STAND
AUTOR/IN

„Hermelinde“ heißt das Hoch über uns, dem wir diese vorerst letzten warmen Tage verdanken. Der Regenschirm ist aber ein guter Begleiter.

Juli und August, auf die sind wir kollektiv etwas sauer: zu nass, zu kalt, zu doof. Aber dafür macht jetzt der September das, was wir so vermisst haben: Sommerwetter. Es gibt wenige „Schönheitsfehler“ im Moment, denn Regen hat es abgesehen von einzelnen Berglandgewittern im September noch keinen gegeben.

Mittagsrunde. 🚲 Perfekte Temperatur. Perfekte Sonne. Perfekter Wind. Perfektes Alles. (Und vorbei an eine meiner Lieblingsbäume… und ja, ich hab sowas. 😂) https://t.co/SkUKMQbhDh

Wie lange bleibt das gute Wetter im Südwesten noch?

Der Mittwoch war voraussichtlich der wärmste Tag diese Woche – mit Temperaturen bis zu 28 Grad. Der Donnerstag wird laut dem Deutschen Wetterdienst ebenfalls noch sehr sonnig und warm. Ab dann gehen die Temperaturen etwas runter, am Wochenende gibt es teilweise trotzdem bis zu 25 Grad.

Alles ist so viel schöner, wenn die Sonne scheint. #schönesgegendoofes https://t.co/t913LX6fcP

Der Regen kommt ab Donnerstag – aber er ist warm

Es kommen zum Wochenende hin Schauer und Gewitter, aber die sind bei den bleibenden warmen Temperaturen besser auszuhalten.

Wie es dann in der kommenden Woche weitergeht, ist noch nicht sicher, die Bandbreite der Modelllösungen ist laut Deutschem Wetterdienst noch groß. Es gibt aber gewisse Chancen, dass sich wieder verstärkt Hochdruckeinfluss durchsetzen und damit vielleicht der goldene September fortsetzen kann.

Ein Klatschmohnfeld ist zu sehen (Foto: imago images, Imago)
Wer kann, sollte rausgehen – so schön ist der September! Imago

Fun facts: Wie ist das sonst mit der Sonne im September?

Das Jahr mit den meisten Hitzetagen im ersten Herbstmonat war an vielen Orten das Jahr 1947. Im Südwesten des Landes, wie beispielsweise in Karlsruhe, Freiburg oder Heidelberg, wurde an insgesamt zehn Tagen die 30-Grad-Marke überschritten. Ein Sommertag (über 25 Grad) gab es in der Spitze an über 20 Tagen.

Am kältesten war der September im Jahr 1912: Die monatliche Durchschnittstemperatur lag gerade mal bei 9,1 Grad.

Was die Sommermonate Juli und August nicht so recht geschafft haben, leistet nun der erste Herbstmonat: Stabiles und sonniges Sommerwetter. Im heutigen Tagesthema lesen Sie, was der erste Monat im Herbst noch so alles kann: https://t.co/5khkrxGTWh https://t.co/2O5hhLWnme

Regenreichster Sommer seit zehn Jahren

Der Blick aus dem Fenster zeigte in den vergangenen Wochen oft das gleiche Wetter: statt Sonne, blauem Himmel, 30 Grad – trüb und Regen. Das bestätigt auch der Deutsche Wetterdienst (DWD): Nach drei zu trockenen Sommern in Folge hat es in diesem Jahr so viel geregnet wie in nur wenigen Jahren seit Beginn der Wetteraufzeichnungen. Zwar war der Sommer laut DWD im Durchschnitt eher überdurchschnittlich warm. Aber: Es handelt sich um den regenreichsten Sommer seit zehn Jahren.

DWD-Bilanz #Deutschlandwetter #August 2021: Der letzte Sommermonat war mit 16,4 °C durchschnittlich warm, 30 Prozent zu nass und wies beim Sonnenschein ein Minus von 30 Prozent auf - auch wieder im Vergleich zur Referenzperiode 1961-1990. Details: https://t.co/b7tXhqjIIo /kis https://t.co/I6EMpAMKSV

Starkregen und Überschwemmungen

Baden-Württemberg zählte mit nahezu 395 Litern pro Quadratmeter zu den niederschlagsreichsten Regionen in diesem Sommer. Der war vor allem durch das Tief „Bernd“ und die verheerenden Unwetter an der Ahr und in Nordrhein-Westfalen geprägt.

Im Juni war Baden-Württemberg das mit Abstand niederschlagsreichste Bundesland, am stärksten regnete es in Oberschwaben. Am 23. Juni fielen zudem in Nürtingen-Reudern südöstlich von Stuttgart in nur wenigen Stunden 115 Litern pro Quadratmeter.

Baden-Württemberg

Deutscher Wetterdienst zieht Bilanz Sommer in Baden-Württemberg: So viel hat es geregnet

Regen, Regen, Regen - der Sommer ist dieses Jahr buchstäblich ins Wasser gefallen. In Baden-Württemberg war es mancherorts besonders nass.  mehr...

Bundesweit fielen im Sommer 2021 im Mittel rund 310 Liter pro Quadratmeter – auch das ist fast ein Drittel mehr als im Schnitt der Referenzperiode von 1961 bis 1990. Damit sei die seit drei Jahren andauernde Phase zu trockener Sommer beendet worden, teilte der DWD mit.

Wann ist eigentlich Herbstanfang?

Aber wann ist denn Herbstanfang? Gibt es da nicht verschiedene Daten? Ja – es gibt nämlich zwei Herbstanfänge: einmal den meteorologischen. Dieser beginnt am 1. September. Und den kalendarischen. Der beginnt am 22. September. Aber warum ist das so?

Der meteorologische Herbstanfang

Der meteorologische Herbstanfang fällt immer auf den ersten Tag des Monats, in dem die zweite sogenannte Tagundnachtgleiche des Jahres liegt. Das ist im September. Also beginnt der meteorologische Herbst immer am 1.9. Grund dafür ist vor allem, dass mit dem immer gleichen Datum einheitliche Wetteraufzeichnungen einfacher möglich sein sollen.

Der kalendarische Herbstanfang

Auf der gesamten Nordhalbkugel – und damit auch in Deutschland – beginnt der Herbst in diesem Jahr dagegen erst am 22. September. Das hat mit der sogenannten Herbst-Tagundnachtgleiche und der Nord-Süd-Wanderung der Sonne zu tun. Das Datum des kalendarischen Herbstanfangs, auch astronomischer Herbstanfang genannt, variiert von Jahr zu Jahr und fällt daher auf unterschiedliche Daten im September.

STAND
AUTOR/IN
SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 18. Mai, 5:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

Dauer

Meistgelesen

  1. Kinderfahrräder im Test Nur drei von zwölf Räder haben die Tester überzeugt

    Die gute Nachricht: Den Praxistest haben alle Kinderfahrräder gut bestanden. Doch nicht alle Materialien sind im Belastungstest auch langlebig. Welches Rad ist Testsieger?  mehr...

  2. Liveblog zum Krieg in der Ukraine Filmfestspiele in Cannes eröffnen mit Rede von Selenskyj

    Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen: Während die Welt den Einmarsch verurteilt, zerstören russische Truppen Städte und Infrastruktur. Alle Infos dazu.  mehr...

  3. Russland muss sie menschenwürdig behandeln Stahlwerk in Mariupol: Ukrainer gerettet, aber gefangen

    Russland hat zugelassen, dass mehr als 260 Soldaten aus dem Stahlwerk dürfen. Busse haben sie abtransportiert. Aber frei sind sie damit noch nicht.  mehr...

  4. Landkreis Ludwigsburg

    Tragödie im Landkreis Ludwigsburg Bluttat von Eberdingen: Ermittlungen bestätigen Verdacht

    Neue Erkenntnisse drei Tage nach dem Tod mehrerer Familienmitglieder: Es ging wohl um eine geplante Trennung.  mehr...

  5. Türkei blockiert Nato-Beitritt Erdogan gegen Finnland und Schweden: Der Streit geht weiter!

    Die Türkei ist in der Nato – und Finnland kündigt einen Mitgliedsantrag an. Doch der türkische Präsident Erdogan sagt Nein. Für ein Ja will er offenbar eine Gegenleistung.  mehr...

  6. Neue Regeln für Baden-Württemberg geplant Müssen beim Kuchenverkauf von Schule und Kita bald Steuern gezahlt werden?

    Beim Kuchenverkauf von Schulen und Kitas könnte sich bald etwas ändern: In Baden-Württemberg wird über die Einführung einer Steuer diskutiert.  mehr...