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Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Bald soll er kommen, der Corona-Impfstoff. Bis Mitte Dezember soll klar sein, wie die Verteilung funktioniert. Die drei ersten Standorte für Impfzentren wurden bereits bekannt.

Es stehe fest, dass solche Zentren in den Messen in Ulm, Freiburg und Offenburg errichtet werden, sagte Sozialminister Manfred Lucha (Grüne) der Heilbronner Stimme und dem Mannheimer Morgen. Die Verhandlungen mit den Kommunen über weitere Standorte stünden vor dem Abschluss.

Gerade haben das Mainzer Unternehmen Biontech und sein US-Partner Pfizer eine Notfallzulassung ihres Impfstoffs beantragt. Aber immer noch ist nicht ganz klar, wann das Mittel auf den Markt kommt (hier der vorläufige Plan, wer den Impfstoff als Erstes bekommen soll).

BW: Ein bis zwei Corona-Impfzentren pro Kreis geplant

Baden-Württemberg will bis zum 15. Dezember in jedem seiner vier Regierungsbezirke zwei zentrale Impfzentren errichten. Lucha zufolge sollen diese das Personal von den Universitätskliniken in Freiburg, Heidelberg, Tübingen und Ulm beziehen. In einem zweiten Schritt sollen dann ein bis zwei Kreisimpfzentren pro Stadt- und Landkreis aufgebaut werden.

Lucha betonte, Bund und Länder teilten sich die Kosten für den Betrieb der Impfzentren, man rechne mit Kosten im hohen zweistelligen Millionenbereich. Das Geld nehme man aus den Corona-Rücklagen. Der Bund besorge den Impfstoff und übernehme die Kosten hierfür.

 Rheinland-Pfalz plant bis zu 36 Impfzentren

Auch In Rheinland-Pfalz soll die Infrastruktur für flächendeckende Corona-Impfungen ab Mitte Dezember startklar sein. Geplant sind hier bis zu 36 Impfzentren – eins in jedem der 24 Kreise und in jeder der 12 kreisfreien Städte. Dazu kommen mobile Teams etwa für Pflegeheime.

Den ersten Corona-Impfstoff werde es aber voraussichtlich erst Anfang 2021 geben, sagte Gesundheitsministerin Sabine Bätzing-Lichtenthäler heute in Mainz. Für die Impfungen gegen das Coronavirus sei eine völlig neue Strategie notwendig.

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