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Die Pille für den Mann hat nur sehr geringe Nebenwirkungen. Das ist das Ergebnis einer Testphase des neuen Medikaments. Trotzdem wird es noch eine Weile dauern, bis das hormonelle Verhütungsmittel für den Mann auf den Markt kommt.

Die hormonelle Verhütung ist meist Frauensache. Das könnte sich allerdings ändern. Die Forscher in den USA arbeiten an einer Pille für den Mann. Ihr Präparat hat den jetzt einen Test auf Nebenwirkungen bestanden.

Welche Nebenwirkungen gibt es?

Wie die Pille für die Frau gibt es auch bei dem Verhütungsmittel für den Mann Nebenwirkungen. Allerdings scheinen es – zumindest nach dem aktuellen Test – weniger als bei der Pille für die Frau zu sein. Laut der Studienleiterin Dr. Christina Wang vom Los Angeles Biomed Research Institute seien die wenigen Nebenwirkungen nur leicht ausgefallen.

Die Testpersonen gaben Müdigkeit, Akne oder Kopfschmerzen an. Einige berichteten auch von einem leichten Rückgang der Libido oder von leichten Potenzproblemen, bei denen die sexuelle Aktivität allerdings nicht zurückgegangen sei. Keiner der Teilnehmer habe die Einnahme aber aufgrund der Nebenwirkungen abgebrochen.

Wie funktioniert die Pille für den Mann?

Das Verhütungsmittel enthält 11-beta-Methyl-19-Nortestosteron-Dodecylcarbonat (11-beta-MNTDC). Dabei handelt es sich um ein modifiziertes Testosteron. Die Einnahme des Medikaments stört die körpereigene Testosteronproduktion. Dadurch kommt die Spermienproduktion zum Erliegen.

Wie wurde das Verhütungsmittel getestet?

An der Studie nahmen 40 gesunde Männer teil. 30 Männer bekamen das Verhütungsmittel, zehn Teilnehmer nahmen ein Placebo für 28 Tage einmal täglich ein.

Nach dem Absetzten hätten die Effekte des Medikaments wieder nachgelassen. Allerdings bräuchte der Wirkstoff 60 bis 90 Tage bis er die Spermienproduktion beeinflusse. Die in der Testung angesetzten 28 Tage seien eigentlich zu kurz. Deshalb sind jetzt längere Studien in der Planung.

Laut Studienleiterin Wang könnten etwa noch zehn Jahre vergehen, bis die Pille für den Mann tatsächlich auf den Markt kommt – und die hormonelle Verhütung nicht mehr nur Frauensache ist.

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