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Christian Spöcker
Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)

Das wird ein teurer Spaß: Ein junger Raser wurde mit mehr als 70 km/h zu viel geschnappt. Zum Verhängnis wurde ihm aber kein aufgebauter Blitzer, sondern Beamte undercover.

Mehr als 200 km/h hat der Tacho am Montagabend bei einem 25-Jährigen auf der A6 angezeigt. Dumm nur, dass auf dem Autobahn-Abschnitt bei Kaiserslautern-West laut Polizei höchstens 130 Stundenkilometer erlaubt sind. Das hätte ihm den Beamten zufolge aber klar sein müssen, denn er sei an mehreren Verkehrsschildern vorbeigefahren.

Beobachtet wurde der Fahrer in seinem Geschwindigkeitsrausch zwischen den Anschlussstellen Ramstein-Miesenbach und Kaiserslautern-West von einer Zivilstreife, die in ihrem Auto die nötige Technik hat, um am Ende zu sagen: Es waren genau 207 km/h. Auf den 25-Jährigen kommt jetzt demnach ein Bußgeld von mehr als 1.000 Euro zu, außerdem muss er für zwei Monate seinen Führerschein abgeben.

Linda Bies in den SWR3-Nachrichten über den Fall (30.8., 7:00 Uhr)

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Nachrichten Der Raser auf der A6 in den SWR3-Nachrichten

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Zivilfahnder schnappen Temposünder

Obwohl die Polizei gefühlt in jeder zweiten Pressemitteilung etwas schreibt wie „die Beamten staunten nicht schlecht“, fehlt das in dieser Nachricht aus Kaiserslautern. Vielleicht sind 77 km/h zuviel für Zivilfahnder der „Zentralen Verkehrsdienste“, wie diese Abteilung heißt, so alltäglich wie Katzen auf Bäumen für Feuerwehrleute. Denn in SWR3Land ereignen sich immer wieder Fälle von Geschwindigkeitsrausch.

Autorennen bei Friedrichshafen

Sonntagnacht kam es zum Beispiel auf der B31 von Friedrichshafen in Richtung Immenstaad zu einem Autorennen. Ein 19- und ein 20-Jähriger rasten dort auf einer Strecke von rund einem bis 1,5 Kilometern vom Bereich des Waggershauser Tunnel bis zur Anschlussstelle Kluftern. „Die hinterherfahrende Streifenbesatzung versuchte auf die vorausfahrenden Fahrzeuge aufzuschließen, dies war aber trotz einer gefahrenen Geschwindigkeit von ca. 145 km/h nicht möglich, obwohl in diesem Bereich die B 31 auf 80 km/h begrenzt ist“, berichtete die Polizei anschließend.

Sie fragte danach den Staatsanwalt, ob die beiden gestoppten Raser weiterfahren dürfen. Er erlaubte das. Aber die beiden müssen jetzt den Angaben zufolge unter anderem mit einer Anzeige wegen eines verbotenen Autorennens rechnen.

Sprengstoff oder Granate im Spiel? Blitzer auf der A4 gesprengt – manche jubeln, andere sind entsetzt

Eine Explosion hat einen Autobahn-Blitzer zerstört und meterweit geschleudert. Die Reaktionen im Netz sind gemischt. Für die Suche nach dem Täter hat die Polizei eine Idee.  mehr...

Verkehrssünder bringen Städten mehr Geld

Mehrere Städte in SWR3Land können sich durch solche Temposünder über höhere Einnahmen für die Stadtkasse freuen. Denn seit November gelten höhere Bußgelder. Wer innerorts zum Beispiel 16 bis 20 km/h zu schnell fährt, muss seitdem 70 Euro zahlen, davor waren es 35 Euro.

Die höheren Einnahmen waren auch Thema in den SWR3-Nachrichten (27.8., 11 Uhr):

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Städte nehmen mehr Bußgeld durch Verkehrssünder ein

Dauer

Bußgeld: Soviel Strafe kostet das Rasen

Das kostet zu hohes Tempo innerorts (Quelle: ADAC)
Überschreitung in km/hBußgeldPunkteMögliches Fahrverbot
bis 1030
11 - 1550
16 - 2070
21 - 2511511 Monat
26 - 3018011 Monat bei weiterem Verstoß
31 - 4026021 Monat
41 - 5040021 Monat
51 - 6056022 Monate
61 - 7070023 Monate
mehr als 7080023 Monate

Außerhalb der Ortschaft kosten die genannten Tempoüberschreitungen jeweils etwas weniger Bußgeld, wie der ADAC zeigt.

Teil der Straßenverkehrsordnung Parken, Rasen, Rettungsgasse – Ab jetzt gelten härtere Bußgelder

Wer zu schnell fährt oder falsch parkt, muss ab sofort mehr dafür zahlen. Denn: Der neue Bußgeldkatalog ist in Kraft getreten.  mehr...

Unsere Quellen

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Der SWR ist der Südwestrundfunk. Er ist öffentlich-rechtlich und gehört mit anderen Sendern (wie zum Beispiel WDR und BR) zusammen zur ARD. Dort arbeiten Journalisten, die zu aktuellen Themen direkt mit Betroffenen sprechen und bei Behörden und Unternehmen kritisch nachfragen. Der SWR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und arbeitet unabhängig von Werbung und Politik.

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Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

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Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)

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