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Endlich wieder ins Stadion – für Sportfans könnte das ab August schon wieder möglich sein. Und auch für Kulturliebhaber gibt es gute Neuigkeiten.

Rechtzeitig zum Start der nächsten Bundesliga-Saison wollen die Länder große Sportveranstaltungen mit bis zu 25.000 Zuschauern wieder zulassen. Bei bestimmten Veranstaltungen sollen sogar mehr Teilnehmer erlaubt sein. Darauf einigten sich die Chefs der Staats- und Senatskanzleien am Dienstag.

Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller (SPD) sprach von den Erfolgen bei der Pandemie-Bekämpfung mit niedrigen Infektionszahlen und immer mehr Impfungen. „Dadurch gewinnen wir Spielräume, wieder Zuschauerinnen und Zuschauer bei großen Sportveranstaltungen, bei anderen Großveranstaltungen und vor allem bei großen und uns wichtigen kulturellen Events zuzulassen.“ Gleichzeitig warnte Müller vor Gefahren durch die Delta-Variante und mahnte, die Regeln und Vorgaben weiterhin zu akzeptieren. Eine vierte Welle könne und dürfe man sich nicht leisten.

Diese Regeln bei Großveranstaltungen sind geplant

Länderübergreifende Sportveranstaltungen

Für „große Sportveranstaltungen mit länderübergreifendem Charakter“ gilt laut Beschluss: Bei mehr als 5.000 Zuschauern darf maximal die Hälfte der am Veranstaltungsort möglichen Zuschauer zugelassen sein, aber normalerweise nicht mehr als insgesamt 25.000 Menschen.

Ausnahme 1: Für bestimmte Großveranstaltungen (zum Beispiel sogenannte „Traditionsveranstaltungen“) können die Länder unter Umständen auch mehr Zuschauer zulassen.

Ausnahme 2: Bayern will nur eine Auslastung von maximal 35 Prozent der Höchstkapazität bei einer Obergrenze von 20.000 Zuschauern zulassen.

Inzidenz muss unter 35 liegen: Länderübergreifende Sportveranstaltungen mit mehr als 5.000 Zuschauern sollen nicht genehmigt werden, wenn am Austragungsort die Sieben-Tage-Inzidenz über 35 liegt und wenn das Infektionsgeschehen „nicht klar eingrenzbar“ ist. Zutritt sollen Getestete, Geimpfte und Genesene haben.
Baden-Württemberg will Sport-Großveranstaltungen ab einer Inzidenz von 50 ganz absagen, auch wenn das Infektionsgeschehen noch „eingrenzbar“ wäre.

Personalisierte Tickets, Abstand und Maske: Zusätzlich sollen personalisierte Tickets die Nachverfolgung von Infektionsketten ermöglichen, bei Einlass und Platzverteilung soll auf Abstand geachtet werden. Mindestens abseits des eigenen Platzes sollen Zuschauer eine Maske tragen.

Alkohol im Stadion: Ausschank und Konsum von Alkohol sollen begrenzt werden. Baden-Württemberg und Bayern sehen ein komplettes Alkoholverbot vor.

Die Westkurve im Fritz-Walter-Stadion des 1. FC Kaiserslautern (Foto: Imago, Jan Hübner)
Die Westkurve im Fritz-Walter-Stadion des 1. FC Kaiserslautern Imago Jan Hübner

Diese neuen Regeln sollen bei Kulturveranstaltungen gelten

Für Kulturverstaltungen „mit mehr als 5.000 zeitgleich Anwesenden“ sollen auf Grundlage der jeweiligen Landesregelungen Vorgaben für Schutz- und Hygienekonzepte, Kontaktnachverfolgung, Einlassmanagement, Testerfordernisse und Abstands- und Maskenregelungen getroffen werden. Eine Zuschauer-Obergrenze gibt es nicht.

Ab wann sollen die neuen Regeln gelten?

Auf die neuen Regeln haben sich die Staatskanzleien der Länder geeinigt. Das heißt aber nicht, dass sie nun schon gelten. Die Länder müssen vielmehr die neuen Regeln nun in ihren neuen Corona-Verordnungen umsetzen. Das Eröffnungsspiel der neuen Bundesliga-Saison ist für den 13. August geplant, wenn Borussia Mönchengladbach in Gladbach gegen Bayern München antritt. Im Papier selbst wird als Ziel eine abgestimmte Regelung „rechtzeitig zum Start der jeweiligen deutschen Profiligen bzw. Pokalwettbewerbe“ genannt.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 24. September, 02:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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