Stand
AUTOR/IN
Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt (Foto: SWR3)

Die einen lieben sie, die anderen hassen sie: Aprilscherze. Aber wie weit dürfen sie gehen? Und gehört die Ankündigung eines Vulkanausbruchs dazu?

Akis Tselentis ist der Direktor des Instituts für Geodynamik in Athen. Er ist ein bekannter Seismologe – also ein Wissenschaftler, der Erdbeben erforscht. Am 1. April postete er eine Warnung auf Facebook:

Scherz: Warnung vor Katastrophe auf Ferieninsel Santorin

An der Vulkaninsel Santorin sehe die Lage „nicht gut“ aus, schreibt Tselentis. Seit Januar sei ein „allmähliches Verschwinden von Magma unter dem Vulkan“ beobachtet worden und es sei sehr wahrscheinlich, dass das abfließende Magma ein Trichtervakuum erzeuge, welches „das Wasser der Ägäis ansaugen“ würde.

ΚΑΛΗΜΕΡΑ ΣΑΣ ΚΑΙ ΚΑΛΟ ΜΗΝΑ Δυστυχώς δε πάμε καλά όσον αφορά την Σαντορίνη. Από τον Οκτώβρη παρακολουθούμε με 20 επιπλέον...Posted by Akis Tselentis on Friday, March 31, 2023

Ermittlungen in Griechenland wegen Aprilscherz

Was ernst klingt, war aber nur ein Scherz. Ein Staatsanwalt leitete daraufhin Ermittlungen ein, um zu klären, ob der Aprilscherz als Verbreitung von Falschnachrichten eingestuft werden kann.

Griechischer Seismologe reagiert auf eigenen Aprilscherz

Am Mittwoch postete Tselentis dann erneut etwas auf seiner Facebook-Seite. Zu sehen: ein Foto von sich mit einem Zettel in der Hand. Darauf steht geschrieben, dass er sich wegen des Aprilscherzes „schuldig“ bekennt. Außerdem fügt der Wissenschaftler hinzu: „Wir leben in einem Land, in dem Humor strafrechtlich verfolgt wird.

Vulkanausbruch auf Santorin

Die Insel Santorin – gehört zu der Inselgruppe Kykladen – entstand wahrscheinlich 1600 vor Christus durch einen gewaltigen Vulkanausbruch. Zum letzten größeren Ausbruch kam es 1950, als der aktivste Teil des Vulkans unterhalb der unbewohnten Lavainsel Kameni ausbrach.

Die drei aktivsten Vulkane der Welt stellen wir euch hier vor:

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir dir, woher wir unsere Infos haben!

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

Stand
AUTOR/IN
Svenja Maria Hirt
Svenja Maria Hirt (Foto: SWR3)

Meistgelesen

  1. Kiel

    Tatort-Kritik aus Kiel: „Borowski und der Wiedergänger“ Check hier, ob der Tatort was für dich ist!

    Kommissar Borowski und seine junge Kollegin ermitteln bei einer schwerreichen Unternehmer-Familie, weil der Ehemann der Firmenchefin verschwunden ist.

  2. Kentucky

    Trucker-Albtraum in Kentucky Heftiges Video zeigt Rettung aus mehr als 20 Metern Höhe

    Feuerwehrleute in dem US-Bundesstaat haben eine Truckerin aus einer grauenhaften Lage gerettet. Sie hing nach einem Unfall in ihrem Führerhaus fest. Videos zeigen die Aktion.