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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Manchmal muss man sich nur bücken und ist reich. So, wie bei diesem Riesen-Nugget aus Alaska. Jetzt wurde er versteigert.

Es müssen ja nicht immer Riesen-Diamanten sein: Ein fast zehn Kilogramm schwerer Goldklumpen ist jetzt in den USA teuer versteigert worden. Der sogenannte „Alaska Centennial Gold Nugget“ brachte bei der Auktion am Mittwoch 750.000 Dollar (rund 661.000 Euro) ein, wie das Auktionshaus Heritage Auctions in Dallas auf Twitter mitteilte:

#HERITAGELIVE Gold Standard set at HA! The #Alaska Centennial Gold Nugget, so named as it was found on the 100th anniversary of the Klondike #GoldRush, is the largest #Gold nugget ever found in the 49th state. Discovered in 1998, it just sold for $750,000! https://t.co/WVhhuhtMBK https://t.co/1ptmaW1VcX

Alaska: Gold-Nugget im Bach aufgehoben

Er soll das größte Stück Gold sein, das je in Alaska gefunden wurde – die Presse vergleicht es mit dem Kopf eines Kindes. Und die Art und Weise, wie es gefunden wurde, ist spektakulär unspektakulär: Bergmann Barry Clay fand das Stück 1998 in einem Bach – einfach so. Ein privater Sammler kaufte ihn Clay damals ab. Seine Erben gaben den Goldklumpen nun zur Auktion frei, wie Heritage vorab mitteilte.

Diese Karte auf Twitter zeigt, wo der Nugget am berühmten Klondike gefunden wurde:

Massive 21lb #gold nugget as big as a child’s head found near #Klondike 100 yrs after the 'Rush' is now up for sale for $1 mln The #Alaska Centennial Gold Nugget was found in 1998 by prospector Barry Clay It weighs 21lbs and is the second largest ever found in Western Hemisphere https://t.co/79OYbUo1PJ

Klondike: Spektakulärer Goldrausch vor 125 Jahren

Bei Abenteuerhungrigen und Freunden des Kuriosen hat der Klondike in Kanada noch heute einen magischen Klang: Am Nebenfluss des mächtigen Yukon wurde Jack London Ende des 19. Jahrhunderts zum erfolgreichsten Erzähler seiner Zeit. Donald Trumps Großvater Friedrich legte mit dem „New Arctic“, einem Hotel und Restaurant, den Grundstein für sein Vermögen.

Doch auch Tausende andere Männer und auch einige Frauen folgten dem Ruf der Wildnis – und dem des Goldes. Vor 125 Jahren steckte nämlich George Washington Carmack seinen ersten Claim in der abgelegenen Gegend in Kanada ab – und fand Gold bis zum Abwinken.

Was folgte war ein riesiger Run auf das Gebiet: Wie eine Horde wild gewordener Büffel fielen Ende des 19. Jahrhunderts Tausende Goldsucher in das Yukon-Gebiet an der Grenze zwischen Kanada und Alaska ein. Die Folge: Viele Tote, die in der Wildnis verhungerten und einige wenige, die dabei reich wurden, oft aus Zufall. So wie 125 Jahre später der Glückspilz Barry Clay.

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