze sollen demnach den Abstand von 1,5 Meter einhalten. Dieser gilt für alle – außer dem Frisierenden und ihren jeweiligen Kundinnen und Kunden.

Kein Föhnen – dafür viel Desinfektion

Auch bei der Arbeit selbst gibt es Einschränkungen. Zum Beispiel soll auf das Föhnen verzichtet werden. Nach dem Friseurbesuch muss das Friseurwerkzeug desinfiziert werden. Kundinnen und Kunden sollen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz außerdem möglichst mit Karte bezahlen.

In der Verordnung für Rheinland-Pfalz heißt es, dass „gesichtsnahe Dienstleistungen“, wie das Färben von Wimpern und Augenbrauen, das Rasieren oder die Bartpflege derzeit nicht ausgeführt werden dürfen.

Friseur aus der Eifel: Es ist eine Herausforderung

Außerdem sollen Wartebereiche und Spielecken geschlossen werden. Getränke dürfen nicht ausgeschenkt werden und an der Kasse soll es Schutzvorrichtungen geben.

Guido Wirtz, Vorsitzender Landesinnungsmeister beim Landesverband Friseure und Kosmetik Rheinland-Pfalz sagte der dpa: „Es ist eine neue Situation, eine neue Herausforderung.“ Er werde in seinem Salon in der Eifel erst mal nur auf Termin arbeiten, Maske und Handschuhe tragen, möglichst wenig sprechen und die Werkzeuge würden regelmäßig desinfiziert.

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