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Es geht endlich wieder mit der Fußball-Bundesliga los. Wegen der Corona-Krise wird es aber kein normaler Spieltag werden. Für Schiedsrichter sind Geisterspiele aber super.

Die neuen Vorgaben der Deutschen Fußball Liga schreiben vor: Die Spiele in der Fußball-Bundesliga finden ohne Zuschauer statt. Das heißt auf dem gesamten Stadiongelände dürfen sich zeitgleich maximal 300 Personen aufhalten. Das Gebiet wird dabei in drei Zonen unterteilt: Stadioninnenraum, Tribüne und Außengelände. In jeder Zone dürfen sich höchstens 100 Menschen befinden.

Doch Geisterspiele zu pfeifen, hat auch einen Vorteil, nämlich für die Schiedsrichter. Der Bundesliga-Schiedsrichter Daniel Schlager erklärt in SWR3 warum: „Wenn ich im Stadion bin, dann habe ich überhaupt keinen Ton. Dann höre ich gar nichts außer Zuschauergedränge – was auch wunderschön ist. Aber wenn das eben nicht da ist, dann hört man jeden Kontakt auf dem Feld. Jeden Schuss. Jeden Ballkontakt. Und das kann man für sich nutzen.“

Beleidigungen kann jetzt wirklich jeder hören

Das konkreteste Beispiel: Dialoge und Äußerungen hört jeder. Schlager erzählt: „Durch die Tatsache, dass keine Zuschauer da sind, klingt ein Stadion und natürlich auch die Gespräche viel, viel lauter. Das hallt nach. Da muss man schon aufpassen, wenn dann mal ein Satz kommt, der in Richtung Beleidigung geht.“

Füher konnte man da auch mal hinweggehen und die Kommunikation suchen. Jetzt wird das eine Umstellung. Da muss man jetzt aufpassen, was gesprochen wird und es dann auch entsprechend zwingend sanktionieren.

Bundesliga-Schiedsrichter Daniel Schlager

Geisterspiele haben Vorteile für Schiedsrichter und Schiedsrichter-Assistenten

Auf die Frage, ob sich durch die Geisterspiele die Schiedsrichterarbeit erschwert, reagiert Schlager mit einem gegenteiligen Beispiel. Der Schiedsrichter-Assistent müsse ja bisher immer die Ballabgabe beobachten und gleichzeitig auch die zu bewertende Abseitssituation beobachten. Jetzt könne er sich sein Gehör auch Stück weit zunutze machen. Denn er könne die Ballabgabe hören und sich lediglich mit den Augen auf die Abseitsposition der Spieler konzentrieren.

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