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Franziska Thees
Franziska Thees (Foto: SWR3)

Es ist für die über 17.000 Beschäftigen der Kaufhäuser ein harter Schlag. Von 129 Kaufhäusern werden 47 Filialen schließen. Das sind die Details!

Dies ist ein rabenschwarzer Tag.

Galeria-Filialen: Kündigung für über 4.000 Mitarbeiter

Über 4.000 Menschen droht jetzt die Kündigung. War es Corona, waren es die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine? Wohl nur zu einem kleinen Teil, erklärte der Gesamtbetriebsrat. Eine fehlende Strategie für eine regionale Ausrichtung hätte das Ende eingeläutet, so die Kritik des Betriebsrates. Von Galeria war zunächst keine Stellungnahme zu erhalten.

Welche Filialen schließt Galeria Kaufhof?

Insgesamt werden 47 Filialen geschlossen. Die Standorte sind über ganz Deutschland verteilt; darunter beispielsweise München, Duisburg, Hamburg, Wiesbaden oder auch Celle. Galeria Karstadt Kaufhof schließt damit fünf Warenhäuser weniger als bisher angenommen. Ein Sprecher sagte, die Filialen in Bayreuth, Erlangen, Oldenburg, Rostock und Leipzig blieben erhalten, weil die Vermieter weitere Zugeständnisse gemacht hätten.

Auch für weitere Standorte besteht noch Hoffnung: Die Modekette Aachener hat Interesse an mehreren Filialen gezeigt. Geschäftsführer Friedrich-Wilhelm Göbel versprach, sollten Galeria-Filialen übernommen werden, werde allen Beschäftigten in diesen Häusern ein Job-Angebot gemacht. Es gehe um Standorte in ganz Deutschland.

So sieht die Lage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz aus:

Galeria Karstadt Kaufhof: Filialen in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es sechs von bisher noch 129 Filialen. Die gute Nachricht: Sie alle bleiben geöffnet. Weiter eingekauft werden kann also in:

  • Mainz
  • Koblenz
  • Trier (zwei Filialen)
  • Speyer
  • Bad Kreuznach

Im Gegenteil: In diese Warenhäuser wird sogar investiert. „Die verbleibenden Filialen haben eine tragfähige wirtschaftliche Perspektive“, sagte der Generalbevollmächtigte Arndt Geiwitz. Sie sollen in den kommenden drei Jahren umfassend modernisiert und das Sortiment künftig stärker auf lokale und regionale Bedürfnisse ausgerichtet werden.

Sechs Galeria-Filialen in Baden-Württemberg schließen

In Baden-Württemberg werden sechs Filialen geschlossen. Zum 31. Januar 2024 machen diese Geschäfte dicht:

  • Esslingen
  • Heidelberg
  • Leonberg
  • Pforzheim
  • Reutlingen
  • Stuttgart (Eberhardstraße)

Damit schließt ein Drittel der bisher 18 Filialen. Nicht geschlossen bleiben diese zwölf Standorte in Baden-Württemberg:

  • Heidelberg (Hauptstraße)
  • Freiburg (zwei Filialen)
  • Heilbronn
  • Karlsruhe
  • Konstanz
  • Lörrach
  • Mannheim
  • Offenburg
  • Singen
  • Stuttgart (Königstraße)
  • Ulm

Das sind die Gründe: Darum schließen 47 Galeria-Warenhäuser

Das Unternehmen nennt unterschiedliche Gründe: Dazu gehören die Mietbelastung, der Zustand der Gebäude, der Investitionsbedarf, die Bevölkerungs- und Kaufkraft-Entwicklung an den Standorten und die wirtschaftliche Entwicklung eines Warenhauses. Über die Fortführung von Galeria wird nun in einer Gläubigerversammlung am 27. März entschieden.

Im SWR3 Topthema mit SWR3-Reporter Jakob Reifenberger findet ihr noch mehr Infos:

Mehr über die Hintergründe und wieso das Chancen für die Innenstädte bietet, lest ihr bei SWR Aktuell:

Das bekommen Mitarbeiter, denen gekündigt wird

Wem gekündigt wird, der bekommt eine Abfindung in Höhe des zweifachen Monats-Brutto-Gehaltes. Vor zwei Jahren hatte Galeria Karstadt Kaufhof bereits im damaligen Insolvenzverfahren gut 40 von damals 172 Filialen geschlossen, wobei auch damals rund 5.000 Mitarbeiter ihre Stellen verloren. Im Februar war das aktuelle Insolvenzverfahren durch das Amtsgericht Essen eröffnet worden.

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