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Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)

Im kalifornischen Petaluma ist der „ugliest dog“ – der hässlichste Hund – gekürt worden. Der Sieger heißt Mr. Happy Face – Herr fröhliches Gesicht.

Flauschig, süße Ohren und ein treuer Blick: So stellen sich viele Familien den perfekten Hund vor. Mr. Happy Face (Herr fröhliches Gesicht) hat nichts davon: Er hat nur noch ein Büschel weiße Haare auf dem Kopf, sonst ist er haarlos und seine Zunge hängt ständig aus dem Maul.

Trotzdem ist der Hund mit dem irreführenden Namen jetzt ein Star. Denn Mr. Happy Face ist im kalifornischen Petaluma zum hässlichsten Hund der Welt gekürt worden.

Mr. Happy Face: Der hässlichste Hund der Welt

Der Contest-Gewinner ist ein chinesischer Schopfhund, eine Rasse, die von Natur aus nur wenig Fell hat. Herausstechend soll bei dieser Rasse vor allem der wallende Schopf sein. In der offiziellen Rassebeschreibung der Hund heißt es:

Der Chinese Crested Dog ist ein kleiner, lebhafter und anmutiger Hund, Knochen mittelstark bis leicht. Körper ebenmäßig, entweder haarlos, mit Haarwuchs an den Pfoten, am Kopf und an der Rute oder leicht mit einem weichen Haarschleier eingehüllt. Es gibt zwei deutlich verschiedene Schläge: den rassigen und fein-knochigen (Deer type), sowie den gedrungenen, der einen kräftigeren Körper- und Knochenbau aufweist (Cobby type).

Hässlichster Hund der Welt: Besitzerin stolz

Die Jury des „World's Ugliest Dog Contest“ legt sehr viel Wert auf die Details der Teilnehmer: Glupschaugen, schiefe Zähne, O-Beine, buckelige Rücken – das alles sind Bewertungskriterien der Hundeschau. Und in vielen der Kategorien war Mr. Happy Face der Beste.

Die Organisatoren wollen mit dem Wettbewerb dafür werben, ausgesetzte Tiere aufzunehmen. Man wolle daran erinnern, „dass alle Hunde liebenswert sind“. So sieht das auch Jeneda Benally, die Besitzerin von Mr. Happy Face: „Es fühlt sich unglaublich an, dass wahre innere Schönheit erkannt wird.

Besitzerin von hässlichstem Hund: „Er ist liebenswert“

Es fühle sich auch nicht so an, als besitze Jeneda den hässlichsten Hund der Welt: „Ich habe nicht das Gefühl, den hässlichsten Hund der Welt zu haben. Ich weiß, dass ich den liebenswertesten Hund der Welt habe“, sagte sie nach der Teilnahme an dem Wettbewerb.

Aber warum hat Jeneda Mr. Happy Face dann überhaupt beim Hässlichkeitswettbewerb angemeldet? „Meine Nichte sagte, sie habe eine Show gesehen und mir von diesem Wettbewerb erzählt“, sagte Jeneda. Sie habe gewusst, dass es die Bestimmung ihres Hundes sei, an diesem Wettbewerb teilzunehmen.

Hässlichster Hund: Besitzerin wollte eigentlich anderen Hund

Dabei sollte Jeneda eigentlich einen ganz anderen Hund. Den hatte sie sich im Tierheim schon ausgesucht, er sei ihr aber vor der Nase weggeschnappt worden. Deswegen habe sie gefragt, welcher der älteste Hund sei, den das Heim habe.

Darauf habe man ihr Mr. Happy Face im Tierheim nicht gerade vorteilhaft beschrieben: „Wir wollen dich nur vorbereiten, weil wir nicht wissen, was mit diesem Hund nicht stimmt. Es könnte Inzucht sein, es sieht nicht aus wie ein Hund, es sieht aus wie ein Außerirdischer.

Jeneda wollte den Hund unbedingt sehen – und verliebte sich in den Vierbeiner: „Er humpelte einfach heraus. Und er war das glücklichste, schönste Geschöpf, das ich je in meinem Leben getroffen hatte. Und er hat einfach so viel Liebe.

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Radionachrichten 17. August, 8:31 Uhr - SWR3 Nachrichten

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