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Überschwemmungen, Erdbeben, Waldbrände – seit 2002 gibt es einen europäischen Solidaritätsfonds. Der hilft EU-Ländern, mit den Folgen großer Naturkatastrophen fertig zu werden.

Die EU-Länder können Geld aus dem Hilfsfonds beantragen, um zum Beispiel die zerstörte Energieversorgung wiederherzustellen oder kaputte Wasserleitungen und Telefonnetze zu reparieren. Außerdem gibt die EU auch Geld für Notunterkünfte, für die medizinische Versorgung, die Aufräumarbeiten und für Maßnahmen zum Schutz des Kulturerbes. Der Fonds ist auf solche Schäden beschränkt, für die es keine Versicherung gibt.

EU-Hilfsgelder richten sich nach den tatsächlichen Kosten

In diesem Jahr stehen rund 600 Millionen Euro bereit. Dazu kommt Geld aus dem Vorjahr, das nicht abgerufen worden ist. Im vergangenen Jahr hat Kroatien beispielsweise nach dem schweren Erdbeben 680 Millionen Euro bekommen.

Finanzielle Hilfe beantragen können alle 27 Mitgliedstaaten sowie die Länder, mit denen die EU gerade Beitrittsverhandlungen führt. Dafür müssen die Schäden eine bestimmte Grenze übersteigen. Für Deutschland liegt die Schwelle bei 3,6 Milliarden Euro. Die Hilfsgelder richten sich nach den tatsächlichen Kosten.

Würde die Bundesregierung zum Beispiel als Folge der Hochwasserkatastrophe einen Schaden von sechs Milliarden Euro melden, könnte sie mit einem Zuschuss von rund 230 Millionen rechnen.

Vom Antrag bis zur Auszahlung können Monate vergehen

Der Antrag muss spätestens zwölf Wochen nach dem aktuellen Ereignis in Brüssel eingehen und wird dann von der EU-Kommission geprüft. Gibt die Kommission grünes Licht, müssen noch das Europaparlament und der Rat der Europäischen Union, die Vertretung der Mitgliedstaaten, zustimmen. Das Verfahren kann sich also über Monate hinziehen. 

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Radionachrichten 4. Juli, 5:30 Uhr - SWR3 Nachrichten

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