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Hass und Hetze gehören in den Sozialen Netzen mittlerweile dazu. Wer Ziel solcher Attacken wird, fühlt sich oft allein. Das will eine gemeinnützige Organisation jetzt ändern.

Soziale Netzwerke gehören inzwischen zum Alltag. Mit der Verbreitung von Facebook und Co. hat aber auch der Hass im Netz massiv zugenommen: Strafrechtlich relevante Volksverhetzung aber auch Beleidigungen, Bedrohungen, Hate Storms. Das Angebot von „Hate Aid“ will aufklären über die Hintergründe, aber vor allem Betroffene unterstützen. In Berlin stellten die Verantwortlichen ihr Projekt am Donnerstag vor.

Erste Anlaufstelle für Betroffene

Wer im Netz attackiert wird, kann sich an „Hate Aid“ wenden und bekommt Unterstützung für Abwehrstrategien. Bei schweren Fällen werden auch Therapeuten hinzugezogen.

Die Betroffenenberatung geschieht kostenlos und ohne Ansehen der Person, ihrer Meinung oder ihres politischen Hintergrundes. Ausgeschlossen von der Beratung allerdings sind Personen, die selbst Hass im Netz verbreiten.

Kostenfreie juristische Unterstützung

Bisher werden Verfahren wegen Gewalt im Netz häufig ohne Konsequenzen für die Täter eingestellt. Viele Betroffene scheuen die Kosten, die bei einem Zivilprozess auf sie zukommen und klagen deshalb nicht. „Hate Aid“ bietet kostenfreie Beratung durch Anwälte und übernimmt nach einer entsprechenden Prüfung auch die Kosten für eine Zivilklage.

Wer steckt dahinter? Woher kommt das Geld?

„Hate Aid“ ist eine gemeinnützige GmbH unter dem Dach der Stiftung Haus der Demokratie und Menschenrechte in Berlin und finanziert sich durch Spenden. Bei erfolgreichen Schadenersatz-Klagen wird „Hate Aid“ an den Erlösen beteiligt.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 28. Juli, 02:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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