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26 Teilnehmer kämpften beim Eurovision Song Contest um den Sieg: Gewonnen hat Italien. Deutschland landet auf dem vorletzten Platz und schneidet damit schlecht ab. Wirbel gab es nach dem Finale wegen angeblichen Kokain-Konsums der Siegerband.

Unter strengen Corona-Auflagen haben 3.500 Menschen das ESC-Finale in Rotterdam live miterlebt. Millionen weitere verfolgten die Show von zuhause. Das Musik-Event bot viele Effekte, die den ESC über die Jahre weltweit zu einer Marke gemacht haben – darunter Feuerfontänen und Windmaschinen.

Italien gewinnt den ESC

Italien holte sich beim Eurovision Song Contest 2021 den Sieg – mit dem rockigen Protestsong „Zitti e buoni“. Die Rockband „Måneskin“ bekam insgesamt 524 Punkte. Die Siegesworte der Band: „Rock'n'Roll never dies.“ In den Wettbüros galt die Gruppe seit Tagen als Favorit:

Wirbel um angeblichen Kokain-Konsum von Damiano David

Unangenehme Gerüchte gab es nur wenige Stunden später um Sänger Damiano David von „Måneskin“. Sie waren aufgekommen, nachdem auf Videos in Onlinenetzwerken zu sehen war, wie er bei der ESC-Feier über einem Tisch hing. Der Vorwurf: Er soll gekokst haben – und zwar live im TV. David weist die Spekulationen vehement zurück.

Ich nehme keine Drogen. Bitte, Leute. Sagt sowas wirklich nicht, kein Kokain.

Snowing and blowing in #Eurovision? #cocaine #måneskin #damianodavid https://t.co/P3XeTOhpEa

Die angeblich kompromittierenden Bilder seien entstanden, als er sich hinuntergebeugt habe, weil Måneskin-Gitarrist Thomas Raggi ein Glas habe fallen lassen. Später erklärte sich die gesamte Band in einer Instagram-Story zu einem Drogentest bereit, „denn wir haben nichts zu verbergen“.

Leadsänger Damiano David hat sich am Montag freiwillig einem Drogentest unterzogen – und der fiel negativ aus. „Es gab keinen Drogenkonsum im Green Room und wir betrachten die Sache als erledigt“, teilte die EBU, die den Song Contest ausrichtet, am Montagabend mit.

Frankreich belegt beim ESC Platz zwei, Schweiz wird Dritter

Auf Platz zwei kam Frankreich. Auch Barbara Pravi galt mit ihrem Song als Favoritin:

Die Schweiz belegte den dritten Platz. Sie hatte sich zunächst nach dem Jury-Voting ein enges Rennen an der Spitze mit Frankreich geliefert. Doch da waren noch nicht die Punkte der Zuschauer vergeben. Besonders auffällig bei der Abstimmung: Viele Favoriten-Länder – darunter auch Malta – bekamen nur sehr wenige Punkte von den Zuschauern. Vier Länder bekamen sogar nur null Punkte, darunter auch Deutschland.

Aufruhr um deutschen Beitrag: Tanzt da ein Mittelfinger?

Die Bühnenshow des deutschen Kandidaten Jendrik sorgte für Aufsehen im Netz. „Da tanzt ein Mittelfinger?“, fragten erstaunte Zuschauer auf Twitter nach dem Auftritt des Hamburger Sängers in Rotterdam. Eigentlich sollte im Hintergrund von Jendriks bunter Show ein Peace-Zeichen tanzen. Doch der Zeigefinger des Friedenszeichens klappte von Zeit zu Zeit ab – übrig blieb ein Mittelfinger.

Interessant, dass der eindrucksvollste Part am deutschen Auftritt der Mittelfinger war, den Deutschland 4 Minuten der Welt zeigte #esc2021

Ihre Referenzen? Ich habe als riesiger Mittelfinger verkleidet beim ESC Trompete gespielt. Wir melden uns! #Eurovision #esc2021

Früher hat die Post-Hand Rolf noch für die fünfstelligen Postleitzahlen geworben. Jetzt muss er über die #ESC-Bühne hampeln, um die Miete zu zahlen. https://t.co/RqBtYccuL1

Schon während der Abstimmung zeichnete sich ab, dass Deutschland schlecht abschneiden würde – das hatten auch viele Prognosen im Vorfeld angenommen. Letztendlich reichte es für Jendrik dann nur zum 25. Platz. Er wurde mit drei Punkten Vorletzter. Schlechter war nur noch England – mit null Punkten.

Wegen Corona fiel ESC 2020 erstmals aus

Im vergangenen Jahr hatte der ESC wegen der Corona-Pandemie zum ersten Mal in seiner 65-jährigen Geschichte nicht stattgefunden. Sieger des Contests 2019 war der Niederländer Duncan Laurence. Deshalb fand das Musik-Event in diesem Jahr in Rotterdam statt.

Natalia Gordienko aus Moldawien singt Sugar beim großen Finale des Eurovision Song Contest (ESC) in der Ahoy-Arena. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa/AP | Peter Dejong)
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Ukraine picture alliance/dpa/AP | Peter Dejong Bild in Detailansicht öffnen
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Norwegen picture alliance/dpa/AP | Peter Dejong Bild in Detailansicht öffnen
Italien picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild | Soeren Stache Bild in Detailansicht öffnen
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