STAND
AUTOR/IN

Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Hochwasser und Unwetter. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 14.7. bis 21.7.2021.

SWR3 hält euch auf dem Laufenden: Unwetterwarnungen und Wettervorhersagen im Detail findet ihr hier: SWR3 Wetter. Auf unserer interaktiven Karte könnt ihr außerdem die aktuellen Pegelstände in eurem Ort in Echtzeit sehen.

RLP: Zahl der Opfer steigt auf 125, noch 155 Vermisste

21.7.2021, 23:06 Uhr – Die Zahl der Menschen, die bei der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler ums Leben gekommen sind, hat sich weiter erhöht: von 123 auf 125. Das berichtete Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Abend auf dem Nürburgring. 764 Verletzte seien bisher behandelt worden. 155 Menschen würden noch immer vermisst, hatte Polizei-Einsatzleiter Heinz Wolschendorf zuvor in Bad Neuenahr-Ahrweiler gesagt. Fast 42.000 Menschen seien von der Katastrophe betroffen. Insgesamt haben damit in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mindestens 172 Menschen durch das Hochwasser ihr Leben verloren.

Ahrweiler

Merkel und Dreyer sagen finanzielle Hilfe zu Mehr als 120 Todesopfer im Kreis Ahrweiler – Soforthilfen beschlossen

Immer deutlicher wird das Ausmaß der Flutkatastrophe in dem schwer getroffenen Kreis Ahrweiler erkennbar. Die Zahl der Toten musste erneut nach oben korrigiert werden. Außerdem sollen Finanzhilfen für Betroffene kommen.  mehr...

„Fridays for Future“ planen Spendenaktion

21.7.2021, 18:05 Uhr – Aktivisten von „Fridays for Future“ wollen übermorgen bundesweit Spenden für die Opfer der Hochwasserkatastrophe sammeln. Man plane Hilfsaktionen und Solidaritätsbekundungen für die Betroffenen, teilte die Klimaschutzbewegung mit. Gleichzeitig solle mit Demonstrationen auf den Zusammenhang zwischen häufigeren Extremwetter-Ereignissen und dem Klimawandel aufmerksam gemacht werden.

Seehofer will Warnsystem verbessern

21.7.2021, 16:03 Uhr – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will die Warnmeldungen in Katastrophen-Fällen verbessern. Ein Konzept für das Verschicken von Nachrichten an alle Handy-Nutzer in einer bestimmten Region solle noch vor der Bundestagswahl fertig sein, sagte Seehofer in Berlin. Registrieren müsse man sich dafür nicht. Genutzt werden sollten auch Katastrophenschutz-Apps. Außerdem sei er dafür, die Warnung durch Sirenen wieder auszubauen.

Erftstadt: Feuer in Entsorgungsanlage

21.7.2021, 14:37 Uhr – Im von der Flutkatastrophe schwer getroffenen Erftstadt ist auf dem Gelände eines Entsorgungsunternehmens ein Feuer ausgebrochen. Der Brand hat möglicherweise auch Auswirkungen auf die Aufräumarbeiten. Laut Betreiber brennt die Sortier-Anlage, in die bisher der Sperrmüll aus den umliegenden Hochwassergebieten gebracht wurde. Die Anlage werde wohl mindestens mehrere Tage lang ausfallen.

Versicherer rechnen mit Milliardenschäden

21.7.2021, 14:32 Uhr – Nach der Flutkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen rechnen Versicherer mit Schäden in Höhe von vier bis fünf Milliarden Euro. Das hat der Hauptgeschäftsführer des Gesamtverbands der Deutschen Versicherungswirtschaft, Jörg Asmussen, mitgeteilt. Die Schäden dürften sogar noch über den gut 4,6 Milliarden Euro liegen, die das Hochwasser an Elbe und Oder im August 2002 verursacht hatte. Die Überschwemmungen der vergangenen Tage in Bayern und Sachsen sind demnach noch nicht eingerechnet. Asmussen geht davon aus, dass dieses Jahr mit Stürmen, Überschwemmungen, Starkregen und Hagel zum schadenträchtigsten Jahr seit 2002 wird.

RLP richtet Online-Hilfsportal ein

21.7.2021, 12:44 Uhr – Das Land Rheinland-Pfalz hat im Internet eine Plattform für Fluthilfe eingerichtet. Das hat Sozialminister Alexander Schweitzer (SPD) mitgeteilt. Dort sollen Hilfsangebote wie Kleiderspenden und Transportmöglichkeiten koordiniert werden. Bürgerinnen und Bürger können solche Angebote einstellen – Betroffene können auf der Plattform angeben, was sie brauchen. Das Angebot steht neben Privatpersonen auch Unternehmen und Organisationen offen. Jeder und jede könne helfen, hieß es von der Landesregierung.

++ Bitte #retweeten & weitersagen ++ Online-Plattform für Hilfsangebote! Durch #Hochwasserkatastrophe haben viele in #RLP alles verloren. Über die neue Online-Plattform der Landesregierung kommt das, was vor Ort gebraucht wird, an der richtigen Stelle an: https://t.co/3lHdl9sylE https://t.co/BX09CZeki1

Aktuelle Lage in Rheinland-Pfalz

12:36 Uhr – Die Menschen in den Überschwemmungsgebieten an der Ahr in Rheinland-Pfalz sorgen sich um die hygienischen Bedingungen. Noch immer sind viele Ortschaften ohne Strom. Fließendes oder gar warmes Wasser gibt es nur dort, wo schon Trinkwasseraufbereitungsanlagen installiert worden sind. Die Bewohner behelfen sich mit Gasöfen, auf denen sie Wasser abkochen. Die Behörden warnen davor, Wasser aus der öl-, chemikalien- und bakterienbelasteten Ahr zu entnehmen, es drohe die Gefahr einer Seuche. Das Deutsche Rote Kreuz sucht dringend Blutspender für die Hochwassergebiete, es fehle schon seit längerem gravierend an Blutpräparaten. Die Bundeswehr kümmert sich darum, ob die Helferinnen und Helfer eine Tetanusimpfung haben und bietet Impfstoff an.

200 Millionen Euro: Bundeskabinett beschließt Hochwasserhilfe

21.7.2021, 11:09 Uhr – Eine Woche nach Beginn der Hochwasserkatastrophe hat das Bundeskabinett eine millionenschwere Soforthilfe auf den Weg gebracht. Der Bund beteiligt sich nach dem Beschluss vom Mittwoch mit bis zu 200 Millionen Euro zur Hälfte an den Hilfen aus den Bundesländern. Insgesamt stünden demnach bis zu 400 Millionen Euro zur Verfügung.

Mit dem Geld sollen die schlimmsten Schäden an Gebäuden und kommunaler Infrastruktur beseitigt und besondere Notlagen überbrückt werden. Außerdem ist ein milliardenschwerer Aufbaufonds geplant. Über dessen genaue Höhe soll aber erst entschieden werden, wenn das Ausmaß der Schäden besser absehbar ist. Nach der Katastrophe mit inzwischen mehr als 170 Todesopfern hatten Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) schnelle unbürokratische Hilfen versprochen.

Altmaier: „Am Geld wird es nicht scheitern“

21.7.2021, 7:30 Uhr – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) unterstreicht, dass bei den geplanten Hilfen nach dem Hochwasser erstmals auch die Überbrückung von Umsatzausfällen möglich sein soll. Die Einzelheiten, ob die Corona-Flut-Pauschale tatsächlich auf 10.000 Euro pro geschädigtes Unternehmen begrenzt wird oder ob es eine andere Regelung geben werde, wolle der Bund in den nächsten vier bis fünf Tagen mit den Ländern regeln, sagte Altmaier im Deutschlandfunk. „Wir werden heute Klarheit schaffen, dass es am Geld nicht scheitern wird.“ Die Inhaber von Restaurants, Cafés oder Friseurbetrieben sollten am Ende die Gewissheit haben, dass sie nicht durch die Katastrophe in die Insolvenz getrieben würden.

Kabinett berät über Soforthilfen für Katastrophengebiete

21.7.2021, 0:58 Uhr – Die Bundesregierung will Hilfen für die Flut-Opfer auf den Weg bringen. Das Kabinett soll am Morgen Bundeshilfen von 200 Millionen Euro beschließen – die beiden betroffenen Länder Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sollen auch 200 Millionen Euro bereitstellen. Ziel ist es, das Geld möglichst unkompliziert bereitzustellen.

Mit dem Geld sollen die unmittelbaren Schäden an Gebäuden und kommunaler Infrastruktur beseitigt werden. Außerdem will der Bund dazu beitragen, akute Notlagen vor Ort zu überbrücken. Die Bundesregierung spricht von einer nationalen Aufgabe. Viele Bürgerinnen und Bürger stünden vor dem Nichts und seien dringend auf solidarische Hilfe angewiesen. Wer welchen akuten Bedarf hat, soll mit den Ländern und Kommunen schnell vor Ort geklärt werden.

Deutschland

Spenden & helfen SWR3Land hilft – digitale Pinnwand für Hochwasser-Nothilfe

Die Überschwemmungen haben viele hart getroffen – manche haben sogar alles verloren, was sie hatten. Aber SWR3Land hält zusammen! Viele wollen helfen – das könnt ihr tun.  mehr...

Bundesdatenschutzbeauftragter: Keine Bedenken gegen Cell-Broadcast

21.7.2021, 0:23 Uhr – Der Bundesdatenschutzbeauftragte hat keine Bedenken gegen eine Einführung des Katastrophenwarnsystems Cell-Broadcast in Deutschland, mit dem Behörden die Bevölkerung auf Gefahren per SMS auf Handys hinweisen können. Dem Datenschutz stehe das nicht entgegen, sagte Sprecher Christof Stein dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Lösung sei sogar sehr datenschutzfreundlich, weil sie keine Daten sammelt, sondern nur wie ein Radiosender Informationen verschickt.

THW: Kaum noch Chancen, Überlebende zu finden

21.7.2021, 0:00 Uhr – Die Vizepräsidentin des Technischen Hilfswerks (THW), Sabine Lackner, sieht nur noch wenig Chancen, nach den Überschwemmungen im Westen Deutschlands Überlebende zu finden. „Wir suchen aktuell noch nach Vermissten, etwa beim Räumen der Wege oder Auspumpen der Keller“, sagt Lackner dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. „Zu diesem Zeitpunkt ist es aber leider sehr wahrscheinlich, dass man Opfer nur noch bergen kann, nicht mehr retten.

RLP beschließt Soforthilfen für Betroffene der Flutkatastrophe

20.7.2021, 20:05 Uhr – Die rheinland-pfälzische Landesregierung hat Soforthilfen für die Betroffenen der Flutkatastrophe beschlossen. Haushalte bekommen nach den Worten von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zwischen 1.500 und maximal 3.500 Euro. Wie viel genau, hängt von der Personenzahl ab. Das Geld solle unbürokratisch über die Kreisverwaltungen verteilt werden, und zwar ohne Schadens- oder Vermögensprüfung.

Polizei Koblenz: 122 Tote im Kreis Ahrweiler, 155 Vermisste

20.7.2021, 18:23 Uhr – Die Zahl der Todesopfer der Unwetterkatastrophe im Kreis Ahrweiler ist laut Polizei Koblenz auf 122 gestiegen. Bisher war die Rede von 117 Toten gewesen. Die Zahl der Verletzten stieg auf 763. Aktuell würden noch 155 Menschen vermisst, sagte der Sprecher.

Von den Folgen des Hochwassers im Kreis Ahrweiler sind der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) zufolge etwa 40.000 Menschen betroffen. Es sei eine „ungeheure große Zahl von Menschen“ auf einer „ungeheuren Fläche“, sagte der Leiter des Krisenstabes des Landes und ADD-Präsident Thomas Linnertz. „So etwas haben wir noch nie erlebt. Das ist eine große Herausforderung.“ Die Lage sei sehr angespannt.

Im Ahrtal seien rund 2.500 Kräfte im Hilfseinsatz, darunter 800 Soldaten der Bundeswehr, 200 Helfer des Technischen Hilfswerks und rund 800 Feuerwehrleute. Für die psychosoziale Notbetreuung seien etwa 300 Menschen im Einsatz, sagte Linnertz.

Merkel offen für Ausbau des Frühwarnsystems per SMS

20.7.2021, 14:25 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist offen für den Aufbau eines Warnsystems bei Katastrophen über SMS. Dieses cell broadcasting könne die bestehenden Warnsysteme zwar ergänzen, diese aber nicht ersetzen, sagte Merkel. Die Nina-App etwa habe den Vorteil, dass sie auch noch funktioniere, wenn der Mobilfunk ausgefallen sei und keine SMS-Warnung mehr möglich ist. Dennoch werde man sich das System anschauen, das Mobilfunkanbieter in Deutschland aber bisher nicht angeboten hätten. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sagt, er habe schon mit einem Mobilfunkanbieter gesprochen. Man habe aber auch erkannt, dass man wieder verstärkt auf analoge Warnsystem wie Sirenen setzen müsse.

Merkel: Wiederaufbau in Flutgebieten wird lange dauern

20.7.2021, 14:20 Uhr – Nach Einschätzung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wird der Wiederaufbau in den Flutgebieten lange Zeit brauchen. Laschet verwies darauf, dass etwa zentrale Autobahnen durch das Land betroffen sind. Merkel sagte, es seien viele Brücken zerstört worden. Laschet sagt, man müsse sich stärker auf künftige Extremwetter vorbereiten. Die NRW-Regierung habe gerade das erste Klima-Anpassungsgesetz in Deutschland beschlossen. „Das wird viele Milliarden beanspruchen“, sagte Laschet. Er würde sich wünschen, dass alle Bundesländer dem NRW-Vorbild folgten.

Mann verliert Ehering im Schlamm – und findet ihn wieder

20.7.2021, 14:11 Uhr – Ein Mann aus dem Kreis Ahrweiler hat im Hochwasser seinen Ehering verloren – und ihn wiedergefunden. Der Ring sei im Schlamm wieder aufgetaucht, erzählte der Mann der Deutschen Presse-Agentur. Vor dem Hochwasser habe er den Ring wie immer auf einen Sekretär neben das Bild seiner Frau gelegt. Als das Haus überschwemmt worden sei, sei der Ring dann weggewesen. „Heute gehe ich da rüber zu den großen Kanistern, hol frisches Wasser, und da finde ich ihn im Schlamm wieder.“ Er habe etwas glänzen sehen. Dann sei seine Frau gekommen, damit diese ihm den Ring wieder anstecke. Er werde ihn nie wieder abnehmen, sagte der Mann. Der Landkreis Ahrweiler ist von der Flutkatastrophe schwer getroffen worden.

Bahn: Wiederaufbau wird Monate dauern

20.7.2021, 14:10 Uhr – Die Deutsche Bahn rechnet mit einem monatelangen Wiederaufbau der Trassen. „Allein sieben Regionalverkehrsstrecken sind so stark von den Wassermassen zerstört, dass die DB sie neu bauen oder umfangreich sanieren muss“, teilte die Bahn mit. „Die Reparatur- und Wiederaufbaumaßnahmen werden Wochen und Monate dauern.“ Insgesamt seien 600 Kilometer Gleise betroffen. In Regierungskreisen hieß es, die Schäden beliefen sich auf mindestens 1,3 Milliarden Euro.

Kretschmann für verpflichtende Elementarversicherung

20.7.2021, 13:53 Uhr – Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) hat nach der Hochwasserkatastrophe im Westen Deutschlands die Wiedereinführung einer verpflichtenden Elementarschadenversicherung für alle Gebäudebesitzer gefordert. Alle Immobilienbesitzer müssten in eine Solidargemeinschaft gehen, sonst werde das Folgen haben, die man nicht mehr gut bewältigen könne, sagte Kretschmann. In Baden-Württemberg liege die Versicherungsquote bei 90 Prozent, in anderen Ländern aber nur bei 30 Prozent. Kretschmann hatte das schon früher gefordert – er kündigte an, sich in der Ministerpräsidentenkonferenz im Herbst noch einmal dafür einsetzen zu wollen. Als Elementarschäden gelten Schäden, die durch Naturereignisse wie Starkregen, Hochwasser oder Erdrutsche verursacht werden.

Wieder Fake-News: Polizei zieht nicht aus Krisengebiet ab

20.7.2021, 12:52 Uhr – Die Polizei hat vor falschen Durchsagen im Katastrophengebiet im Norden von Rheinland-Pfalz gewarnt. Dort sollen Fahrzeuge unterwegs sein, die so ähnlich aussehen wie Polizeiautos, teilte die Polizei in Koblenz mit. Mit diesen Fahrzeugen werde „wahrheitswidrig“ verbreitet, dass die Zahl der Einsatzkräfte verringert werde. „Das ist eine Falschmeldung“, betonte die Polizei in der Mitteilung. „Die Polizei reduziert die Anzahl der Einsatzkräfte nicht und befindet sich weiterhin ohne Unterbrechung im Katastrophengebiet.

Polizei Koblenz: Berichte über Plünderungen sind falsch

20.7.2021, 11:42 Uhr – Die Polizei in Koblenz widerspricht kursierenden Berichten, in der besonders stark von Hochwasser betroffenen Krisenregion im Landkreis Ahrweiler sei es zu Plünderungen gekommen. „Die Polizei kann diese Informationen nicht bestätigen. Jedem Hinweis und jeder Meldung in dieser Sache sind die nach wie vor mit starker Präsenz im Einsatzraum befindlichen Kräfte nachgegangen.“ Meldungen über verdächtige Personen an beschädigten Gebäuden hätten sich oftmals vor Ort nicht bestätigt, da sich die Personen berechtigt dort aufgehalten hätten.

Bayern stellt 50 Millionen Euro Soforthilfe bereit

20.7.2021, 10:00 Uhr – Bayern stellt einem Medienbericht zufolge zunächst 50 Millionen Euro Soforthilfe für die Flutopfer zur Verfügung. Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagt dem Bayerischen Rundfunk, wer Flutschäden erlitten habe, könne mit einer ersten Unterstützung von 5.000 Euro rechnen. In Extremfällen könne auch der ganze Schaden ersetzt werden.

Ministerium: Wetterdienst informierte am 12. Juli über Starkregen

20.7.2021, 9:00 Uhr – Der Deutsche Wetterdienst hat nach Angaben des Bundesverkehrsministeriums am 12. Juli 2021 um 6:00 Uhr über die bevorstehenden Starkregenereignisse informiert. „Diese Information ging an die zuständigen Katastrophenschutzstellen der Länder, Landkreise und Kommunen“, teilt ein Sprecher mit. Er weist darauf hin, dass daraus folgende Schutzmaßnahmen von den Einsatzkräften vor Ort zu treffen seien. Der Deutsche Wetterdienst habe nachvollziehbar auch die Frühwarnungen des EFAS (European Flood Awareness System) verarbeitet. Dieses europäisches Frühwarnsystem liefere auf Basis der mittelfristigen Vorhersage (14 Tage) Warnungen für alle europäischen Länder.

Haben die Warnsysteme versagt? Hochwasser-Kritik: Wer hat Schuld an der Katastrophe in NRW und RLP?

Hätte man die Menschen in den Hochwassergebieten nicht früher und besser warnen können? Über Warnsysteme und Bevölkerungsschutz ist ein Streit entbrannt.  mehr...

Nationaler Trauertag in Belgien

20.7.2021, 8:30 Uhr – Belgien gedenkt der Opfer der verheerenden Überschwemmungen mit einem nationalen Trauertag. Für den Mittag ist eine landesweite Schweigeminute geplant. König Philippe, Regierungschef Alexander de Croo und der wallonische Ministerpräsident Elio di Rupo wollen außerdem die Gemeinde Vervier in den Ardennen besuchen. Dort sind die Zerstörungen nach den Überschwemmungen besonders groß. Nach offiziellen Angaben sind in den Wassermasen 31 Menschen ums Leben gekommen.

RLP-Kabinett berät über Sonderimpfaktion und Hilfen

20.7.2021, 7:55 Uhr – Das rheinland-pfälzische Gesundheitsministerium plant eine Sonderimpfaktion im Katastrophengebiet. Eine Sprecherin sagte dem SWR, wegen der heiklen Lagen in den Hochwassergebieten stelle die Planung eine größere Herausforderung dar. Die Landesregierung befürchtet, dass es vermehrt Infektionen geben könnte, weil im Krisengebiet zur Zeit viele Menschen eng zusammen kommen.

Im Kabinett geht es auch darum wie die 50 Millionen Euro Soforthilfe des Landes für die Wiederherstellung der Infrastruktur verteilt werden sollen – und wie mit den Geldspenden für die Betroffenen der Hochwasserkatastrophe umgegangen werden soll.

Behörden warnen: Wasser der Ahr nicht trinken!

20.7.2021, 6:30 Uhr – Die Menschen an der Ahr werden davor gewarnt, das Wasser des Flusses zu trinken oder es zur Reinigung von Gegenständen zu nutzen. Das Ahr-Wasser sei durch Heizöl, Abwasser sowie Schlamm und Unrat stark verunreinigt, teilte das Pressezentrum Hochwasser-Ahrweiler am Montagabend mit. „Bitte sprechen Sie die Einsatzkräfte vor Ort auf verfügbares Trink- und Brauchwasser an.“

⚠️Achtung ⚠️ Bitte das Wasser der Ahr NICHT als Trink- oder Brauchwasser zum Waschen von Kleidung nutzen! Es ist dafür nicht geeignet. Wenn Ihr Wasser benötigt, wendet Euch an die örtlichen Einsatzkräfte. #Ahr #Ahrweiler #Hochwasser #UnwetterlageRLP

Trier: Unterstützung durch Hilfsangebote

20.7.2021, 4:37 Uhr – Die Aufräumarbeiten in den Katastrophengebieten laufen - auch in der Region Trier in Rheinland-Pfalz. Die Menschen dort bekommen viel Hilfe, etwa bei der Beseitigung des Unrats. Dennoch machen sich die Menschen angesichts der großen Zerstörung weiterhin Sorgen - vor allem, wenn sie keine Elementarversicherung haben. Die Uni Trier bietet für betroffene Erwachsene und Kinder eine psychosoziale Beratung per Video oder vor Ort an. Der Abfallzweckverband hat nach eigener Aussage in der Region Trier bisher mehr Sperrmüll gammelt als sonst in einem ganzen Jahr. 14.000 Tonnen seien zusammengekommen und das sei erst die Hälfte von dem, was noch abgeholt werden müsse.

Berchtesgadener Land: Hochwasser-Lage bedroht Tourismus

20.7.2021, 2:41 Uhr – Im Berchtesgadener Land beruhigt sich die Lage. Die Pegel der Bäche sind wieder im Normalbereich, Bewohner konnten in ihre Häuser zurückkehren. Und auch der Katastrophenfall ist seit Mitternacht beendet. Doch von völliger Normalität ist der Talkessel noch weit entfernt. Der Nationalpark warnt vor Ausflügen ins Schutzgebiet. Viele Wege seien nicht passierbar. Das droht den für die Region wichtigen Wirtschaftszweig Tourismus zu schädigen.

Angst vor Corona in Katastrophen-Gebieten

20.7.2021, 0:16 Uhr – In den Landesregierungen von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz wird befürchtet, dass durch die Hilfsaktionen und die Unterbringung vieler Menschen in Notunterkünften die Zahl der Corona-Infektionen steigt. Ein Sprecher des rheinland-pfälzischen Corona-Kommunikationsstabs sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, man müsse jetzt aufpassen, dass die Bewältigung der Katastrophe nicht zu einem Superspreader-Event werde. In den betroffenen Gebieten solle es bald Sonderimpfaktionen geben.

News-Ticker zum Coronavirus Söder: Testpflicht bei Einreise schon ab 1. August

Die bundesweite Sieben-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen steigt weiter leicht an. Im Moment gibt es aber noch überall weitreichende Lockerungen. Alle aktuellen Entwicklungen gibt es im Corona-Ticker.  mehr...

Deutschlandweit 164 Todesopfer bestätigt

19.7.2021, 23:18 Uhr – Nach der Unwetterkatastrophe in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen wird weiter nach Vermissten gesucht. Deren Zahl ist noch unklar. Nach offiziellen Angaben sind 164 Todesopfer bestätigt. Unterdessen warnen die Behörden in Rheinland-Pfalz, Wasser aus der Ahr zu trinken oder damit Gegenstände zu reinigen. Heizöl, Abwasser und Unrat hätten das Wasser stark verunreinigt. Morgen will Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) das Katastrophen-Gebiet in Nordrhein-Westfalen besuchen.

Wie gut hat das Frühwarnsystem funktioniert?

19.7.2021, 17:20 Uhr – Mindestens 160 Menschenleben hat die Flutkatastrophe in Deutschland gekostet. Und natürlich stellt sich auch die Frage: Wie gut hätte das verhindert werden können? Hätte das Warnsystem besser funktionieren müssen? Die britische Wissenschaftlerin Hannah Cloke wirft den deutschen Behörden „monumentales“ Systemversagen vor. Die Forscherin war am Aufbau des „Europäischen Hochwasseraufklärungssystems“ beteiligt. Bereits vier Tage vor den ersten Überschwemmungen hätte es klare Hinweise gegeben, die allerdings nicht bei der Bevölkerung angekommen seien, so Cloke. Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe, Armin Schuster, verteidigt allerdings seine Behörde gegen die Kritik.

Katastrophenschutz "Unser Warnsystem hat funktioniert"

Mehr als 160 Menschen sind tot, es gibt verheerende Sachschäden. Hätte das verhindert werden können, wenn besser gewarnt worden wäre? Experten sprechen von Versäumnissen, der Chef…  mehr...

Seehofer: Wiederaufbau kostet Milliarden

19.7.2021, 16:36 Uhr – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) rechnet damit, dass der Wiederaufbau nach der Hochwasserkatastrophe Milliarden kosten wird. Im Krisengebiet Ahrweiler sprach Seehofer mit Helferinnen und Helfern des Technischen Hilfswerks. Seehofer nannte die Flutkatastrophe eine unfassbare Tragödie. Auch die Analysten der Rückversicherer rechnen mit Kosten in Milliardenhöhe. Allein auf die Allianz kämen wohl Ausgaben von 200 bis 300 Millionen Dollar zu, schreiben die Experten der Investmentbank Berenberg. Sie verweisen darauf, dass vor allem kleinere Ortschaften von der Flut betroffen seien. In Deutschland seien etwa 45 Prozent der Gebäude gegen Hochwasserschäden versichert. Die Aufräumarbeiten in den Flutgebieten von Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen gehen unterdessen weiter.

Lewentz: Immer noch tausende Menschen vermisst

In Rheinland-Pfalz werden nach der Hochwasserkatastrophe immer noch viele Menschen vermisst. Innenminister Roger Lewentz (SPD) geht von einer Zahl im vierstelligen Bereich aus. Genauer könne er es derzeit nicht angeben, sagte er bei einem Besuch in Bad Neuenahr-Ahrweiler. Die Polizei arbeite die Vermisstenmeldungen sehr konsequent ab. Die Suche sei nach wie vor schwierig, weil die Mobilfunksysteme immer nicht funktionierten.

DRK: Versorgung mit Blutkonserven in Gefahr

19.7.2021, 13:58 Uhr – Das Rote Kreuz ruft nach der Hochwasserkatastrophe zum Blutspenden auf. Die ausreichende Versorgung mit Blutkonserven sei akut gefährdet, teilte der Blutspendedienst des DRK mit. In den vom Unwetter betroffenen Gebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sei die Infrastruktur dermaßen geschädigt, dass vielerorts auf absehbare Zeit keine Blutspendetermine mehr organisiert werden könnten. Die Folge sei ein gravierender Mangel an Blutkonserven. Bürger seien daher aufgerufen, Blut zu spenden.

SWR3Land hilft: Suchfunktion auf digitaler Pinnwand

19.7.2021, 13:45 Uhr – Wir haben unsere digitale Pinnwand für Hilfsangebote um eine Suchfunktion erweitert. Damit könnt ihr ganz gezielt nach Hilfsangeboten suchen und Euch diese direkt anzeigen lassen. So vermeidet ihr langes Scrollen und kommt direkt zur Hilfe, die ihr benötigt. Die Hilfsbereitschaft in SWR3-Land ist unglaublich. Wir sind überwältigt von der tollen Solidarität und wollen uns schon jetzt von Herzen dafür bedanken!

Rathaus von Tel Aviv leuchtet in deutschen Farben

19.7.2021, 13:38 Uhr – Am Sonntagabend hat das Rathaus von Tel Aviv in den Farben der deutschen Flagge – Schwarz, Rot, Gold – geleuchet. Tel Avivs Bürgermeister Ron Huldai schrieb auf Twitter, dass er im Namen der Bürger der Stadt dem deutschen Volk und den vielen Freunden im Land seine Beileid ausspreche. „Unsere Gedanken sind bei allen, die von den verheerenden Überschwemmungen betroffen sind“, so Huldai. Israels neuer Präsident Jitzchak Herzog hatte zuvor sein Beileid ausgesprochen und Hilfe angeboten. 

On behalf of the residents of @TelAviv-Yafo, I’m sending my condolences to the German people and our many friends in the country. Our thoughts are with all those affected by the devastating floods.🇩🇪 https://t.co/jLllvAtg0E

RLP: Winzer verlieren komplette Weinbestände

19.7.2021, 13:27 Uhr – Viele Winzer an der Ahr haben durch das Hochwasser ihre gesamten Weinbestände verloren. Die Winzer hätten kaum noch Flaschen oder Fässer im Keller, sagte der Kreisvorsitzende des Bauern- und Winzerverbandes Ahrweiler, Franz-Josef Schäfer, dem SWR. Fässer seien vom Hochwasser weggespült worden. Aber auch Traktoren und Ausrüstung wie etwa Spritzen seien weg oder unbrauchbar. Gleichzeitig sorgen sich die Winzer um die kommende Ernte, denn durch das feuchte, warme Wetter drohe den Reben Pilzbefall. Aktuell versuchen die Winzer, eine Ausnahmegenehmigung einzuholen, damit sie die Weinberge per Hubschrauber spritzen können, so Schäfer. Die Hilfsbereitschaft von Winzern aus umliegenden Anbaugebieten wie Mittelrhein, Mosel und Rheinhessen sei sehr groß. Winzer hätten ganze Kolonnen von Arbeitern an die Ahr geschickt, um bei den aktuellen Laubarbeiten im Weinberg zu helfen.

Seehofer: Katastrophenschutz bleibt föderal

19.7.2021, 12:11 Uhr – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) will nicht an der föderalen Struktur des Katastrophenschutzes rütteln. Diese sei richtig, „und zwar seit Jahrzehnten“, sagt Seehofer bei einem Besuch an der Steinbachtalsperre im nordrhein-westfälischen Kreis Euskirchen. „Zentralismus verbessert hier gar nichts.“ NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU), der Seehofer begleitet, sagte, es müsse analysiert werden, wie Katastrophen-Meldungen besser gemacht werden könnten. Nach der Hochwasser-Katastrophe hatte es Kritik gegeben, die betroffenen Menschen seien unzureichend oder nicht früh genug gewarnt worden.

Bund will auch Flutopfern in Bayern und Sachsen helfen

19.7.2021, 11:54 Uhr – Der Bund wird nicht nur den Flutopfern in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz helfen, sondern auch denen in Sachsen und Bayern. Das sagte eine Regierungssprecherin.

Lewentz rechnet mit noch mehr Toten in Rheinland-Pfalz

19.7.2021, 11:20 Uhr – Der rheinland-pfälzische Innenminister Roger Lewentz (SPD) rechnet mit noch mehr Toten durch die Überschwemmungen im Kreis Ahrweiler. Mit dem Ablaufen des Wassers und dem Leerpumpen der Keller würden immer Tote aufgefunden, sagte der Minister. „Und das werden auch noch mehr werden.“ Viele hundert Einsatzkräfte durchsuchten nun planmäßig Haus für Haus und Uferbereich für Uferbereich. Laut Polizei in Koblenz liegt die Zahl der in Rheinland-Pfalz geborgenen Toten mittlerweile bei 117.

Bundesregierung will 400 Millionen Euro Soforthilfe zur Verfügung stellen

19.7.2021, 10:22 Uhr – Für die geplanten Soforthilfen für Geschädigte der Überschwemmungen ist nach Angaben eines Vertreters der Bundesregierung eine Summe von etwa 400 Millionen Euro im Gespräch. Die Erwartung sei, dass sich Bund und Länder diese Summe je zur Hälfte teilten. Es sei nicht ausgeschlossen, dass das Volumen noch höher ausfalle. Ausgezahlt würde das Geld von den Ländern, die auch zu entscheiden hätten, wo die Hilfe benötigt werde. Die Soforthilfen sollten ebenso wie ein längerfristiges Wiederaufbauprogramm im Milliardenvolumen am Mittwoch vom Kabinett auf den Weg gebracht werden.

19.7.2021, 10:00 Uhr – Die unterhalb der Steinbachtalsperre evakuierten Ortsteile Schweinheim, Flamersheim und Palmersheim sollen im Tagesverlauf für die Einwohner wieder zugänglich sein. „Die Steinbachtalsperre ist sicher. Es besteht aber weiterhin ein Betretungsverbot für die Ortsteile“, teilen Kreis und Stadt Euskirchen mit. „In Kürze informieren wir Sie darüber, wann die Bewohner im Laufe des Tages in ihre Ortschaften zurückkehren können.“ Die Ortschaften waren am Donnerstag geräumt worden, weil die vollgelaufene Talsperre nach Einschätzung der Bezirksregierung zu brechen drohte.

„Unkritischer Wasserstand in Steinbachtalsperre“: Evakuierung zu Ende

19.7.2021, 9:44 Uhr – Der Pegel der seit Tagen vom Hochwasser bedrohten Steinbachtalsperre hat nach Angaben des Rhein-Sieg-Kreises einen „unkritischen Wasserstand erreicht“. Damit bestehe akut keine Gefahr mehr, dass die Staumauer brechen könnte, teilte der Kreis mit. „Somit können die Evakuierungsmaßnahmen für Swisttal und Rheinbach aufgehoben werden.

Baerbock: Mehr Kompetenzen des Bundes bei Untwetterkatastrophen

19.7.2021, 9:16 Uhr – Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock spricht sich dafür aus, dem Bund bei Fragen der Vorsorge gegen Extremwetterereignisse mehr Kompetenzen zu geben. Es sei nötig, die Risikovorsorge „massiv“ zu verstärken – „hier muss aus meiner Sicht auch der Bund eine viel stärkere, koordinierende Rolle spielen“, sagte Baerbock im ARD-Morgenmagazin. Bei überregionalen Ereignissen müsse die Bundesebene mehr tun können, sagte die Grünen-Vorsitzende. Dies habe auch die Corona-Pandemie gezeigt.

Insgesamt forderte Baerbock als Lehre aus den jüngsten Überschwemmungen eine „dreifache nationale Kraftanstrengung“: Neben besserer Risikovorsorge müssten mehr „Klimaanpassungsmaßnahmen“ getroffen werden. Dazu gehöre etwa, Städte umzubauen und Flüssen „mehr Raum“ zu geben. Schließlich müsse beim Klimaschutz mehr getan werden, verlangte die Grünen-Vorsitzende.

Söder: „brauchen Klima-Ruck in Deutschland“

19.7.2021, 9:07 Uhr – Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat mehr Anstrengungen beim Klimaschutz gefordert. „Wir brauchen schon einen Klima-Ruck in Deutschland“, sagte er ARD-Morgenmagazin. Das Unwetter mit verheerenden Folgen vor allem in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen, aber auch im Südosten Bayerns nannte er einen Weckruf.

Für Mittwoch kündigte Söder eine Regierungserklärung an. Dabei werde es nicht nur darum gehen, Ziele zu definieren, sondern das auch finanziell mit einem Klimaprogramm zu hinterlegen. Klimaschutz sei keine ideologische Frage, sondern eine Frage der Vernunft und der Ethik. Es gehe darum, die Heimat stärker zu schützen und zu überlegen, welche Welt man Kindern und Kindeskindern übergeben wolle.

Weiter keine Regionalzüge in der Eifel

19.7.2021, 7:33 Uhr – Bahnpendler und Reisende müssen sich weiter auf Verzögerungen und Zugausfälle in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen einstellen. Auf sechs Regionallinien in der Eifel sei der Zugbetrieb wegen der Unwetterschäden ganz eingestellt, teilte die Deutsche Bahn mit.

Betroffen seien die Linien RE 12, RE 22, RB 24, RB 30, RB 39 und S 23/RB 23. In vielen Orten sei wegen der Schäden auch kein Schienenersatzverkehr möglich. Ersatzverkehr mit Bussen sei zwischen Hürth-Kalscheuren und Euskirchen, zwischen Bonn Hauptbahnhof und Euskirchen sowie zwischen Gerolstein und Trier Hauptbahnhof eingerichtet worden.

Auch in der Gegend um Hagen und Köln gab es am Montagmorgen Verspätungen und Teilausfälle der S-Bahnen und Regionalzüge.

Beim Fernverkehr dagegen macht die Bahn weitere Fortschritte: Der Abschnitt Köln – Wuppertal – Hagen – Dortmund könne voraussichtlich ab 10 Uhr wieder befahren werden, es sei jedoch weiter mit Verspätungen zu rechnen.

Vermittlungsstelle für Notunterkünfte im Kreis Ahrweiler

19.7.2021, 7:04 Uhr – Der Kreis Ahrweiler hat eine Vermittlungsstelle für Notunterkünfte eingerichtet. Wer eine Unterkunft stellen könne oder vom Hochwasser betroffen sei und eine Unterkunft brauche, könne sich auf der Seite des Kreises registrieren.

Rheinland-Pfalz weitet psychologische Hilfe für Flutopfer aus

19.7.2021, 6:36 Uhr – Die rheinland-pfälzische Landesregierung weitet nach eigenen Angaben ab heute ihre psychologische Hilfe für Betroffene der Flutkatastrophe aus. Sie teilte mit, heute ab 9:00 Uhr werde eine Telefon-Hotline für Betroffene freigeschaltet. Anrufer würden entweder von Psychologinnen und Psychologen telefonisch beraten oder es werde ihnen ein Therapieplatz vermittelt. Die Telefonnummer der Hotline: 0800 57 58 767.

Entscheidung rund um die Steinbachtalsperre erwartet

19.7.2021, 03:38 Uhr - Experten wollen am Morgen entscheiden, wann die Menschen in den evakuierten Gebieten um die Steinbachtalsperre bei Euskirchen in ihre Häuser zurückkehren können. Derzeit wird aus der Talsperre Wasser abgelassen, um den Druck auf den Damm zu verringern. Am späten Vormittag will auch Bundesinnenminister Seehofer (CSU) die Talsperre besuchen. Der Minister will sich ein Bild von der Arbeit des Technischen Hilfswerks (THW) machen, das dem Bundesinnenministerium unterstellt ist. Gegen Mittag will er ins besonders schwer vom Hochwasser betroffene Bad Neuenahr-Ahrweiler in Rheinland-Pfalz fahren.

Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe reagiert auf Vorwürfe

19.7.2021, 00:50 Uhr - Der Leiter des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Schuster hat auf den Vorwurf reagiert, dass möglicherweise nicht rechtzeitig gewarnt wurde. Die Warninfrastruktur im Bund habe funktioniert, betonte Schuster im ZDF. Demnach wurden 150 Warnmeldungen über Apps und Medien ausgesendet. Wo in den Hochwassergebieten durch Sirenen gewarnt worden seien und wo nicht, müsse noch ermittelt werden.

BBK-Präsident Schuster (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Oliver Berg)

BBK-Präsident Schuster: Warninfrastruktur funktioniert

Dauer

NRW-Innenministerium bestätigt: Überflutungen kamen nicht überraschend

19.7.2021, 00.02 Uhr - Die Überflutungen sind nach Angaben des nordrhein-westfälischen Innenministeriums nicht überraschend gekommen. Amtliche Warnungen vor extremem Unwetter hätten sich am vergangenen Montag um 10:28 Uhr konkretisiert, zitiert die Bild-Zeitung das Ministerium. Alle amtlichen Warnungen seien an die Leitstelle der Kreise und der kreisfreien Städte zugestellt worden. Die konkreten Vorbereitungen, die ein Kreis oder eine kreisfreie Stadt auf Grundlage der amtlichen Wetterwarnungen treffe, lägen aber in deren eigenen Ermessen. Da ein solches Ereignis abzusehen gewesen sei, sei am Dienstag eine „Landeslage" eingerichtet worden, um frühzeitig zu erkennen, ob in einem Kreis oder einer kreisfreien Stadt überörtliche Hilfe benötigt werde.

Die Linkspartei fordert in dem Zusammenhang den Rücktritt von Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU). Entweder habe die Regierung die Warnung nicht ernst genommen, oder sie sei nicht mit dem nötigen Nachdruck an die zuständigen Behörden weitergeleitet worden, so Linkspartei-Chefin Susanne Hennig-Wellsow. „Beides wäre unverzeihlich und ein gravierender politischer Fehler. Und der wiegt angesichts der Ausmaße der Katastrophe so schwer, dass ein Rücktritt des zuständigen Ministers mehr als angemessen ist.

Viele ausgefallene Mobilfunkstandorte wohl wieder am Netz

18.7.2021, 19:05 Uhr – Die Deutsche Telekom teilt mit, dass inzwischen mehr als die Hälfte ihrer zunächst ausgefallenen Mobilfunk-Standorte wieder am Netz seien. „In vielen Orten ist eine Grundversorgung mit Mobilfunk wieder gewährleistet“, heißt es. Insgesamt seien im Telekom-Mobilfunknetz durch die Unwetter etwa 130 Standorte in den Krisenregionen in NRW und Rheinland-Pfalz ausgefallen. Im Festnetz sei die Lage noch nicht genau zu beziffern. „Es gibt Orte, in denen eine komplett neue Infrastruktur aufgebaut werden muss.“ Die Telekom habe Maßnahmen ergriffen, um Betroffenen schnell und unkompliziert zu helfen. So würden Handys, SIM-Karten und Powerbanks in die Krisengebiete geschickt.

Einsatzkräfte kämpfen gegen Schlamm und Müll

18.7.2021, 18:43 Uhr – In der Region Trier schreiten die Aufräumarbeiten nach der Hochwasserkatastrophe voran. Rettungskräfte und Helfer beseitigen in Kordel oder dem Trierer Stadtteil Ehrang Berge von Unrat und Schlammteppichen. In Kordel hat sich die Lage inzwischen gebessert, wie etwa bei der Strom- und Trinkwasserversorgung. Trotzdem kämpfen die Einsatzkräfte und viele Bewohnerinnen und Bewohner weiter gegen Schlamm und Müll.

Spendenlager am Nürburgring und in Andernach sind voll

18.7.2021, 17:13 Uhr – Der ADAC, das Deutsche Rote Kreuz und der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau haben dazu aufgerufen, bitte keine Sachspenden mehr für Betroffene der Flutkatastrophe zu senden. In den letzten Tagen wurde so viel gespendet, dass die Lager für Sachspenden unter anderem am Nürburgring und in Andernach nun komplett voll sind.

Guido Nisius, Bürgermeister der Verbandsgemeinde Adenau, sagte: „Wenn Sie uns zielgerichtet helfen wollen, spenden Sie Geld.“ Am Nürburgring stapeln sich inzwischen Kleidung, Lebensmittel oder Hygieneartikel auf einer Fläche, die so groß ist wie drei Fußballfelder.

Wenn du trotzdem irgendwie helfen willst, kannst du hier dein Angebot eintragen: „SWR3Land hilft – digitale Pinnwand für Hochwasser-Nothilfe“. In diesem Artikel findest du auch Infos zu vertrauenswürdigen Spendenaktionen.

Scholz und Söder versprechen viel Geld

18.7.2021, 16:47 Uhr – Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hält eine große Anstrengung von Bund und Ländern für den Wiederaufbau für nötig. „Es geht eher um Milliarden“, sagt der SPD-Kanzlerkandidat bei einem Besuch in Berchtesgaden. „Es ist eine nationale Aufgabe.“ Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) sagt bei dem gemeinsamen Auftritt ebenfalls Hilfe für die Menschen in seinem Bundesland zu. Zudem müssen man beim Kampf gegen den Klimawandel und die Anpassung an die Folgen schneller vorankommen. „Wir haben die letzten Tage einen unglaublichen Weckruf der Natur erlebt.

Merkel sagt Hilfe für Katastrophengebiete zu

18.7.2021, 15:16 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat am Mittag den Ort Schuld in Rheinland-Pfalz besucht. Nach ihrem Besuch sagte sie auf einer Pressekonferenz: „Es sind surreale Bilder, gespenstisch.“ Die deutsche Sprache kenne kaum Worte für das Ausmaß der Zerstörung in den Katastrophenregionen. Ihr Besuch in Schuld stehe stellvertretend für alle betroffenen Gemeinden. Merkel sagte weiter, die Bundesregierung stehe an der Seite der betroffenen Menschen. „Wir wollen ihnen helfen“, so Merkel wörtlich. Es sei klar, dass es hier nicht nur die kurzfristige Hilfe brauche, sondern einen langen Atem. Das Bundeskabinett werde am Mittwoch ein entsprechendes Programm auf den Weg bringen. Deutschland sei ein starkes Land und könne das stemmen. Sie kündigte außerdem an, im August wieder zu kommen.

Kanzlerin #Merkel informiert sich gemeinsam mit Ministerpräsidentin #Dreyer über die Lage im Katastrophengebiet in Rheinland-Pfalz. In der Ortsgemeinde Schuld spricht sie mit Betroffenen und dankt den Helfern. @rlpNews #Hochwasser #Flutkatastrophe https://t.co/hWxQJCNnkm

Dreyer: Suche nach Vermissten hat Vorrang

18.7.2021, 14:45 Uhr – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bittet Landwirte in der von der Flut betroffenen Weinbauregion um Verständnis, dass man sich zunächst um die Rettung von vermissten Menschen kümmern müsse. Solange seien beispielsweise keine Flüge über Weinbergen möglich, um Trauben zu spritzen. Sie hoffe, dass dies Anfang der kommenden Woche wieder möglich werde. Es gebe auch eine sehr große Hilfsbereitschaft unter den Landwirten. Winzer sorgen sich vor Ernteschäden, wenn die übliche Schädlingsbekämpfung ausfällt.

Merkel: Kabinett beschließt am Mittwoch Hilfspaket

18.7.2021, 14:35 Uhr – Das Bundeskabinett wird nach Angaben von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch ein Hilfspaket beschließen. Es solle kurz-, mittel- und langfristige Hilfen für die vom Hochwasser Betroffenen beinhalten. Die Verwüstungen seien enorm, sagt Merkel im rheinland-pfälzischen Adenau. „Deutschland ist ein starkes Land. Wir werden uns dieser Naturgewalt entgegenstemmen“, sagt die Kanzlerin und bitte auch Bürger um Geldspenden für die Betroffenen. Es gebe eine enge Koordinierung mit der rheinland-pfälzischen Landesregierung seit Freitag.

Zahl der Toten bei Unwetterkatastrophe steigt in NRW auf 46

18.7.2021, 13:40 Uhr – In Nordrhein-Westfalen ist die Zahl der Toten im Zusammenhang mit der Unwetterkatastrophe auf 46 gestiegen. Das teilte eine Sprecherin des NRW-Innenministeriums am Sonntag mit. Damit hat sich die Zahl der Todesopfer gegenüber Samstag um eine Person erhöht. Allein aus NRW seien 650 Polizisten und 19.000 Einsatzkräfte etwa von Feuerwehr und Technischem Hilfswerk (THW) an den Rettungsarbeiten beteiligt, hieß es weiter.

Nach Gerüchten: Erftstadt warnt vor Rückkehr nach Blessem

18.7.2021, 12:52 Uhr – Trotz der Evakuierung des Ortsteils Erftstadt-Blessem haben am Sonntag viele Menschen versucht, aufgrund von Falschmeldungen in ihre Häuser zurückzukehren. „Das ist auf keinen Fall möglich“, warnte ein Sprecher des Rhein-Erft-Kreises am Sonntagmittag. Es bestehe Lebensgefahr.

Den Angaben zufolge kursierten Meldungen unter den Anwohnern, dass sie den von einem Erdrutsch betroffenen Ort wieder betreten könnten. Daraufhin wollten sehr viele Menschen ihre Wohnungen und Häuser aufsuchen - Einsatzkräfte der Polizei schickten sie wieder zurück. „Die Bevölkerung wird dringend aufgefordert, den Bereich Blessem nicht zu betreten“, schrieb die Stadt Erftstadt auf Facebook.

Das Betreten von Blessem bleibt verboten. Das hat die Stadt Erftstadt jetzt noch mal klargestellt und damit auf viele Anfragen von Bürgern reagiert, die in ihre Häuser zurück wollen.Posted by Radio Erft on Sunday, July 18, 2021

Hochwasserlage an Mosel und Saar entspannt sich

18.7.2021, 11:54 Uhr – Die Hochwasserlage an Saar und Mosel entspannt sich. Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes prägt Hochdruckeinfluss das Wettergeschehen im Moseleinzugsgebiet. „Am heutigen Sonntag und am Montag bleibt es vielfach trocken. Bis einschließlich Freitag ist voraussichtlich nicht mit weiteren Niederschlägen zu rechnen“, hieß es am Sonntag in Offenbach. „Es werden keine warnwürdigen Wettererscheinungen erwartet.“

An der Obermosel fallen die Wasserstände bereits, wie die Hochwasservorhersagezentrale des Landesamtes für Umwelt Rheinland-Pfalz am Sonntag berichtete. Am Pegel Perl wurde der Höchststand von 5,21 Metern am Samstagnachmittag erreicht. Am Pegel Trier werde die Meldehöhe von 6 Metern voraussichtlich in Kürze unterschritten.

Hier finden Unwetter-Opfer in Rheinland-Pfalz psychologische Hilfe

18.7.2021, 11:34 Uhr – Nach der Unwetterkatastrophe mit bislang 110 Todesopfern in Rheinland-Pfalz erweitert das Land die psychosoziale Hilfe für Angehörige und andere Betroffene. In Zusammenarbeit mit dem Schulpsychologischen Beratungsdienst und der Landespsychotherapeutenkammer soll ein telefonisches Therapieangebot geschaffen werden, wie das rheinland-pfälzische Sozialministerium am Sonntag mitteilte.

Unter der Nummer 0800/5758767 können Betroffene der Umweltkatastrophe ab Montag zwischen 9.00 Uhr und 16.00 Uhr psychologische Beratung oder einen Therapieplatz bei einem Psychotherapeuten in Rheinland-Pfalz finden. Psychosoziale Akutbetreuung kann weiterhin unter der Nummer 0800/0010218 in Anspruch genommen werden. Viele der Opfer haben schlimme Dinge erlebt und alles verloren, wie diese Menschen in Insul:

Weite Teile von Stolberg wieder mit Trinkwasser versorgt

18.7.2021, 11:11 Uhr – Während die Menschen in anderen Gegenden noch auf Trinkwasser von außen angewiesen sind, gibt es in zumindest in der vom Hochwasser stark betroffenen Stadt Stolberg bei Aachen Fortschritte: Weite Teile der Stadt seien inzwischen wieder mit Trinkwasser versorgt, sagte eine Sprecherin des regionalen Wasserversorgers Enwor am Sonntagmorgen der Deutschen Presse-Agentur.

Das Wasser aus den Leitungen sollte aber weiterhin abgekocht werden, weil Schmutzwasser in das System gelangt sein könnte - hierzu gebe es Laboruntersuchungen. Kritisch dürfte die Situation noch im Zentrum der 57 000-Einwohner-Stadt entlang der Rathausstraße sein. Hierzu lagen der Sprecherin zunächst aber keine aktuellen Daten vor. So hatte es am Mittwoch in Stolberg ausgesehen:

Stolberg bei Aachen #Klimakrise #Dauerregen #Hochwasser https://t.co/nfgz8UjHaQ

Laschet kündigt Ansprache im WDR an

18.7.2021, 10:43 Uhr – Anlässlich der Unwetterkatastrophe in Nordrhein-Westfalen wird sich Ministerpräsident Armin Laschet heute Abend um 19.55 Uhr im WDR Fernsehen an die Bürgerinnen und Bürger wenden. Die fünfminütige Ansprache wird vorab im WDR aufgezeichnet.

Berchtesgadener Land: 130 Menschen wegen Hochwasser in Sicherheit gebracht

18.7.2021, 10:34 Uhr – Rund 130 Menschen mussten wegen des Hochwassers im Berchtesgadener Land aus ihren Häusern in Sicherheit gebracht werden. Darunter seien 80 Menschen aus einer Siedlung in Schönau am Königssee, die angesichts von „geologischen Problemen“ weggebracht wurden, sagte Landrat Bernhard Kern in Bad Reichenhall.

Was genau damit gemeint war, sagte Kern nicht. Unklar war, ob die Siedlung länger gesperrt werden muss oder ob die Sperrung bald wieder aufgehoben werden kann. Der Bahnverkehr zwischen Bad Reichenhall und Berchtesgaden sei eingestellt, so Kern. Auch Straßen seien „extremst in Mitleidenschaft gezogen“ worden.

Meine Bekannte aus #Schönau am Königssee (1. Foto #Grünstein - 2. Foto 2 Häuser von ihr weg) schickte mir soeben diese Fotos und Info, dass Menschen Häuser schon verlassen haben. #Hochwasser #Bayern #Berchtesgaden Und da kommt noch Einiges an Regen. Auch bei mir (#Südostbayern) https://t.co/rHlNgF1drN

DRK Hessen hilft bei Trinkwasserversorgung in Rheinland-Pfalz

18.7.2021, 10:15 Uhr – 250 Einsatzkräfte aus Hessen helfen beim Roten Kreuz in den Hochwasserregionen. Im Auftrag des Hessischen Innenministeriums liefere das Deutsche Rote Kreuz (DRK) Trinkwasserversorgungsanlagen zum Nürburgring, wie das DRK mitteilte. Es würden vier 3.800-Liter-Tanks und zwei 7.000-Liter-Tanks sowie insgesamt 20 Ausgabestellen transportiert. In den betroffenen Gebieten ist die Trinkwasserversorgung akut gefährdet:

In #Eschweiler wurde die Wasserversorgung vom Betreiber umgestellt. Es wird davor gewarnt das Wasser zu trinken. Es handelt sich nun nur noch um Brauchwasser, nicht mehr Trinkwasser. /PM https://t.co/syfwegsdUe

Parallel dazu helfen 19 Fachkräfte bei der psychosozialen Notfallversorgung im Raum Ahrweiler. Seit Samstag sind zudem knapp 100 Einsatzkräfte auf 48 Krankentransportwagen auf dem Weg in die Katastrophenregionen.

Merkel kommt in Katastrophen-Region in Rheinland-Pfalz

18.7.2021, 9:11 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) will am Nachmittag zusammen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) das ebenfalls schwer von der Unwetterkatastrophe getroffene Eifeldorf Schuld besuchen.

Bundeskanzlerin Angela Merkel wird heute Schuld & Adenau besuchen, um sich ein Bild zu machen und mit Einsatzkräften zu sprechen - mit Ministerpräsidentin Malu #Dreyer, @innen_rlp-Minister Roger Lewentz, @UmweltRLP-Ministerin Anne Spiegel & @MWVLW_RLP-Ministerin Daniela Schmitt. https://t.co/lLawuwkwgt

In dem 660-Einwohner-Ort waren mehrere Häuser komplett von den Wassermassen fortgerissen worden.

Adenau

Bundeskanzlerin besucht Katastrophen-Region Merkel sichert in Rheinland-Pfalz Hilfe für Betroffene zu

Bundeskanzlerin Merkel hat das vom Hochwasser betroffene Gebiet in Rheinland-Pfalz besucht. Ihr Ziel war unter anderem die Eifelgemeinde Schuld. Anschließend gab sie in Adenau zusammen mit Ministerpräsidentin Dreyer eine Pressekonferenz.  mehr...

Pegel in Passau steigen - Polizei schleppt vorsorglich Autos ab

18.7.2021, 7:35 Uhr – Im bayerischen Passau steigen die Wasserstände der Flüsse stündlich weiter an. Die Polizei schleppte vorsorglich Autos an Parkplätzen an der Donau ab, wie eine Sprecherin am Sonntag sagte. Anwohner hätten trotz Hochwasserwarnungen versäumt, ihre Fahrzeuge umzuparken.

„Wenn wir sie nicht abschleppten, dann schwimmen die Dinger bis Österreich“, sagte die Polizeisprecherin. Der Pegel der Donau war nach Angaben des Hochwassernachrichtendienstes im Laufe des Samstags um fast zwei Meter auf 7,80 Meter gestiegen. Der Wasserstand der Inn stieg in den vergangenen zwölf Stunden von 3,30 auf 5,40 Meter. 

⚠️ #Hochwasserwarnung für Stadt und Landkreis #Passau. Die Polizei hat vorsorglich Autos an der #Donau abgeschleppt. Alles Wichtige in unserem #Hochwasser-Ticker für Bayern: ⬇️ https://t.co/B5HYsXU8Jx

Immer mehr Tote im Kreis Ahrweiler

18.7.2021, 5:15 Uhr – Nach der Hochwasserkatastrophe im Kreis Ahrweiler in Reinland-Pfalz hat sich die Zahl der Todesopfer bis Sonntagmorgen auf 110 erhöht. Ebenso wurden 670 Personen verletzt, wie die Polizei mitteilte. Die Zahl der Toten und Verletzten könnte sich aber weiter erhöhen. In einer Vielzahl der umliegenden Gemeinden gibt es auch weiterhin weder Strom noch Telefonempfang. Ebenso sind weiterhin eine Vielzahl der Straßen im Ahrtal gesperrt.

Ahrweiler

Merkel und Dreyer sagen finanzielle Hilfe zu Mehr als 120 Todesopfer im Kreis Ahrweiler – Soforthilfen beschlossen

Immer deutlicher wird das Ausmaß der Flutkatastrophe in dem schwer getroffenen Kreis Ahrweiler erkennbar. Die Zahl der Toten musste erneut nach oben korrigiert werden. Außerdem sollen Finanzhilfen für Betroffene kommen.  mehr...

Laschet wegen Lachen bei Steinmeier-Rede in der Kritik

18.7.2021, 4:20 Uhr – Ein Besuch im nordrhein-westfälischen Hochwassergebiet hat für Unionskanzlerkandidat Laschet ein Nachspiel: Wegen seines Verhaltens während eines Auftritts des Bundespräsidenten muss er ordentlich Kritik einstecken. Der CDU-Politiker äußert sein Bedauern.

Nordrhein-Westfalen

Besuch in Flut-Region Laschet scherzt und lacht und erntet Kritik

Empört und sprachlos sind die Reaktionen auf einen lachenden und scherzenden Ministerpräsidenten Laschet bei seinem Besuch im Unwetter-Katastrophengebiet in Nordrhein-Westfalen. Seine Entschuldigung besänftigt nicht alle.  mehr...

Starkregen setzt Teile Österreichs unter Wasser

18.7.2021, 3:31 Uhr – Sintflutartige Regenfälle haben in der Nacht zum Sonntag weitere Teile Österreichs erfasst. Sowohl in Salzburg als auch in Tirol und der Bundeshauptstadt Wien waren die Feuerwehren im Dauereinsatz. Im Stadtgebiet von Hallein sei Zivilschutzalarm ausgelöst worden, dort überfluteten die Wassermassen Teile der Altstadt. Zivilschutzalarm gab es auch in Mittersill im Pinzgau sowie in Kufstein in Tirol. In der Stadt Salzburg wurde der Hochwasserschutz entlang der Salzach aufgebaut.

Mindestens ein Toter durch Fluten in Bayern

18.7.2021, 1:32 Uhr – Nach starken Regenfällen und Überflutungen ist in Oberbayern mindestens ein Mensch ums Leben gekommen. Das hat das Landratsamt Berchtesgadener Land dem Bayerischen Rundfunk bestätigt. Bei einem zweiten Todesfall war zunächst noch unklar, ob die Überschwemmungen die Ursache waren, wie eine Sprecherin des Landratsamtes der Nachrichtenagentur AFP sagte.

Bayern, Sachsen, Österreich

Hochwasser in Bayern, Sachsen & Österreich „Das Wasser schießt aus den Bergen“ – Katastrophenfall in Oberbayern

Jetzt schwellen in Bayern, Sachsen und Österreich die Flüsse, Bäche und Seen an. Vor allem in Oberbayern ist die Lage dramatisch.  mehr...

Katastrophenfall in Berchtesgadener Land ausgerufen

18.7.2021, 0:03 Uhr – Der Landkreis Berchtesgadener Land hat wegen starken Regenfällen und Überschwemmungen den Katastrophenfall ausgerufen. Betroffen seien vor allem die Orte Berchtesgaden und Bischofswiesen im äußersten Südosten Bayerns. Dort schieße das Wasser aus den Bergen, gleichzeitig stiegen die Pegelstände des Flusses Ache an. Laut den Behörden gibt es sehr viele Murenabgänge, einige Häuser seien geräumt worden. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz. Die Lage sei dramatisch, sagte ein Sprecher der Integrierten Leitstelle Traunstein.

Altmeier will Unternehmen Corona-Flut-Pauschale zahlen

18.7.2021, 0:00 Uhr – Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) will Unternehmen mit einer Pauschale von 10.000 Euro unter die Arme greifen, die von der Corona-Krise und der Hochwasserkatastrophe doppelt getroffen wurden. „Ich plädiere für eine Corona-Flutpauschale von bis zu 10.000 Euro für Unternehmen, die es doppelt schlimm getroffen hat“, sagte Altmaier der Bild am Sonntag. Er erwarte aber auch von den Versicherungen, jetzt schnell die Schadenssummen auszuzahlen und von den Geschäftspartnern getroffener Unternehmen, größtmögliche Kulanz zu zeigen.

Finanzminister verspricht 300 Millionen Soforthilfe

17.7.2021, 23:53 Uhr – Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat Soforthilfen von mindestens 300 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Am Mittwoch wolle er dem Kabinett einen entsprechenden Plan vorlegen, sagte Scholz der Bild am Sonntag. Noch im Juli sollten möglichst die ersten Soforthilfen an die Betroffenen gehen, so Scholz. Außerdem müsse man die Grundlage für ein Aufbauprogramm schaffen. So könnten die zerstörten Häuser, Straßen und Brücken zügig repariert werden. Da gehe es um Milliarden Euro, so Scholz.

Unwetter auch in Sachsen und Bayern

17.7.2021, 22:42 Uhr – Neue Unwetter haben am Abend im Osten und Süden Deutschlands Überschwemmungen ausgelöst. In der Sächsischen Schweiz sind teilweise mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter gefallen. Einzelne Orte sind nicht mehr erreichbar, sagen die Behörden. Sie warnen, man solle Keller, Tiefgaragen und Unterführungen meiden. Überflutete Straßen und Wege könnten ebenfalls große Gefahren darstellen.

Auch im Berchtesgadener Land im Süden von Bayern haben starke Regenfälle die Pegel der Flüsse stark ansteigen lassen. Das Wasserwirtschaftsamt spricht von einem historischen Rekord. Mehrere Straßen wurden überflutet. Die Feuerwehr verzeichnet bereits mehr als einhundert Einsätze. Auch im österreichischen Bundesland Salzburg werden Orte überflutet. In Hallein haben die Behörden nach Medienberichten Zivilschutzalarm ausgelöst.

Laschet entschuldigt sich für unangemessenes Verhalten

17.7.2021, 21:45 Uhr – Unions-Kanzlerkandidat Armin Laschet (CDU) hat sich für den Eindruck entschuldigt, er habe sich im nordrhein-westfälischen Hochwassergebiet unangemessen verhalten. Laschet hatte während einer Rede von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier im Hintergrund gestanden und mit seinen Begleitern gescherzt und gelacht. Der Eindruck, der dadurch entstanden sei, sei unpassend gewesen und es tue ihm leid. Die Szene hatte zu massiver Kritik geführt. Der frühere Vorsitzende des Deutschen Ethikrates, Dabrock, sprach von Pietätlosigkeit.

Nordrhein-Westfalen

Besuch in Flut-Region Laschet scherzt und lacht und erntet Kritik

Empört und sprachlos sind die Reaktionen auf einen lachenden und scherzenden Ministerpräsidenten Laschet bei seinem Besuch im Unwetter-Katastrophengebiet in Nordrhein-Westfalen. Seine Entschuldigung besänftigt nicht alle.  mehr...

Zahl der Opfer in Belgien steigt

17.7.2021, 20:20 Uhr – Auch in den Überschwemmungsgebieten in Belgien hat sich die Zahl der Opfer auf mindestens 27 erhöht. Von mehr als 100 Menschen ist nach Behördenangaben nicht klar, wo sie sind und wie es ihnen geht. Rund 120 Gemeinden vor allem im Osten des Landes sind betroffen. Für Dienstag hat die Regierung einen nationalen Trauertag ausgerufen.

Merkel reist ins Katastrophengebiet nach RLP

17.7.2021, 20:09 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) wird morgen das rheinland-pfälzische Katastrophengebiet besuchen. Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Dreyer will sie sich im Eifeldorf Schuld ein Bild von der Lage machen. In Schuld im Landkreis Ahrweiler waren mehrere Häuser komplett von den Wassermassen mitgerissen worden.

Überschwemmte Häuser in Trier leer gepumpt

17.7.2021, 19:03 Uhr – In dem vom Hochwasser massiv betroffenen Trierer Stadtteil Ehrang sind die Aufräumarbeiten ein gutes Stück vorangekommen. „Den Feuerwehren und dem THW gelang es, rund 650 von 700 betroffenen Häuser leer zu pumpen“, teilte die Stadt am Samstagabend mit. Derzeit werde davon ausgegangen, dass keines der Häuser einsturzgefährdet sei, diese Einschätzung könne sich aber noch ändern. In Trier-Ehrang war am Donnerstag die Kyll über die Ufer getreten und hatte große Teile des Stadtteils überschwemmt. Etwa 1.000 Einwohner, ein Altenheim und ein Krankenhaus mussten evakuiert werden.

Einzelne Plünderungen im Hochwassergebiet

17.7.2021, 18:37 Uhr – Das Hochwasser hat auch Plünderer auf den Plan gerufen. In Eschweiler und in Stolberg bei Aachen gab es Freitag sechs Festnahmen. Diebe wollten in einer Apotheke und in einem Supermarkt Medikamente, Lebensmittel und Spielzeug klauen.

Polizei warnt davor, „Gaffer“-Drohnen einzusetzen

17.7.2021, 18:30 Uhr – In Nordrhein-Westfalen hat die Polizei davor gewarnt, Drohnen über den Hochwassergebieten fliegen zu lassen. Das sei erstens verboten und zweitens könnten private Drohnen die Fluggeräte von Einsatzkräften behindern, schrieb die Polizei auf Twitter. Neugierige haben offenbar versucht, die instabile Steinbachtalsperre bei Euskirchen aus der Luft zu filmen.

Kreis Ahrweiler: Angeblicher Dammbruch ist Falschnachricht

17.7.2021, 16:18 Uhr – Im Kreis Ahrweiler gibt es das Gerücht, dass ein Damm gebrochen sei. Es würden Menschen mit Megaphonen durch die Straßen fahren und dieses Gerücht verbreiten. Anwohner flüchten den Angaben zufolge teilweise panisch aus ihren Häusern. Die Polizei bestätigte, dass es sich hierbei um Fakenews handelt. Diese Informationen stimmen nicht. Es ist kein Damm gebrochen.

Achtung Falschmeldung: Bitte nicht auf #FakeNews hereinfallen. KEINE #Flutwelle oder #Dammbruch in #Sinzig , #Ahrweiler oder Umgebung. #Hochwasser #Polizei #hochwasserkatastrophe

Fak-News in sozialen Medien über den Dammbruch haben eine Panik in Sinzig ausgelöst!! Die eigene Schwester in Panik zu sehen ist der Horror. Danke ihr Arschl…. #sinzig

Leute geraten in Panik Polizei warnt vor Fake News: Kein Dammbruch im Kreis Ahrweiler

Das Gerücht macht am Samstag schnell die Runde, Menschen gerieten in Panik, in den Sozialen Netzwerken warnte man sich gegenseitig: Angeblich sei ein Damm gebrochen.  mehr...

Weitere Suche nach Opfern per Hubschrauber

17.7.2021, 15:05 Uhr – Nach der Hochwasserkatastrophe will die Polizei in den besonders schwer zugänglichen Regionen im Kreis Ahrweiler mit Hubschraubern nach weiteren Opfern der Flut suchen. Das Gebiet werde in Sektoren eingeteilt, und es würden Luftaufnahmen gemacht, teilte die Polizei in Koblenz mit. Die Sektoren würden dann von Einsatzkräften systematisch abgesucht. Die Suche soll Sonntagabend bis zum Einbruch der Dunkelheit abgeschlossen sein. Über mögliche weitere Suchaktionen werde danach entschieden.

Zur Suche in schwer zugänglichen Bereichen im #Katastrophengebiet fertigen wir Luftbildaufnahmen an, teilen das Gebiet in Sektoren. Diese werden dann von Polizisten aus Hessen, #RLP & der BuPol am Boden systematisch abgesucht➡️ https://t.co/qJsprjfHbh #Hochwasserkatastrophe #Ahr https://t.co/ZBiwB1FDuP

Ahrweiler: Viel Polizei vor Ort zum Schutz vor Plünderungen

17.7.2021, 13:58 Uhr – Im besonders von der Hochwasser-Katastrophe betroffenen Kreis Ahrweiler erhöht die Polizei wegen möglicher Plünderungen und wegen vieler Hochwassertouristen ihre Präsenz. Dies teilte die Kreisverwaltung mit. Rund 1.300 Einsatzkräfte aus dem ganzen Bundesgebiet würden vor Ort helfen.

Steinmeier: „Ihr Schicksal zerreißt mir das Herz“

17.7.2021, 13:42 Uhr – Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier ruft die Bürger angesichts der Flutkatastrophe im Westen Deutschlands zum Zusammenhalt auf. „In Zeiten der Not steht unser Land zusammen“, sagt Steinmeier bei einem Besuch im schwer vom Hochwasser betroffenen Rhein-Erft-Kreis. „Ihr Schicksal zerreißt uns das Herz“, sagte er mit Blick auf die Opfer der Überflutungen. „Der Schaden ist groß, die Aufräumarbeiten werden dauern - und die Unterstüzungsbereitschaft muss anhalten.“

Hilfskräfte sorgen für „etwas chaotische Zustände“

17.7.2021, 13:18 Uhr – Bei den Aufräumarbeiten in Schuld im Kreis Ahrweiler „gibt es schon ein bisschen chaotische Zustände“, sagt SWR-Reporter Christoph Bröder. Es fehle ein bisschen die Koordination, was mit den Hilfskräften passieren soll.

@mountainT_M @mainz_de Vielen Dank für ihre Hilfe! Es gibt mittlerweile unzählige Hilfsangebote, die wir leider gar nicht alle einzeln aufzählen können. Die direkte Hotline für Hilfen jeder Art ist bei der KV Ahrweiler eingerichtet: 02641/975-900 / E-Mail an hochwasserhilfe@kreis-ahrweiler.de

Es häufen sich Aufrufe, auf eigene Faust & in großen Gruppen ins Katastrophengebiet zu fahren. Wir bitten Euch nochmals eindringlich, NICHT in das dorthin zu fahren!!!!#Ahr #Hochwasser #unwetterlageRLP #Hochwasserkatastrophe https://t.co/FEzAJ4i3vg

Rettungsaktion in Erftstadt abgeschlossen

17.7.2021, 9:45 Uhr – Im nordrhein-westfälischen Erftstadt-Blessem südlich von Köln ist die Rettungsaktion für Anwohner einem Sprecher des Rhein-Erft-Kreises zufolge abgeschlossen. 170 Menschen seien teils mit Hilfe von Hubschraubern aus dem überfluteten Gebiet gerettet worden, sagt der Sprecher. Bislang sei nichts über Schwerverletzte oder Tote bekannt. Es sei aber nicht auszuschließen, dass die Retter bei den Aufräumarbeiten Tote finden könnten. Die Bundeswehr beteilige sich an den Arbeiten und sei mit Bergungspanzern im Einsatz. Die Lage im Kreis insgesamt habe sich leicht entspannt, der Pegelstand der Erft sei leicht gesunken. Gegen Mittag wollten Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Ministerpräsident Armin Laschet Erftstadt einen Besuch abstatten.

Umweltministerin rechnet mit schneller finanzieller Unterstützung

17.7.2021, 8:37 Uhr – Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) rechnet mit schneller finanzieller Hilfe für die vom Hochwasser Betroffenen. Ein Datum könne sie aber nicht nennen, ab wann es die Unterstützung gebe, sagt Schulze im WDR. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sei da in der Abstimmung mit den Ländern. „Wir werden eine Lösung finden.“ Es müsse zudem geschaut werden, was noch mehr für die Vorsorge getan werden könne. Es habe in der Vergangenheit auch viel Kritik an Hochwasserschutzmaßnahmen gegeben. „Jetzt sieht man wie wichtig solche Investitionen sind.

Zahl der Toten im Kreis Ahrweiler erhöht sich auf über 90

17.7.2021, 6:23 Uhr – Im Kreis Ahrweiler sind nach Angaben der Polizei Koblenz über 90 Menschen ums Leben gekommen. Es sei zu befürchten, dass noch weitere Todesopfer hinzukämen. In vielen Ortschaften gebe es immer noch kein Strom oder Telefon. Eine Vielzahl der Straßen im Ahrtal seien gesperrt oder nicht befahrbar.

Ahrweiler

Merkel und Dreyer sagen finanzielle Hilfe zu Mehr als 120 Todesopfer im Kreis Ahrweiler – Soforthilfen beschlossen

Immer deutlicher wird das Ausmaß der Flutkatastrophe in dem schwer getroffenen Kreis Ahrweiler erkennbar. Die Zahl der Toten musste erneut nach oben korrigiert werden. Außerdem sollen Finanzhilfen für Betroffene kommen.  mehr...

Rur-Damm gebrochen – 700 Menschen evakuiert

17.7.2021, 1:15 Uhr – Im Kreis Heinsberg ist nach der Unwetterkatastrophe der vergangenen Tage ein Damm der Rur gebrochen. Ein Ortsteil der Stadt Wassenberg mit 700 Einwohner muss evakuiert werden. Aufgrund der Hochwasserlage können auch Teile der Ortschaft Effeld und Steinkirchen überflutet werden. Dort leben knapp 1.600 Menschen. Die beiden Orte müssen aber momentan nicht evakuiert werden.

Laschet kündigt Hilfsprogramm an

17.7.2021, 0:47 Uhr – Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat ein Zwei-Stufen-Hilfsprogramm angekündigt. Es soll sowohl schnelle, direkte Unterstützung für die betroffenen Menschen geben, als auch Hilfen für die Kommunen. Im ARD-Brennpunkt nannte Laschet die Unterstützung eine nationale Aufgabe. Keiner dürfe allein gelassen werden, so Laschet.

Erneut Unwetter in Lörrach

16.7.2021, 23:47 Uhr – Starke Regenfälle haben am Abend in Lörrach erneut viele Keller mit Wasser volllaufen lassen. Dieses Mal war vor allem der Ortsteil Tumringen betroffen. Feuerwehr und Technisches Hilfswerk waren bis in die Nacht im Einsatz. Verletzt wurde niemand. Schon in der Nacht zuvor waren nach einem Gewitter Straßen und Keller überflutet. Die Stadt hat den Notstand ausgerufen.

Lörrach

Hochwasser in Baden-Württemberg Lage in Lörrach beruhigt sich – Aufräumarbeiten laufen

Die zweite Nacht in Folge hat es in Lörrach extrem stark geregnet. Wieder lief das Wasser über Straßen und in Keller. Der Oberbürgermeister ist schockiert über das Ausmaß der Schäden.  mehr...

Damm in Wassenberg an der Rur gebrochen

16.7.2021, 22:45 Uhr – In Nordrhein-Westfalen ist im Kreis Heinsberg in der Stadt Wassenberg der Rur-Damm gebrochen. Das berichtet der WDR. Der Damm befindet sich im Ortsteil Ophoven. Rettungskräfte hätten damit begonnen, den Ort mit 700 Einwohnern zu evakuieren.

Mainz 05 und 1. FC Kaiserslautern planen Benefizspiel

16.7.2021, 22:35 Uhr – Bundesligist 1. FSV Mainz 05 und Drittligist 1. FC Kaiserslautern werden in den kommenden Wochen ein Benefizspiel zugunsten der Hochwasser-Opfer bestreiten. Darauf haben sich beide Klubs verständigt: 05-Vorstand Christian Heidel sagte: „Die Bilder aus den Katastrophengebieten schockieren uns alle. Das Leid der Menschen, deren Familien auseinandergerissen oder Existenzen zerstört wurden, ist kaum vorstellbar. Ihnen gilt unser Beileid und Mitgefühl.“

Auch Thomas Hengen, Geschäftsführer Sport des 1. FC Kaiserslautern, drückte sein Mitgefühl aus: „Wir können nur schwer nachempfinden, wie sich die Opfer fühlen, die so viel verloren haben. Deshalb war für uns sofort klar, dass wir helfen müssen.“ Wann das Spiel genau stattfindet, ist noch offen.

Baerbock reist ins Katastrophengebiet

16.7.2021, 22:14 Uhr – Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock ist nach den schweren Unwettern in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen ins Krisengebiet gereist. Sie wolle sich dort über die Lage der Menschen informieren, teilte eine Sprecherin mit. Baerbock verzichte dabei bewusst auf Begleitung von Journalisten oder öffentliche Auftritte. Die Lage sei zu ernst, um sie für Wahlkampfauftritt zu missbrauchen.

BASF spenden Million für Flutopfer

16.7.2021, 22:03 Uhr – Der Chemiekonzern BASF spendet eine Million Euro zur Hilfe in den betroffenen Hochwasser-Regionen. Der Betrag gehe umgehend an das Deutsche Rote Kreuz, das unermüdlich im Einsatz sei, teilte das Unternehmen mit. „Wir fühlen mit den Betroffenen, die mit Angst, mit Verlust und mit der Wiederherstellung ihres Alltags zu kämpfen haben und haben uns deshalb schnell zu dieser Hilfsaktion entschieden“, hieß es.

NRW: Lage an der Steinbachtalsperre entspannt sich

16.7.2021, 22:00 Uhr – Die Lage an der Steinbachtalsperre entspannt sich. Das hat der Kreis Euskirchen mitgeteilt. Laut der Bezirksregierung Köln ist der bislang verstopfte Grundablass der Talsperre jetzt freigelegt. Über diese Öffnung kann jetzt Wasser kontrolliert abgelassen werden, um den Druck auf dem Bauwerk zu senken. Das Technische Hilfswerk pumpte zusätzlich Wasser ab. Mit einer Drohne wurde das Bauwerk auf Risse untersucht. Es wurden aber keine gefunden. Trotzdem bleiben die Orte Swisttal und Rheinbach unterhalb der Talsperre an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz weiterhin evakuiert. Der Kreis warnt die Bewohner davor, in ihre Häuser zurückzukehren. Erst im Laufe des Sonntags soll dies möglich sein – vorausgesetzt die Wetterlage bleibt gleich.

NRW: Steinmeier und Laschet wollen Katastrophengebiet in Erftstadt besuchen

16.7.2021, 21:50 Uhr – Nach dem gewaltigen Erdrutsch in Erftstadt-Blessem, unweit von Köln, gehen die Such- und Rettungsarbeiten weiter. Durch den Erdrutsch hatte sich ein gewaltiger Krater gebildet. Drei Wohnhäuser und ein Teil der historischen Burg stürzten ein. Auch Teile der Autobahn 1 wurden zerstört, da sie von der Erft unterspült wurde. Die Behörden gingen von mehreren Toten aus. Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kündigte für Samstag einen Besuch gemeinsam mit Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) in Erftstadt an.

Lewentz: 65 Tote bestätigt, es werden weiter Vermisste gesucht

16.7.2021, 20:56 Uhr – Bei der Hochwasserkatastrophe sind mindestens 65 Menschen in Rheinland-Pfalz gestorben, diese Zahl nannte Innenminister Roger Lewentz (SPD) am Freitagabend im SWR. Nach weiteren Vermissten werde gesucht. Derzeit sei es vor allem auch wichtig, die Infrastruktur – Straßen, Telekommunikation, Energie – wiederherzustellen. 

Ahrweiler

Merkel und Dreyer sagen finanzielle Hilfe zu Mehr als 120 Todesopfer im Kreis Ahrweiler – Soforthilfen beschlossen

Immer deutlicher wird das Ausmaß der Flutkatastrophe in dem schwer getroffenen Kreis Ahrweiler erkennbar. Die Zahl der Toten musste erneut nach oben korrigiert werden. Außerdem sollen Finanzhilfen für Betroffene kommen.  mehr...

Dreyer sagt Betroffenen Unterstützung zu

16.7.2021, 20:30 Uhr – Die Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz, Malu Dreyer (SPD), hat den Betroffenen der schweren Unwetter gezielte Unterstützung zugesagt. Gleichzeitig dankte Dreyer in einer Fernsehansprache im SWR allen Bürgern und Unternehmen, die freiwillig helfen und Hilfe anbieten. Es sei eine verheerende Natur-Katastrophe, wie sie Rheinland-Pfalz noch nicht erlebt habe. Aus allen Teilen Deutschlands komme Unterstützung, ebenso aus dem Ausland und von den US-Streitkräften im Land. Dreyer sagte, diese große Krise könne nur gemeinsam bewältigt werden.

Niederlande: Tausende fliehen vor Hochwasser

16.7.2021, 19:32 Uhr – In den Niederlanden fliehen Tausende Menschen vor Hochwasser und Überschwemmungen. Unter anderem ist die 100.000 Einwohner-Stadt Venlo betroffen. Ein Großteil der Einwohner müsse in Sicherheit gebracht werden werden, teilt die Verwaltung mit. Wegen eines Deichbruchs mussten auch viele Menschen in Meerssen und Umgebung ihre Häuser verlassen. Notfalldienste warnen, dass die Wassermassen mehrere Dörfer überschwemmen könnten. Hunderte Feuerwehrleute und Soldaten versuchen laut Ministerpräsident Mark Rutte die Deiche zu verstärken und Menschen in Sicherheit zu bringen.

NRW und RLP: 100.000 Menschen ohne Strom

16.7.2021, 19:16 Uhr – In Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind nach den Überschwemmungen mehr als 100.000 Menschen ohne Strom. Der Energieversorger Westenergie teilte mit, man arbeite mit Hochdruck daran, die Stromversorgung wiederherzustellen. Teilweise seien die Umspannungsanlagen wegen des Hochwassers schwer erreichbar. Bevor sie wieder in Betrieb genommen werden könnten, müssten sie geprüft und gesäubert werden.

Neuer Service: Interaktive Karte mit Pegelständen in Echtzeit

16.7.2021, 19:00 Uhr – Nach der Hochwasserkatastrophe sind die Pegel der Flüsse noch immer hoch und für Teile des Südwestens sind weitere Regenfälle angekündigt. Auf unserer interaktiven Karte kannst du in Echtzeit schauen, wie hoch das Wasser in deinem Ort und deiner Region steht.

Deutschland

Aktuelle Hochwasserlage Hochwasser-Karte: So ist der Pegelstand in deinem Ort

Wie hoch steht das Wasser in den Flüssen im Südwesten? Mit unserer interaktiven Karte kannst du den Pegelstand in deinem Ort ganz einfach live nachverfolgen.  mehr...

Mobilfunkanbieter wollen Handynetz reparieren

16.7.2021, 18:35 Uhr – Die Mobilfunkanbieter wollen in den Hochwassergebieten das Telefonieren mit dem Handy so schnell wie möglich wieder möglich machen. Neue Funkmasten aufzustellen werde aber nicht sofort möglich sein, sagte die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Dreyer. Man habe im ganzen Land eine Notlage. Deswegen habe man bisher nur an einigen Stellen eine Notkommunikation für Polizei und Rettungsdienste aufgebaut.

Amt für Katastrophenhilfe fordert mehr Geld für Krisenvorsorge

16.7.2021, 17:36 Uhr – Der Präsident des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK), Armin Schuster, fordert mehr Mittel für die Krisenvorsorge. Es müsse mit voller Kraft investiert werden, sagt er dem RedaktionsNetzwerk Deutschland (RND). Die Erwartungen an das BBK und das Technische Hilfswerk seien gerade immens: „In diesem Verhältnis sind nun auch unsere Erwartungen an den Bundesfinanzminister immens.

Belgien ruft Staatstrauertag für Dienstag aus

16.7.2021, 17:17 Uhr –Wegen der verheerenden Unwetter im Osten Belgiens wird am Dienstag ein Staatstrauertag begangen. Das kündigte Ministerpräsident Alexander De Croo am Freitag auf Twitter an. Er schrieb, es sei „ein Tag zum Gedenken an die zahlreichen verlorenen Menschenleben. Aber auch als Dank für die gelebte Solidarität, Nähe und Verbundenheit.“ Auch in Belgien hatten Starkregen und Überschwemmungen zahlreiche Todesopfern gefordert und massive Schäden angerichtet.

Nach Erdrutsch: Lage in Erftstadt weiterhin kritisch

16.7.2021, 16:42 Uhr – Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat die Unwetterkatastrophe als „Flutkatastrophe von historischem Ausmaß“ bezeichnet. Die Wassermassen hätten in Städten wie Hagen und Altena bisher undenkbare Schäden verursacht, in Erftstadt sei die Lage weiterhin kritisch, geradezu dramatisch, sagte er in Düsseldorf nach einer Sondersitzung des Kabinetts. Insgesamt sind nach seinen Worten 25 Städte und Landkreise von Überschwemmungen und Hochwasser betroffen.

DFB und die Deutsche Fußball Liga richten Hilfsfonds für Flutopfer ein

16.7.2021, 15:37 Uhr – Der Deutsche Fußball-Bund und der Bundesliga-Verband DFL richten einen drei Millionen Euro schweren Hilfsfonds für die Opfer der Flutkatastrophe ein. Wie schon nach dem Hochwasser im Jahr 2013 wolle man gemeinsam einen finanziellen Beitrag zur Flutopferhilfe leisten, teilen der DFB und der Verband der 36 Clubs der 1. Bundesliga und 2. Bundesliga mit. „Dies wird das menschliche Leid nicht mildern können. Wir hoffen aber, damit gemeinsam wenigstens an einigen Stellen unterstützen zu können. Solidarität in dieser Krisensituation halten wir für selbstverständlich“, heißt es in einer Erklärung. Darüber hinaus habe der DFB auch den europäischen Fußballverband Uefa kontaktiert, der ebenfalls Unterstützung zugesagt habe.

Der #DFB und die @DFL_Official sichern den Opfern der Hochwasser-Katastrophe Hilfe zu. Zur Stellungnahme ➡️ https://t.co/Y9IJF6mJkE https://t.co/LsK74QGnhz

Umweltministerin fordert stärkeren Ausbau erneuerbarer Energien

16.7.2021, 14:49 Uhr – Bundesumweltministerin Svenja Schulze (SPD) fordert größere Anstrengungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Die Anpassungen an die Klimaveränderungen müssten weiter vorangetrieben werden, sagt die SPD-Politikerin in Solingen. „Wir haben mehr Trockenheit, wir haben mehr Starkregen als früher, die Ereignisse häufen sich.“ Daher müsse mehr für den Klimaschutz getan werden.

Wir brauchen mehr erneuerbare Energien.

Rund 700 Bundeswehrsoldaten im Einsatz

16.7.2021, 14:28 Uhr – Die Bundeswehr ist nach eigenen Angaben derzeit mit rund 700 Soldaten in 20 Landkreisen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz im Hochwasser-Einsatz. Die Soldaten helfen demnach mit Schlauchbooten und Krankenwagen bei Evakuierungen, mit Großgerät beim Räumen der Straßen. Sie stellen unter anderem Feldbetten und Sandsäcke bereit.

Laschet: Höhe der Schäden noch nicht absehbar

16.7.2021, 13:39 Uhr – Die Höhe der Schäden durch das Hochwasser in Nordrhein-Westfalen ist Ministerpräsident Armin Laschet zufolge noch nicht abzusehen. Eine Sichtung der Schäden sei erst möglich, wenn die Fluten abgeflossen seien, sagt Laschet. Unter anderem die Infrastruktur des Landes sei schwer getroffen. Betroffenen Bürgern sagt Laschet rasche Hilfe zu. Vor allem die Menschen, die nun auf der Straße stünden, bräuchten Unterstützung.

Trümmer, Schlamm und mehr als 100 Tote: Die Flut in Rheinland-Pfalz und NRW in Bildern

16.7.2021, 13:17 Uhr – Mittlerweile sind bei den Überschwemmungen in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen mehr als 100 Menschen ums Leben gekommen – die Retter befüchten, dass sie noch mehr Opfer unter den Trümmern finden. Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) bestätigte mittlerweile 60 Tote in ihrem Land, die Landesregierung von Nordrhein-Westfalen spricht von 45 Toten. Wie lange die Aufräumarbeiten noch dauern werden und wie hoch der Schaden ist, lässt sich nicht sagen. Die Zerstörung ist aber gewaltig.

Hochwasser in RLP und NRW (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Dagmar Roeger)
Aachen nicht 1945, sondern 2021: Räumpanzer der Bundeswehr helfen beim Beseitigen der Hochwasserschäden. picture alliance/dpa | Dagmar Roeger Bild in Detailansicht öffnen
Ähnliche Bilder in Altenahr: Auch hier hilft die Bundeswehr beim Aufräumen. picture alliance/dpa | Thomas Frey Bild in Detailansicht öffnen
Das Dorf Schuld im Kreis Ahrweiler war mit am schwersten von der Flut betroffen. picture alliance/dpa | Boris Roessler Bild in Detailansicht öffnen
Die Flutwellen in Schuld haben sechs Häuser mitgerissen. picture alliance/dpa | Boris Roessler Bild in Detailansicht öffnen
Von manchen Gebäuden in Schuld sind nur noch Trümmer übrig. picture alliance/dpa | Boris Roessler Bild in Detailansicht öffnen
Auf den Straßen in Schuld sieht es aus wie nach einem Tsunami. picture alliance/dpa | Thomas Frey Bild in Detailansicht öffnen
Wieviele Menschen bei der Flut in dem kleinen Ort im Kreis Ahrweiler ums Leben gekommen sind, ist noch nicht klar. picture alliance/dpa | Harald Tittel Bild in Detailansicht öffnen
Wie lange die Aufräumarbeiten in Schuld dauern werden, kann noch niemand sagen. picture alliance/dpa | Thomas Frey Bild in Detailansicht öffnen
In Insul, dem Nachbarort von Schuld hat die Flutwelle der Ahr auch gnadenlos zugeschlagen. picture alliance/dpa | Boris Roessler Bild in Detailansicht öffnen
An der Ahrbrücke in Altenahr ist ein Wohnwagen zerschellt. picture alliance/dpa | Thomas Frey Bild in Detailansicht öffnen
Auch in Altenahr ist die Lage nicht anders: Überall Trümmer, Schlamm und entwurzelte Bäume. picture alliance/dpa | Thomas Frey Bild in Detailansicht öffnen
Ob Schuld, Insul oder Altenahr: Die Schadenshöhe lässt sich noch nicht absehen. Picture Alliance Bild in Detailansicht öffnen
Wenn man die Bilder aus Altenahr und den anderen zerstörten Orten sieht, wird klar: Der Schaden geht in die Millionen. picture alliance/dpa | Thomas Frey Bild in Detailansicht öffnen
In Kordel im Kreis Trier-Saarburg ist die Kyll über die Ufer getreten: Auch hier steht alles unter Wasser. picture alliance/dpa | Sebastian Schmitt Bild in Detailansicht öffnen
In Swisttal-Heimerzheim in Nordrhein-Westfalen haben Regen und Hochwasser die Straßen überflutet. picture alliance/dpa | Marius Becker Bild in Detailansicht öffnen
Die Rurtalsperre in der Nordeifel läuft auch über. picture alliance/dpa | Lino Mirgeler Bild in Detailansicht öffnen
Auch in Hagen in Nordrhein-Westfalen ist das Bild ähnlich: Überall liegen Trümmer. picture alliance/dpa | Roberto Pfeil Bild in Detailansicht öffnen
Auf der B265 bei Erftstadt stand das Wasser so hoch, dass Lastwagen ineinander verkeilten. picture alliance/dpa | Marius Becker Bild in Detailansicht öffnen
In Erftstadt-Blessem sind mehrere Häuser eingestürzt, nachdem die Wassermassen den Boden unterspült haben. picture alliance/dpa | David Young Bild in Detailansicht öffnen
Bei dem Zusammenbruch der Gebäude sind mehrere Menschen eingeschlossen und verletzt worden. picture alliance/dpa | David Young Bild in Detailansicht öffnen

Bei Erftstadt: Teile der A1 in die Erft gestürzt

16.7.2021, 12:52 Uhr – In der Nähe der vom Hochwasser heimgesuchten Ortschaft Erftstadt-Blessem sind Teile der gesperrten Autobahn 1 in den Fluss Erft gestürzt. Dies berichtete ein dpa-Reporter als Augenzeuge. Nach seinen Angaben brachen schätzungsweise mehr als 40 Meter des Standstreifens in mehreren Stücken mit einem Knacken ab und fielen in den Fluss. Auf den Abschnitten hätten sich keine Fahrzeuge befunden. Auch ein Stück Lärmschutzwand sei eingestürzt.

Klöckner fordert unbürokratische Hilfe für Bauern und Winzer

16.7.2021, 12:43 Uhr – Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner fordert rasche Hilfen für die Landwirte und Winzer in den westdeutschen Hochwasser-Gebieten. „Hier bedarf es jetzt unkonventioneller Hilfen und unbürokratischer Organisation, zum Beispiel die schnelle Genehmigung des Einsatzes von Hubschraubern, um den Pilzbefall in den Griff zu bekommen“, erklärt die CDU-Politikerin. „Den einzelnen Weingütern ist die Schädlingsbekämpfung selbst gar nicht mehr möglich. Straßen sind weitgehend unbefahrbar. Hier geht es um Stunden. Deshalb sind wir mit dem zuständigen Landesministerium in Kontakt.

Rheinland-Pfalz richtet Stabsstelle Wiederaufbau ein

16.7.2021, 12:20 Uhr – Die Landesregierung in Rheinland-Pfalz richtet eine Stabstelle Wiederaufbau ein. „Inzwischen ist die Einschätzung von uns allen, dass die Schäden so dramatisch und gewaltig sind, dass wir noch eine lange Zeit mit diesem Thema zu tun haben werden, auch mit dem Wiederaufbau der Kommunen“, sagt Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD). Aktuell gebe es stündlich Hiobsbotschaften.

Wir haben noch nicht den Stand, dass wir sagen können, die Lage entspannt sich.

Es sei zu befürchten, dass die Zahl der Opfer weiter steigen wird. Viele Ortschaften seien immer noch schwer oder gar nicht zugänglich. „Es ist eine nationale Katastrophe“, so Dreyer.

NRW: Zahl der Toten steigt auf 45

16.7.2021, 10:46 Uhr – Das Land Nordrhein-Westfalen hat die Zahl der Toten durch die Unwetterkatastrophe auf 45 erhöht. Das Innenministerium korrigierte die Zahl nach oben. Damit gibt es in NRW und Rheinland-Pfalz bisher 95 bestätigte Opfer durch die Fluten.

Zahl der Vermissten in Rheinland-Pfalz weiter unklar

16.7.2021, 10:44 Uhr – „Das Handynetz ist zum großen Teil noch nicht funktionsfähig“, sagte der Koblenzer Polizeisprecher, Ulrich Sopart. Es sei auch davon auszugehen, dass eine Reihe von Menschen mehrfach vermisst gemeldet wurden. Genau lasse sich das noch nicht sagen. Mehr als 50 Menschen seien ums Leben gekommen. „Ich befürchte, die Zahl wird sich noch erhöhen.“ Noch immer würden Menschen gerettet, sagte Sopart.

Schwerpunkte der Einsätze seien die Orte Schuld, Insul und Ahrbrück. Für Menschen, die ihre Wohnungen und Häuser verloren haben, seien Unterkünfte eingerichtet worden. Wie viele Menschen durch das verheerende Unwetter obdachlos geworden sind, lasse sich aber noch nicht abschätzen.

AKK: Katastrophenhilfe hat für Bundeswehr Vorrang

16.7.2021, 10:02 Uhr – Die Bundeswehr räumt der Katastrophenhilfe in den Hochwassergebieten Vorrang vor allen anderen Aufgaben ein – abgesehen von ihren Auslandseinsätzen. „Jetzt kommt es darauf an, geeignetes Material aus der ganzen Republik bereitzustellen“, sagte Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU). „Hierzu habe ich bereits angeordnet, dass alle anderen Aufträge, die nicht unmittelbar mit den Auslandseinsätzen verbunden sind, hintangestellt werden. Die oberste Priorität liegt jetzt bei der Katastrophenhilfe in den betroffenen Städten und Kommunen.

Baden-Württemberg schickt Unterstützung nach Rheinland-Pfalz

16.7.2021, 9:57 Uhr – Die Landesregierung von Baden-Württemberg unterstützt die Hochwassergebiete in Rheinland-Pfalz mit rund 600 Einsatzkräften von Sanitätsdienst, Feuerwehr und Technischem Hilfswerk. Derzeit seien hundert Krankenwagen, 15 Hochwasserzüge der Feuerwehr und ein Polizeihelikopter mit Höhenrettern im Einsatz, teilte das Innenministerium in Stuttgart mit. Das Hochwasser habe „eine Schneise der Verwüstung hinterlassen“, sagte Innenminister Thomas Strobl (CDU). In dieser Lage sei es „selbstverständlich, kräftige und entschlossene Hilfe zu leisten“.

Immer noch 165.000 Menschen ohne Strom

16.7.2021, 09:45 Uhr – In den Flutgebieten in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen sind immer noch 165.000 Menschen ohne Strom. Im Einzugsgebiet der E.ON-Tochter Westnetz ließen die starken Regenfälle die Pegelstände der Flüsse stark ansteigen und den Boden aufweichen. Als Folge wurden Ortsnetzstationen und Umspannwerke überflutet. Aus Sicherheitsgründen mussten die Anlagen abgeschaltet werden.

Besonders betroffen sind die Eifel, der linksrheinische Rhein-Sieg-Kreis, der Rhein-Bergische Kreis und Teile des Bergischen Landes.

Bahnverkehr in RLP und NRW immer noch beeinträchtigt

16.7.2021, 09:40 Uhr – Der Bahnverkehr in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen bleibt auch am Freitag wegen der Hochwasserschäden stark beeinträchtigt. Die Wassermassen beschädigten nach Angaben der Deutschen Bahn Gleise, Weichen, Signaltechnik, Bahnhöfe und Stellwerke. In NRW seien Gleise auf einer Länge von rund 600 Kilometern betroffen.

Bundesregierung will Finanzhilfen für Flutgebiete vorbereiten

16.7.2021, 9:00 Uhr – Die Bundesregierung will innerhalb weniger Tage umfangreiche Finanzhilfen für die Hochwasser-Geschädigten vorbereiten. „Das Konzept dafür entwickelt mein Haus gerade noch mit der Bundeskanzlerin und Bundesfinanzminister Olaf Scholz“, sagte Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) dem Spiegel. „Es soll möglichst schon am Mittwoch ins Kabinett.“ Details wolle er nicht nennen, bevor es ein klares Bild vom Ausmaß der Schäden gebe. „Aber Sie können davon ausgehen, dass es ein großes Paket sein wird“, sagte Seehofer. Beim sogenannten Jahrhunderthochwasser von Elbe und Donau, das 2013 acht Bundesländer betraf, hatte die Bundesregierung einen Fluthilfefonds über acht Milliarden Euro aufgelegt.

Dreyer: Mehr als 50 Tote in Rheinland-Pfalz

16.7.2021, 08:19 Uhr – Allein in Rheinland-Pfalz sind nach Angaben von Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) mehr als 50 Tote zu beklagen. „Das Leid nimmt immer weiter zu“, sagte Dreyer im ZDF. Es gebe auch immer noch Vermisste. „Unser Land hat so etwas noch nie gesehen.“ Die Infrastruktur sei völlig zerstört, der Wiederaufbau werde ein langer und teurer Weg. „Es ist uns zugesichert worden, dass wir im Sinn einer nationalen Katastrophe Unterstützung erhalten. Das brauchen wir auch dringend“, sagte Dreyer mit Blick auf Hilfszusagen des Bundes.

Mehrere Häuser in Erftstadt-Blessem eingestürzt

16.7.2021, 6:50 Uhr – In Erftstadt-Blessem sind mehrere Häuser ganz oder teilweise eingestürzt. Das hat die Kölner Bezirksregierung am Freitagmorgen mitgeteilt. Ursache seien massive und schnell fortschreitende Unterspülungen der Häuser. Aus den Gebäuden kämen immer wieder Notrufe. Menschen könnten zurzeit aber nur mit Booten vom Wasser aus gerettet werden. Dazu erschwere ein nicht abstellbarer Gasaustritt die Rettungsarbeiten. Mehrere Pflegeheime würden geräumt.

Rurtalsperre läuft über – aber weniger stark

16.7.2021, 1:32 Uhr – Seit Mitternacht läuft in Nordrhein-Westfalen die Rurtalsperre über. Allerdings „mit einer geringen Dynamik“ als erwartet, wie der Wasserverband Eifel-Rur mitteilte. Trotzdem könnten Häuser überflutet werden. Der Wasserverband warnte, Menschen sollten sich nicht in Flussnähe aufhalten, da die Gefahr bestehe, mitgerissen zu werden. Auch sollten vollgelaufene Keller nicht betreten werden, weil die Gefahr von Stromschlägen bestehe.

US-Präsident Biden spricht Anteilnahme aus

16.7.2021, 1:03 Uhr – US-Präsident Joe Biden hat Deutschland seine „aufrichtige Anteilnahme“ wegen der verheerenden Überschwemmungen in Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz ausgesprochen. „Es ist eine Tragödie“, sagte Biden in Washington beim Besuch von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU). „Unsere Herzen sind bei den Familien, die geliebte Menschen verloren haben.“ Merkel bedankte sich für die Anteilnahme. Sie habe sich während ihrer Washington-Reise über die Geschehnisse in Deutschland auf dem Laufenden halten lassen. „Das Leid der Betroffenen geht mir sehr nahe“, sagte die Kanzlerin.

Polizei: „Nicht ins Katastrophengebiet fahren!“

15.7.2021, 23:37 Uhr – Die Polizei in Koblenz hat davor gewarnt, in die von der Hochwasserkatastrophe betroffenen Regionen zu fahren. „Bitte fahrt nicht in das Katastrophengebiet, um selbst nach Angehörigen zu suchen oder Hab und Gut zu sichern“, schrieb sie auf Twitter.

Bitte fahrt nicht in das Katastrophengebiet, um selbst nach Angehörigen zu suchen oder Hab und Gut zu sichern. Ihr bringt Euch sonst selbst in Gefahr und behindert ggf. die Rettungsmaßnahmen! Bitte meidet das Gebiet weitläufig! #Ahr #Ahrweiler #Hochwasser #unwetterlageRLP

Kreis Ahrweiler: 1.300 Menschen vermisst oder nicht zu erreichen

15.7.2021, 23:16 Uhr – Im Kreis Bad Neuenahr-Ahrweiler werden noch 1.300 Menschen vermisst. Das teilte die Kreisverwaltung am Abend mit. Eine Sprecherin erklärte, das Mobilfunknetz sei lahmgelegt - und daher gebe es keinen Handy-Empfang und viele Menschen seien nicht erreichbar. „Wir hoffen, dass sich das klärt“, sagte sie zu der hohen Zahl. Rund 3.500 Menschen seien aktuell in mehreren Betreuungseinrichtungen im gesamten Kreisgebiet untergebracht.

Borussia Dortmund kündigt Benefizspiel für Opfer an

15.7.2021, 22:52 Uhr – Fußball-Bundesligist Borussia Dortmund hat finanzielle Hilfe für die Opfer angekündigt. „Auch der BVB wird seinen Teil dazu beitragen, um den Betroffenen zu helfen und die Einnahmen eines Benefizspiels, das wir möglichst in Hagen bestreiten möchten, den Opfern zukommen lassen“, sagte BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke in einer Vereinsmitteilung. Die entsprechenden Gespräche sollen in den kommenden Tagen aufgenommen werden.

😔 Die #BVB-Familie ist mit ihren Gedanken in diesen Stunden bei den #Hochwasser-Opfern, deren Angehörigen und Freunden, bei all jenen, die gerade um ihre Existenz bangen und bei den vielen professionellen Helfern und Ehrenamtlichen, die unterstützen, wo sie nur können.

Rurtalsperre in NRW vollgelaufen

15.7.2021, 22:47 Uhr – In Nordrhein-Westfalen ist eine weitere Talsperre den Wassermassen nicht gewachsen. Die Rurtalsperre im Eifelort Heimbach soll eigentlich den größten Stausee des Landes, den Rursee, zurückhalten. Nun könnte so viel Wasser über die Staumauer laufen, dass hunderte Häuser überschwemmt werden. In mehreren Städten wie Düren und Jülich müssen jetzt Häuser evakuiert werden.

Neun der Toten kommen aus einer Behinderteneinrichtung

15.7.2021, 22:07 Uhr – Bei den neun weiteren Menschen, die bei der Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz ums Leben gekommen sind, handelte es sich um Bewohner einer Behinderteneinrichtung in Sinzig. Das sagte eine Sprecherin des rheinland-pfälzischen Innenministeriums am Abend. Die Fluten seien schneller gekommen, als die Menschen hätten in Sicherheit gebracht werden können.

Zahl der Todesopfer nach Unwettern steigt

15.7.2021, 20:07 Uhr – Durch die Hochwasser-Katastrophe in Rheinland-Pfalz haben neun weitere Menschen ihr Leben verloren. Damit erhöht sich die Zahl der Toten auf 28. Die Feuerwehr hätte die neun weiteren Opfer geborgen, sagte Innenminister Roger Lewentz (SPD) im SWR. Etwa 50 bis 70 Personen werden laut Lewentz derzeit noch vermisst.

Scholz: „Angelegenheit von nationaler Bedeutung“

15.7.2021, 20:01 Uhr – Vizekanzler und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz nannte die Flut-Katastrophe bei einem Besuch am Nachmittag in Bad Neuenahr-Ahrweiler eine Angelegenheit von nationaler Bedeutung. Gemeinsam mit Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) und Innenminister Roger Lewentz (SPD) machte er sich ein Bild der Zerstörung. Die Bilder vor Ort seien erschütternd, so Scholz. Die Bundesregierung bereite Unterstützung für die betroffenen Länder, Kreise, Gemeinden und Bürgerinnen und Bürger vor. Scholz brachte die Katastrophe in direkte Verbindung mit dem Klimawandel. Es müsse Verpflichtung gegenüber den Opfern und Ansporn sein, alles dafür zu tun, um den menschengemachten Klimawandel aufzuhalten.

Merkel: Häufung von Extremwetterereignissen fordert zum Handeln auf

15.7.2021, 19:23 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) sieht mit Sorgen auf die Häufung von Extremwetterereignissen. An der Johns-Hopkins-Universität in Washington sagte sie: „Wir haben zunehmend Extremwetterereignisse. Die Fluten, die einige Teile Deutschlands im Augenblick erleben und die wirklich dramatisch sind mit vielen tragischen Todesfällen auch, sind ein Beispiel dafür.“ Merkel nannte als weiteres Beispiel die Feuer in Kalifornien.

Wenn wir uns über die Jahreszahlen das anschauen, dann hat es immer mal einen Sturm und eine Flut gegeben. Aber die Häufung macht einfach Sorge und fordert uns zum Handeln auf.

Welche Rolle spielt der Klimawandel?

15.7.2021, 18:43 Uhr – Bei den erschreckenden Bildern vom Hochwasser in Rheinland-Pfalz drängt sich die Frage förmlich auf: Ist das jetzt schon der Klimawandel? Klimaforscher Stefan Rahmstorf gibt Antwort. Er erklärt, dass das heutige Wettergeschehen eine Mischung aus den üblichen Wetterzufällen und den veränderten Rahmenbedingungen durch den Klimawandel ist. Dann müsse man aber im Detail analysieren, welchen Anteil jeweils der eine oder der andere Beitrag hat.

Rheinland-Pfalz

Schwere Unwetter Extrem-Hochwasser in Deutschland: Welche Rolle spielt der Klimawandel?

Bei den erschreckenden Bildern vom Hochwasser drängt sich die Frage förmlich auf: Ist das jetzt schon der Klimawandel? Ein Klimaforscher gibt Antwort.  mehr...

Mindestens vier Tote durch Unwetter in Belgien

15.7.2021, 17:59 Uhr – Schwere Regenfälle haben nicht nur in Deutschland, sondern auch in anderen Teilen Westeuropas Flüsse über die Ufer treten lassen, Autos mitgerissen und Häuser zum Einsturz gebracht. In Belgien trat die Weser über die Ufer und schickte Wassermassen durch die Straßen von Pepinster in der Nähe von Lüttich, deren zerstörerische Kraft mehrere Gebäude einstürzen ließ. Medien berichteten von vier Todesopfern. In der Stadt Valkenburg im Süden der Niederlande, nahe der deutschen und belgischen Grenze, evakuierten die Behörden in der Nacht ein Pflegeheim und ein Hospiz. Die Hauptstraße des bei Touristen beliebten Ortes hatte sich durch die Überschwemmungen in einen Fluss verwandelt, wie niederländische Medien berichteten.

Steinbachtalsperre in NRW droht einzubrechen

15.7.2021, 17:13 Uhr – An der Steinbachtalsperre in Nordrhein-Westfalen werden die Orte Schweinheim, Flamersheim und Palmersheim evakuiert. Die Talsperre sei von einem Sachverständigen als „sehr instabil“ eingestuft worden, sagte der Landrat des Kreises Euskirchen, Markus Ramers (SPD), der Nachrichtenagentur dpa. Von der Evakuierung seien 4.500 Einwohner betroffen. Der Kreis Euskirchen ist offenbar mit bislang 15 Todesopfern in Nordrhein-Westfalen am stärksten von dem Unwetter betroffen.

Bundesregierung plant Hilfsprogramm für Betroffene

15.7.2021, 16:41 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) stellt den Opfern der Überschwemmungen die Hilfe der Bundesregierung in Aussicht. Sie habe darüber bereits mit Finanzminister Olaf Scholz gesprochen. Man werde darüber auch in der Bundesregierung sprechen, welche Hilfe man bei den anstehenden Aufbauarbeiten leisten könne, sagt Merkel in Washington. „Sie können darauf vertrauen, dass alle Kräfte unseres Staates, von Bund, Ländern und Gemeinden, gemeinsam alles daran setzen werden, auch unter schwierigsten Bedingungen Leben zu retten, Gefahren abzuwenden und Not zu lindern.“

Dreyer: 50 Millionen Katastrophenhilfe vom Land

15.7.2021, 15:48 Uhr – Die rheinland-pfälzische Landesregierung wird eine Katastrophenhilfe für die Unwetterregionen in Höhe von 50 Millionen Euro zur Verfügung stellen. Dies sei auf der Sondersitzung des Kabinetts beschlossen worden, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) im SWR. Das Geld solle sehr schnell bereit gestellt werden. Es solle helfen, die Einrichtungen und die Infrastruktur in den Kommunen ganz schnell wieder aufzubauen. Bundeskanzlerin Merkel und Vizekanzler Scholz hätten ihr in Telefonaten finanzielle Unterstützung durch den Bund zugesagt. Darüber sei sie sehr froh, so Dreyer, denn eine solche Katastrophe habe das Land noch nicht erlebt.

Baerbock fordert schnelle und unbürokratische Hilfe

15.7.2021, 15:20 Uhr – Grünen-Kanzlerkandidatin Annalena Baerbock fordert rasche Unterstützung für die Betroffenen des Unwetters. Baerbock erklärt per Twitter, sie habe sich von der rheinland-pfälzischen Vizeministerpräsidentin Anne Spiegel (Grüne) „von den erschütternden Ausmaßen der Überschwemmungen“ berichten lassen. „Die Rettungskräfte tun alles, was sie können, unter Einsatz ihres Lebens“, schreibt die Grünen-Parteichefin. „Das ist eine unglaubliche Leistung. Sie ihre Arbeit machen zu lassen und so gut wie möglich zu unterstützen, ist das Gebot der Stunde.“ Den Menschen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stünden, müsse schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Den Menschen, die vor den Trümmern ihrer Existenz stehen, weil ihr Hab und Gut, ihre Häuser einfach weggeschwemmt wurden, muss nun schnell und unbürokratisch geholfen werden.

Schaulustige in Koblenz behindern Einsatzkräfte

15.7.2021, 15:15 Uhr – Schaulustige behindern laut Polizei die Einsatzkräfte. „Was die Hilfskräfte an den vielen Einsatzstellen überhaupt nicht gebrauchen können, sind Gaffer, von denen einige offenbar nichts Eiligeres zu tun hatten, als die Anfahrts- und Rettungswege zu belegen“, twittert der Koblenzer Polizeisprecher Ulrich Sopart. „Seht von nicht notwendigen Besuchen ab!“

Polizeisprecher Ulrich Sopart: "Was die Hilfskräfte an den vielen Einsatzstellen überhaupt nicht gebrauchen können sind Gaffer, von denen einige offenbar nichts Eiligeres zu tun hatten, als die Anfahrts- & Rettungswege zu belegen. Seht von nicht notwendigen Besuchen ab!" #Ahr

Polizei Köln meldet 20 Tote nach Unwetter in NRW

15.7.2021, 14:37 Uhr – Als Folge der Unwetter sind allein im Köln-Bonner Raum mindestens 20 Menschen ums Leben gekommen. Die Kölner Polizei teilt mit, dass neben den zwei in der Dom-Stadt geborgenen Leichen mittlerweile 15 Tote aus dem Kreis Euskirchen und drei Tote aus Rheinbach gemeldet würden. Noch seien nicht alle gesichteten Toten geborgen und identifiziert.

18 Tote nach Unwetter im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler

15.7.2021, 13:57 Uhr – Die Polizei in Koblenz teilt mit, dass die Zahl der Todesopfer im Raum Bad Neuenahr-Ahrweiler auf 18 gestiegen ist. Damit sind nach offiziellen Angaben bislang insgesamt 33 Menschen durch das Hochwasser ums Leben gekommen.

Ahrweiler

Merkel und Dreyer sagen finanzielle Hilfe zu Mehr als 120 Todesopfer im Kreis Ahrweiler – Soforthilfen beschlossen

Immer deutlicher wird das Ausmaß der Flutkatastrophe in dem schwer getroffenen Kreis Ahrweiler erkennbar. Die Zahl der Toten musste erneut nach oben korrigiert werden. Außerdem sollen Finanzhilfen für Betroffene kommen.  mehr...

Bundeskanzlerin Merkel: „Ich bin erschüttert“

15.7.2021, 13:38 Uhr – Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußert großes Bedauern über die Überschwemmungen und dankt den Helfern. „Ich bin erschüttert über die Katastrophe, die so viele Menschen in den Hochwasser​gebieten durchleiden müssen“, erklärt Merkel in einer Twittermeldung ihres Regierungssprecher Steffen Seibert. „Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Vermissten. Den vielen unermüdlichen Helfern und Einsatzkräften danke ich von Herzen.

Kanzlerin #Merkel: „Ich bin erschüttert über die Katastrophe, die so viele Menschen in den #Hochwasser​gebieten durchleiden müssen. Mein Mitgefühl gilt den Angehörigen der Toten und Vermissten. Den vielen unermüdlichen Helfern und Einsatzkräften danke ich von Herzen.“

Hotels am Nürburgring bieten Flutopfern Unterkünfte an

15.7.2021, 13:13 Uhr – Nach der Flutkatastrophe im Kreis Ahrweiler ist die Hilfsbereitschaft bei den Menschen groß. Ein Hotel am Nürburgring bietet den Menschen, die ihr Haus verloren haben, kostenlos Unterkunft für die Übergangszeit. „Unser Mitgefühl gilt denen, die heute Nacht Ihre Bleibe verloren haben, oder noch jemanden vermissen“, heißt es in dem Facebook-Post.

Die Hochwasserlage hat sich noch nicht entspannt und unser Mitgefühl gilt denen, die heute Nacht Ihre Bleibe verloren...Posted by Lindner Hotels & Resorts on Thursday, July 15, 2021

Laschet sagt Kommunen Hilfe zu

15.7.2021, 12:29 Uhr – Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) sichert den vom Unwetter betroffenen Kommunen finanzielle Unterstützung zu. „Hilfe des Landes ist erforderlich“, sage der Partei-Vorsitzende. „Wir werden die Kommunen, die betroffenen, nicht alleine lassen.“ Die Schäden seien allerdings noch nicht messbar. Am Freitag werde das Landeskabinett zu einer Sondersitzung zusammenkommen, um die Lage zu analysieren.

Scholz will in die Hochwassergebiete kommen

15.7.2021, 12:25 Uhr – Bundesfinanzminister und SPD-Kanzlerkandidat Olaf Scholz stellt den Hochwasser-Geschädigten Hilfen in Aussicht und will sich noch am Donnerstag vor Ort ein Bild von der Lage machen. „Die Menschen im Katastrophengebiet sind in Not, die Schäden sind immens“, sagte Scholz. „Da muss der Bund mit anpacken. Ich werde alles dafür tun, dass auch der Bund finanzielle Hilfe leistet.“ Ein Ministeriumssprecher teilt mit, dass Scholz sich noch im Laufe des Tages zusammen mit der rheinland-pfälzischen Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) ein Bild von der Lage im Katastrophengebiet machen werde.

Seehofer: Besser auf Klimawandel vorbereiten

15.7.2021, 12:22 Uhr – Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) hat für die Bewältigung der Hochwasser-Katastrophe Hilfen des Bundes zugesagt. „Mehr als 2000 Kräfte des THW und die Bundespolizei sind im Einsatz und ich biete den Ländern jegliche Unterstützung an“, sagt er der Bild-Zeitung. Das Hochwasser sei eine Tragödie, deren Ausmaß noch längst nicht absehbar sei. „Diese extremen Wetterkapriolen sind die Folgen des Klimawandels“, fügt er hinzu. „Wir müssen uns viel besser darauf vorbereiten, auch beim Hochwasserschutz.

Aktuelle Bilder: So dramatisch ist die Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz

15.7.2021, 12:15 Uhr – Das Hochwasser in Rheinland-Pfalz ist verheerend. Berichte aus dem Kreis Ahrweiler, der Gemeinde Kordel (Kreis Trier-Saarburg), Gelsdorf in der Eifel, Waxweiler, Mayen und Trier.

Hochwasser erreicht Stadt Trier: Ehrang unter Wasser

15.7.2021, 12:00 Uhr – Das Hochwasser in Rheinland-Pfalz hat die Stadt Trier erreicht. Das Hochwasser der Kyll hat den Stadtteil Ehrang erreicht und den Ortskern überflutet, teilte die Stadt mit. Kurz vor der Überflutung hatte die Evakuierung von etwa 1.600 Menschen begonnen.

Ein von der Stadt veröffentlichtes Video zeigte dabei, wie Feuerwehrleute auf dem Dach eines bis über die Reifen im Wasser stehenden Feuerwehrwagens stehen und versuchen, Anwohner aus einem Wohnhaus zu retten.

Unsere Löschzüge retten Anwohner aus der Kyllstraße in Ehrang. https://t.co/oYr6DYy7TJ

In großen Teilen von Ehrang gibt es laut Stadt keinen Strom mehr. Die Polizei hat die Anwohner dazu aufgerufen, einen großen Bogen um Ehrang zu machen und auch die Zubringerstraßen für Rettungskräfte freizuhalten.

Im Landkreis Trier-Saarburg treiben drei Menschen im Fluss Sauer, deren Rettung sich als schwierig erweise. Es könnten wegen der starken Strömung keine Boote eingesetzt werden, teilte der Kreis mit. Außerdem sollten die Menschen die Überschwemmungsgebiete meiden.

Von der Leyen: EU bereit zu helfen

15.7.2021, 11:40 Uhr – Die Europäische Union springt den vom Hochwasser betroffenen Gemeinden in Deutschland, Belgien, Luxemburg und den Niederlanden zu Hilfe. „Die EU ist bereit zu helfen“, twitterte EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen (CDU). Über den Europäischen Zivil- und Katastrophenschutz könnten die Länder Hilfsmaßnahmen anfordern.

Meine Gedanken sind bei den Familien der Opfer der Unwetter und Hochwasser in Belgien, Deutschland, Luxemburg und den Niederlanden. Und bei all denen, deren Wohnungen zerstört wurden. Die EU steht bereit, um zu helfen, zum Beispiel mit unserem EU-Katastrophenschutzverfahren.

Hagener Oberbürgermeister erwartet Unwetter-Hilfe vom Staat

15.7.2021, 11:35 Uhr – Der Hagener Oberbürgermeister Erik Schulz (parteilos) erwartet für die Bewältigung der Unwetter-Schäden staatliche Hilfe. „Die Schäden, die hier entstanden sind, werden wir aus eigener Kraft so nicht stemmen können“, sagt Schulz bei ntv. „Da brauchen wir Unterstützung von Bund und Land.“ Wie hoch die Schäden seien, könne man im Moment zwar noch nicht sagen. „Wir gehen aber davon aus, dass ein, zwei Brücken abgängig sind und an weiteren Brücken Schäden entstanden sind.“ Man müsse kein Prophet sein beim Anblick des Straßenbildes, dass da „ein erheblich immenser Schaden“ entstanden ist. Hinzu kämen all die Schäden im privaten Bereich. „Auch die werden immens sein.“ Schulz bezifferte die Zahl der Einsatz- und Hilfskräfte mit über 600 inklusive 200 Bundeswehrsoldaten.

Acht Tote im Kreis Euskirchen nach Überflutungen

15.7.2021, 11:08 Uhr – Auch im Kreis Euskirchen in Nordrhein-Westfalen ist die Lage dramatisch. Im Moment seien acht Todesfälle bekannt, teilt der Kreis über Facebook mit. „Die Kommunikation ist weitgehend ausgefallen, in vielen Teilen des Kreises sind Internet und Telefonverbindungen eingeschränkt“, heißt es in dem Situationsbericht. Auch die Notfallnummer 112 sei nicht erreichbar. Sehr kritisch sei die Lage in Schleiden, Gemünd und Oberhausen. „Es finden Menschenrettungen statt. Teilweise besteht kein Zugang.

+++ Update Großeinsatzlage im Kreis Euskirchen ++ Stand 10:00 Uhr +++

Die Kommunikation ist weitgehend ausgefallen, in...Posted by Kreis Euskirchen on Thursday, July 15, 2021

Telefonleitungen zu Polizeistationen im Hochwassergebiet gestört

15.7.2021, 10:54 Uhr – Wegen der Hochwasserlage in der Eifel sind die Polizeiinspektionen in Bad Neuenahr-Ahrweiler und Adenau zurzeit telefonisch nicht erreichbar. „Die Telefonleitungen dorthin sind allesamt gestört“, teilte das Polizeipräsidium Koblenz mit. Für dringende Anrufe, etwa zu Vermissten, solle die Rufnummer 0800 65 65 65 1 gewählt werden. Die Polizei bat um Geduld. „Die Vielzahl der Anrufe wird sicherlich eine Wartezeit verursachen.“ Der Notruf 112 oder 110 solle nur in dringenden Fällen anrufen werden. „Auskünfte werden dort auf keinen Fall gegeben.

Dreyer: Überflutungen sind „Katastrophe“

15.7.2021, 10:27 Uhr – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat im Landtag einen Überblick zu den schweren Unwettern gegeben. Dreyer spricht von einer Katastrophe. Es gebe unzählige Einsatzorte im Norden von Rheinland-Pfalz. In der Verbandsgemeinde Adenau seien mehrere Häuser eingestürzt, ganze Ortschaften seien überflutet. Menschen säßen auf ihren Häusern und würden mit Hilfe von Hubschraubern gerettet. Auch die Bundeswehr sei im Einsatz.

Die A 61 bei Ahrweiler sei unterspült. An vielen Orten gebe es keinen Strom, kein Trinkwasser und keinen Mobilfunkempfang. Es würden noch immer viele Menschen vermisst. Rettungskräfte arbeiteten an einer Hotline für Angehörige. Dreyer kündigte eine Sondersitzung des Kabinetts an. Sie und Innenminister Roger Lewentz (SPD) würden sich heute vor Ort ein Bild von der Lage machen. Man tue alles, um die Menschen zu retten und die Katastrophe in den Griff zu bekommen. Dreyer sagte im Landtag wörtlich: „Wir sind mit unseren Herzen bei den Menschen, die jetzt in großer Not sind.

200.000 Menschen in Flutgebieten ohne Strom

15.7.2021, 10:25 Uhr – In Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz sind nach Angaben des Strom-Verteilnetzbetreibers Westnetz mindestens 200.000 Menschen ohne Strom. Aus Sicherheitsgründen würden Umspannanlagen bei eindringendem Wasser abgeschaltet, teilt das Unternehmen mit. Wegen überfluteten Straßen könnten die Anlagen teilweise nicht erreicht werden, erläuterte eine Sprecherin. „Wir sind mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz.“ Das Unternehmen versorgt weite Teile von Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz mit Strom, besonders ländliche Gebiete wie die Eifel.

Dreyer: Mobilfunknetz in Flutgebieten zum Teil ausgefallen

15.7.2021, 10:02 Uhr – Nach der Hochwasserkatastrophe in Teilen von Rheinland-Pfalz läuft seit Stunden ein großangelegter Rettungseinsatz. Polizeihubschrauber seien unterwegs, um Menschen von Hausdächern oder aus Bäumen zu retten, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) zu Beginn der Landtagsplenarsitzung in Mainz. Auch die Bundeswehr helfe mit rund 200 Soldaten. Es gebe sehr viele Vermisste, sagte Dreyer. Es sei unklar, ob sie sich selbst hatten retten können. Sie zu erreichen sei schwierig, da das Mobilfunknetz zum Teil ausgefallen sei.

Malu Dreyer: „Wir mobilisieren alles, um Sie zu retten“

15.7.2021, 9:27 Uhr – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) spricht von einer Katastrophe. Es gebe Tote, Vermisste und viele, die noch immer in Gefahr seien. Sie bitte die Menschen, Ruhe zu bewahren und in Ihren Häusern zu bleiben. „Wir mobilisieren alles, um Sie zu retten“, sagte Dreyer wörtlich. Sie werde sich zusammen mit Innenminister Roger Lewentz (SPD) heute vor Ort einen Überblick von der Lage verschaffen. Das Kabinett werde zu einer Sondersitzung zusammen kommen. Lewentz sagte, Feuerwehr, THW, Polizei und Rettungsdienst hätten seit gestern Enormes geleistet. Ein Polizeihubschrauber mit Seilwinde zur Menschenrettung habe bereits am Abend eingesetzt werden müssen. Er habe in der Nacht auch bereits Kontakt zur Bundeswehr aufgenommen.

Vier Tote und mehr als 70 Vermisste im Kreis Ahrweiler

15.7.2021, 9:23 Uhr – Im Kreis Ahrweiler hat das Unwetter in der Nacht schwere Schäden angerichtet. Laut Polizei kamen nach ersten Erkenntnissen vier Menschen ums Leben, etwa 70 werden noch vermisst. Am schlimmsten hat es den Ort Schuld im Kreis Ahrweiler getroffen. Hier laufen die Bergungsmaßnahmen, nachdem sechs Häuser eingestürzt und viele weitere einsturzgefährdet sind. Nach Polizeiangaben verharren in verschiedenen Orten noch etwa 50 Menschen auf den Dächern ihrer Häuser. Die Rettung ist schwierig, denn oft sind die Orte nicht einmal über Boote zu erreichen, weil die Strömung so stark ist.

Live-Stream: RLP-Ministerpräsidentin Malu Dreyer zur Hochwasserlage

15.7.2021, 9:19 Uhr – Der Landtag in Rheinland-Pfalz berät ab 9:30 Uhr. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) will dabei einen Überblick über die Hochwasserlage in Rheinland-Pfalz geben und sagen wie das Land helfen wird. Das hat eine Regierungssprecherin dem SWR gesagt. Zuvor wird laut Landtagsverwaltung Landtagspräsident Hering ebenfalls auf die Unwetter eingehen - und es werde auch eine Schweigeminute für die Toten geben, hieß es. Hier geht's zum Live-Stream.

So ist die Hochwasserlage bei den SWR3-Hörern

15.7.2021, 9:13 Uhr – Viele Hörer*innen haben uns heute Morgen Bilder und Videos vom Hochwasser in Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen geschickt. Sie machen deutlich, wie schwer es manche Regionen in SWR3Land erwischt hat.

Polizei richtet Hotline für Angehörige von Vermissten ein

15.7.2021, 9:01 Uhr – Die Polizei hat zur Hochwasserkatastrophe in der Eifel eine Hotline für Angehörige und ein Internetportal für Videos und Bilder eingerichtet. Unter der Nummer 0800-6565651 könnten sich Menschen melden, die Angehörige vermissen, schrieb das Polizeipräsidium Koblenz auf Twitter.

Wir haben eine Personenauskunftsstelle eingerichtet! Hier können sich besorgte Angehörige melden, die jemanden vermissen: ☎️0800-6565651 #Hochwasser #Ahr #Starkregen

Unter dem Hinweisportal könnten Videosequenzen und Fotos hochgeladen werden, „die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben können“.

Wir bitten um Eure Mithilfe durch Übermittlungen von Videosequenzen und Fotos, die Hinweise auf vermisste Personen und Tote geben können. Die Videodateien und Fotos können hier hochgeladen werden: https://t.co/1COew6gtt8 #Hochwasser #Ahrweiler #Starkregen

Dreyer dankt Helfer*innen, Feuerwehren und Einsatzkräften

15.7.2021, 7:47 Uhr – Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) schrieb am Morgen auf Twitter, das Unwetter habe das Land hart getroffen. Sie bange mit allen, die in Gefahr seien. Ihr Dank gelte allen Helferinnen und Helfern, Feuerwehren und Einsatzkräften, die unermüdlich mit großem Einsatz gegen die Wassermassen kämpften.

Malu #Dreyer: Das Unwetter hat unser Land hart getroffen. Ich bange mit allen, die in Gefahr sind. Ich danke allen Helferinnen und Helfern, Feuerwehren und Einsatzkräften, die unermüdlich mit großem Einsatz gegen die Wassermassen kämpfen. 🙏#Hochwasser #Starkregen #RLP

Innenminister Roger Lewentz (SPD) war nach Angaben seiner Sprecherin noch am Abend beim Krisenstab im Kreis Ahrweiler, um sich zu informieren.

CDU-Landeschefin Julia Klöckner forderte auf Twitter schnelle, unbürokratische Hilfe. Es sei ein schlimmes Unwetter. Sie habe Anrufe von Kollegen bekommen mit bedrückenden Schilderungen des Hochwassers. Ihre Gedanken seien bei den Betroffenen, so Klöckner.

Schlimmes Unwetter in RLP. Berichte z.B. von der Ahr, Anrufe von Kollegen mit bedrückenden Schilderungen #Hochwasser. Viele Menschen mussten in der Dunkelheit auf ihre Dächer flüchten, es gäbe Vermisste. Unsere Gedanken sind bei ihnen. Schnelle, unbürokratische Hilfe ist nötig

Vier Tote nach schweren Überflutungen im Kreis Ahrweiler

15.7.2021, 7:43 Uhr – Im Landkreis Ahrweiler sind vier Menschen nach schweren Überflutungen ums Leben gekommen. Das sagte ein Sprecher der Polizei in Koblenz. Die genauen Umstände seien noch unklar. Die Opfer wurden demnach an mehreren Orten gefunden.

Häuser in Schuld eingestürzt – bis zu 30 Menschen werden vermisst

15.7.2021, 5:35 Uhr – In Schuld bei Adenau in der Eifel (Landkreis Ahrweiler) sind in der Nacht wegen Überflutungen und Dauerregens laut Polizei sechs Häuser eingestürzt, 25 drohen einzustürzen. Etwa 30 Menschen werden nach bisherigen Erkenntnissen vermisst.

Die Lage in Schuld sei unübersichtlich, so ein Sprecher der Polizei in Koblenz. Wie viele Menschen genau vermisst würden, sei noch unklar. In Altenahr im Kreis Ahrweiler seien Bewohner auf die Dächer ihrer Wohnhäuser geflüchtet. In Bad Neuenahr-Ahrweiler ist ein Großteil der Innenstadt überflutet. Der Kreis Ahrweiler hat den Katastrophenfall ausgerufen.

In Schuldt (Eifel) sind nach #Unwetter #Starkregen und #Hochwasser laut Polizei #Koblenz mehrere Häuser eingestürzt, 25 Häuser drohen einzustürzen. Offenbar werden etwa 30 Menschen vermisst. #RLP #RheinlandPfalz

Vollalarm in Trier - mögliche Evakuierung in Ehrang

15.7.2021, 4:43 Uhr – Die Feuerwehr Trier hat Vollalarm ausgelöst, weil die Kyll Teile des Stadtteils Ehrang zu überschwemmen droht:

⚠️Die Durchfahrt Friedhofstraße in Ehrang Richtung #Kordel ist derzeit gesperrt wegen eines Feuerwehreinsatzes. #Starkregen https://t.co/2bNPhi5SUl

Überlaufbecken voll: Leitstelle Euskirchen rechnet um Weilerswist mit „großen Wassermengen“

15.7.2021, 4:39 Uhr – Der Füllstand des Überlaufbeckens in Horchheim ist erreicht, warnt die dortige Leitstelle. Es sei mit großen Wassermengen zu rechnen. Die Bewohnerinnen und Bewohner in Vernich (Gemeinde Weilerswist) seien dringend aufgefordert 1.) Keller unbedingt zu meiden 2.) sich in obere Gebäudebereiche zurückzuziehen und 3.) von elektrischen Geräten fernzuhalten.

Überschwemmung in Wuppertal - Polizei sperrt Straßen ab

15.7.2021, 4:35 Uhr – Heftige Regenfälle haben in Wuppertal zu einem Anstieg der Wupper und so für überflutete Straßen gesorgt. Wie ein Sprecher der Polizei am frühen Donnerstagmorgen mitteilte, sind einige Straßen auf der Talachse entlang der Wupper gesperrt worden. Anwohner wurden demnach aufgefordert, sich nicht in Kellergeschossen aufzuhalten, sondern sich in höher gelegene Wohnungen zu begeben.

Sirenenalarm in #Wuppertal jetzt, wegen dem drohenden #Hochwasser. https://t.co/XknrKZnm3Z

Bevertalsperre in Hückeswagen läuft über

15.7.2021, 4:12 Uhr – In Hückeswagen im Oberbergischen Kreis ist aufgrund der heftigen Regenfälle die Bevertalsperre übergelaufen. Das Wasser laufe aktuell unkontrolliert über den Rand der Staumauer, teilte ein Sprecher der Leitstelle am frühen Donnerstagmorgen mit. Rund 1.000 Menschen müssten in Notunterkünfte gebracht werden.

Die Bevertalsperre ist damit die dritte Talsperre in Nordrhein-Westfalen, die überläuft oder überzulaufen droht. Die anderen beiden sind die Wupper-Talsperre, die ebenfalls im Oberbergischen Kreis liegt und die Steinbachtalsperre im Kreis Euskirchen. Und überall gibt es Evakuierungen:

In vielen Kommunen im Bergischen und im Rheinland wurden Notunterkünfte bereit gestellt. Die Menschen dort versuchten zu schlafen, berichtet eine WDR-Reporterin aus Hückeswagen. Noch immer laufen Evakuierungen entlang von Flüssen wie Wupper, Swist oder Agger. https://t.co/O5XNYxp0Lc

Auch Kreis Trier-Saarburg ruft Alarmstufe 5 aus

15.7.2021, 3:34 Uhr – Landrat Günther Schartz (CDU) hat für den Landkreis Trier-Saarburg den Katastrophenfall ausgerufen. Grund hierfür ist die sich in Kordel zuspitzende Hochwasserlage. Dort ist auch fürs Erste die Trinkwasserpumpe ausgefallen. Die Kyll und ihre Nebenbäche steigen stark an, sodass der Ort nur über Ehrang erreichbar ist. So sieht es vor Ort aus:

⚠️Die Durchfahrt Friedhofstraße in Ehrang Richtung #Kordel ist derzeit gesperrt wegen eines Feuerwehreinsatzes. #Starkregen https://t.co/2bNPhi5SUl

Zwei Tote im Kreis Euskirchen

15.7.2021, 3:09 Uhr – Im Landkreis Euskirchen gibt es im Zusammenhang mit dem Hochwasser mindestens zwei Tote. Das hat der Landrat des Kreises gerade dem SWR bestätigt. Wie die Menschen ums Leben kamen ist noch unbekannt.

Damit sind in Nordrhein-Westfalen in den vergangenen 24 Stunden bereits vier Menschen ums Leben gekommen. Am Nachmittag und am Abend starben je ein Feuerwehrmann im Märkischen Kreis.

WARNMELDUNG! Mehrere Talsperren im Rheinland sind übergelaufen oder drohen überzulaufen. Anwohner in mehreren Orten im Kreis Euskirchen, dem Rhein-Sieg-Kreis und dem Oberbergischen Kreis werden aufgerufen SOFORT den Bereich zu verlassen. Folgende Bereiche sind betroffen:

Stromausfälle in zahlreichen Orten im Kreis Trier-Saarburg

15.7.2021, 2:45 Uhr – Stromausfälle werden aus Kordel, Zemmer, Rodt und Daufenbach im Kreis Trier-Saarburg gemeldet. Der Grund ist Wassereinbruch. Der Kreis schickt Einsatzkräfte zur Unterstützung. Auch die Bundeswehr hilft. Der Einsatz werde die ganze Nacht andauern.

Hochwasser in Solingen – Häuser werden evakuiert

15.7.2021, 2:26 Uhr – Mehrere Häuser sowie ein Tierheim sind am frühen Donnerstagmorgen in Solingen-Unterburg aufgrund des Hochwassers evakuiert worden. Der Wasserzufluss bleibe derzeit unvermindert hoch, wie ein Sprecher des Polizeipräsidiums Wuppertal mitteilte. Demnach werde das Wasser momentan von Einsatzkräften der Feuerwehr abgelassen, was sich auf das Stadtgebiet auswirkt.

Die Wupper-Talsperre selbst werde jedoch nicht überlaufen, teilte der Sprecher weiter mit. Die Stadt Wuppertal hatte indessen kurz nach Mitternacht getwittert, die Talsperre laufe bereits über.

So hatte es dem Tweet zufolge am frühen Abend an der Wupper bei Solingen-Unterburg ausgesehen:

Heute in Solingen-Unterburg. Die Seilbahn führt rauf nach Schloß Burg. Der Ortsteil wurde wohl geräumt.🙄 https://t.co/1GOWXdcPuH

Weiterer Feuerwehrmann stirbt bei Einsatz im Märkischen Kreis

15.7.2021, 1:58 Uhr – Wenige Stunden, nachdem in Altena im Sauerland ein 46-jähriger Feuerwehrmann ertrunken ist, hat ein 52 Jahre alter Kamerad bei einem unwetterbedingten Einsatz im Bereich des Kraftwerks Werdohl-Elverlingsen im Märkischen Kreis offenbar einen Herzinfarkt bekommen. Auch er ist verstorben.

Der Feuerwehrmann in Altena war am Mittwochnachmittag nach der Rettung eines Mannes aus einem überfluteten Stadtteil ins Wasser gestürzt und abgetrieben. Seine Kollegen konnten ihn kurz darauf nur noch tot bergen. Altena im Sauerland war nach Erdrutschen und Überschwemmungen zeitweise nicht mehr zu erreichen.

Kehl am Rhein: Wasser tritt über die Ufer

15.7.2021, 1:49 Uhr – In Kehl am Rhein ist am späten Abend das Wasser über den Rand an der „Brücke der zwei Ufer“ getreten. Laut aktuellen SWR-Bildern scheint die Lage vor Ort noch ruhig zu sein, jedoch ist weiter Starkregen angekündigt:

Autobahnen wegen Hochwasser gesperrt

15.7.2021, 1:28 Uhr – Die durch den Dauerregen unterspülte Autobahn 61 - Mönchengladbach Richtung Koblenz - bleibt zwischen Rastplatz Goldene Meile und Dreieck Sinzig bis mindestens 6:00 Uhr gesperrt. Am Kreuz Meckenheim war am Abend eine Stützmauer eingebrochen. Zwischenzeitlich drohte die Autobahn in Richtung Süden abzusacken.

Auch die Autobahn 6 zwischen Vierheim (Kreis Bergstraße) Richtung Ludwigshafen ist gesperrt. Die Fahrbahn habe sich dort vor der Abfahrt Mannheim-Sandhofen verschoben, sagte ein Sprecher der Polizei am Mittwoch.

„Jahrhundert-Hochwasserstände an Prüm und Nims“

15.7.2021, 1:05 Uhr – Viele Flüsse im Eifelkreis Bitburg-Prüm führen Jahrhunderthochwasser. Auch der Stausee Bitburg könne überlaufen. Im SWR-Interview Willi Schlöder, stellvertretender Katastrophenschutzinspekteur des Kreises:

Wupper-Talsperre läuft über – Evakuierungen wegen Lebensgefahr für Anwohner

15.7.2021, 0:14 Uhr – Mehrere Wohngebiete entlang der Wupper werden gerade evakuiert. In einer Warnmeldung der Feuerwehr Wuppertal heißt es: „Im Bereich Stadtgebiet Wuppertal besteht die Gefahr der Überflutung. Auch wenn der Regen nachlässt, könnte es weitere Wupperüberschwemmungen im Stadtgebiet geben. Grund dafür sind die massiven Zuläufe in die Wuppertalsperre, die zu einem Überlauf der Talsperre führen könnten.“

Die Wassermengen, die dadurch zusätzlich zum kontrollierten Ablauf in die Wupper kommen können, sind nicht absehbar. Der Überlauf könnte binnen der nächsten Stunde passieren (Stand 22:00 Uhr). Es könnte bei der aktuellen Fließgeschwindigkeit der Wupper drei Stunden nach dem Überlauf möglicherweise zu Überflutungen in Wuppertal kommen.“ In Radevormwald an der Wupper hatte die Feuerwehr zuvor vor „akuter Lebensgefahr“ gewarnt und die Bewohner zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert. In einer weiteren Warnmeldung heißt es, auch im Stadtgebiet Solingen drohe Überflutungsgefahr.

00:03 Uhr: DIE TALSPERRE LÄUFT ÜBER! Nach wie vor nach wie können wir keine konkrete Prognose abgeben, wie das Wasser #Wuppertal erreichen wird und welches Ausmaß an Überflutungen erwartet werden muss.

Evakuierungen im Rhein-Sieg-Kreis

15.7.2021, 0:09 Uhr – Im Rhein-Sieg-Kreis in NRW warnt die Kreisleitstelle soeben: „Verlassen Sie sofort die Bereiche Ortsteile Oberdrees und Niederdrees Blockieren Sie nicht den Notruf von Feuerwehr und Polizei durch Nachfragen!“ Einsatzkräfte von Feuerwehr und Rettungsdienst würden die Räumung unterstützen – möglicherweise ist im Nachbarkreis Euskirchen die Steinbachtalsperre gefährdet. Schon kurz zuvor waren dort weitere Gemeinden um die Talsperre geräumt worden:

Achtung: Gefahrengebiet Steinbachtalsperre! Der Rhein-Sieg-Kreis lässt Swisttal-Odendorf, Essig, Ludendorf und Miel räumen. Bitte befolgen Sie die Anweisungen der Rettungskräfte und wählen Sie den Notruf nur in Notlagen!

Auch Kreis Ahrweiler ruft Katastrophenfall aus

14.7.2021, 23:57 Uhr – Nach Bitburg-Prüm und der Vulkaneifel hat nun auch der Kreis Ahrweiler den Katastrophenfall ausgerufen. Alle Schulen und Kitas im Kreis bleiben auch hier am Donnerstag geschlossen.

Region Mayen schaltet Strom teilweise ab

14.7.2021, 23:31 Uhr – Auf einer Pressekonferenz in Mayen haben Vertreter der Einsatzkräfte über die aktuelle Hochwasserlage in der Region Mayen berichtet. Demnach stiegen die Pegelstände derzeit weiter an. Alle Personen in betroffenen Gebäuden sollten sich deshalb umgehend in Sicherheit bringen. In einigen Regionen habe der Strom zudem abgeschaltet werden müssen.

Evakuierungen an der Wupper – Talsperre bei Radevormwald kurz vor dem Überlaufen

14.7.2021, 23:17 Uhr – Wegen extremer Regenfälle wird die Wupper-Staumauer in Kürze überlaufen, warnt die Gefahrenleitstelle des Oberbergischen Kreises. Der Pegelstand der Wupper werde hierdurch im Stadtgebiet Radevormwald in kurzer Zeit sehr stark anschwellen! Es besteht die akute Gefahr der Überflutung. Dort heißt es: „Die Anwohner der Ortslagen entlang der Wupper (Fluss) im Stadtgebiet Radevormwald werden aufgefordert, umgehend den Gefahrenbereich zu verlassen! Es besteht akute Lebensgefahr!“

Für betroffene Bürger richte die Stadt Radevormwald eine Betreuungsstelle ein: Grundschule Wupper, Auf der Brede 33, Radevormwald.

22:19 Uhr: Auch wenn der Regen nachlässt, gibt es KEINE ENTWARNUNG! Es gibt das Risiko, dass es zu weiteren #Wupper-Überschwemmungen im Stadtgebiet kommt. Grund dafür sind die massiven Zuläufe in die Wuppertalsperre, die zu einem Überlauf der #Talsperre führen könnten. #Wuppertal

Auch Eifelkreis Bitburg-Prüm ruft Katastrophenfall aus

14.7.2021, 22:30 Uhr – Aufgrund der zunehmenden Gefahr hat auch der Eifelkreis Bitburg-Prüm den Katastrophenfall ausgerufen. Außerdem wurde festgelegt, dass alle Schulen und Kitas im Kreis am Donnerstag geschlossen bleiben.

So schützt ihr euer Haus vor dem Wasser

14.7.2021, 22:20 Uhr – An manchen Stellen ist es schon zu spät. Aber viele können noch etwas tun. Darauf müsst ihr achten:

Unwetter in SWR3Land Wie kann ich mein Haus vor Hochwasser schützen?

Im Moment häufen sich extreme Unwetter und Starkregen. Das solltet ihr tun, um euer Haus vor Hochwasser, Überschwemmungen und einem vollgelaufen Keller zu schützen.  mehr...

Riesige Wassermassen in der Eifel

14.7.2021, 21:45 Uhr – In der Eifel in Rheinland-Pfalz sind am Nachmittag stellenweise bis zu 120 Liter Regen auf einen Quadratmeter gefallen. Hier einige Impressionen vom Nachmittag:

Straßen unter Wasser, Feuerwehr im Dauereinsatz - kleine Rinnsale werden zu reißenden Bächen: Erste Eindrücke vom Hochwasser in der Eifel. #Ahrweiler #Antweiler #Hetzerath #Wittlich https://t.co/zOU1U4yHzj

Feuerwehren warnen: Wir können nicht überall gleichzeitig sein!

14.7.2021, 21:35 Uhr – In einigen Gebieten von NRW und Rheinland-Pfalz scheinen die Feuerwehren an ihre Grenzen zu geraten. Meldungen wie diese aus dem Hochsauerlandkreis sind heute Abend keine Seltenheit:

„Achtung! Eine Vielzahl von Feuerwehreinsätzen im Hochsauerlandkreis! Durch die Unwetterlage sind bereits alle Einsatzkräfte im Hochsauerlandkreis alarmiert. Bitte beachten Sie, dass die Feuerwehren alle Einsätze nach und nach abarbeiten müssen und nicht zeitgleich an allen Stellen tätig werden können. Meiden Sie darüber hinaus unbedingt unnötige Fahrten mit dem Auto.“

Kreis Vulkaneifel ruft Katastrophenfall aus - Schulen geschlossen

14.7.2021, 21:03 Uhr – Nach starken Regenfällen und Überschwemmungen hat der Kreis Vulkaneifel den Katastrophenfall ausgerufen. „Die Lage ist sehr ernst, wir haben viele überschwemmte Straßen und Ortschaften, die nicht mehr erreichbar sind“, sagte Landrätin Julia Gieseking (SPD) am Mittwochabend in Daun. Die Schulen im Kreis sollen am Donnerstag geschlossen bleiben. Die Menschen wurden aufgerufen, zu Hause zu bleiben.

Rheinland-Pfalz

Tote und Vermisste Hochwasserkatastrophe: Überblick über die Lage in Rheinland-Pfalz

Starke Regenfälle haben in Rheinland-Pfalz für Hochwasser und Überschwemmungen gesorgt. Mindestens 90 Menschen starben. Es gibt viele Vermisste. Ganze Orte wurden völlig verwüstet.  mehr...

Feuerwehrmann ertrinkt bei Rettungsarbeiten in Altena

14.7.2021, 19:33 Uhr – Bei Rettungsarbeiten nach einem Starkregen ist in Altena im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) ein Feuerwehrmann ums Leben gekommen. Das bestätigte ein Sprecher der Polizei im Märkischen Kreis am Mittwoch. Er sei bei einem tragischen Unfall ertrunken.

In Baden-Württemberg ist vermutlich ein 81-jähriger Mann in der Jagst ertrunken. Im sächsischen Jöhstadt im Erzgebirgskreis wird seit Dienstag ein 53-Jähriger Mann vermisst.

Altena ist von der Außenwelt abgeschnitten. Dort ist ein junger Feuerwehrmann bei Rettungsarbeiten ertrunken. In #Hagen muss die Bundeswehr ran. Wie es aktuell durch den #Starkregen in #NRW aussieht, jetzt live. ⤵️ https://t.co/KtDzmN6Mnh

Hochwasser-Ticker: So sieht die Lage in Rheinland-Pfalz aus

14.7.2021, 18:55 Uhr – Unsere Kollegen in Mainz haben speziell für Rheinland-Pfalz einen Hochwasser-Ticker aufgesetzt:

Rheinland-Pfalz

Starkregen und Überschwemmungen Hochwasser-Live-Blog in RLP: Zahl der Flut-Todesopfer gestiegen

Fast zwei Wochen nach der Hochwasserkatastrophe sind die Aufräumarbeiten in vollem Gang. Viele Häuser, Straßen und Brücken sind zerstört, Müll wird tonnenweise abtransportiert. Hier die aktuelle Lage:  mehr...

„Böden können kein Wasser mehr aufnehmen“ – Alarmzustand in der Eifel und im Sauerland

14.7.2021, 18:15 Uhr – Im Westen geht es schlimm ab: Sowohl in Nordrhein-Westfalen, als auch in der rheinland-pfälzischen Eifel kommt die Feuerwehr mit Keller-Auspumpen, retten und abschirmen nicht mehr hinterher.

Der Hochwasser-Experte Bernd Mehlig, spricht für das Sauerland und die Eifel von einer ernst zu nehmenden Situation, in der die örtlichen Feuerwehren sich mancherorts weiter auf Überflutungen einstellen müssten. „Die Böden sind gesättigt und können kein Wasser mehr aufnehmen. Das, was jetzt an Regen dazukommt, wird sich direkt in den Gewässern bemerkbar machen“, sagte Mehlig.

Anschwellende Flüsse und Seen in Baden-Württemberg

14.7.2021, 18:10 Uhr – Rhein, Neckar und zahlreiche andere Flüsse aber auch der Bodensee schwellen im Südwesten stark an. Noch ist die Lage hier aber noch nicht so bedrohlich wie weiter im Norden:

Baden-Württemberg

Weitere Überschwemmungen befürchtet Dauerregen: Deutscher Wetterdienst warnt vor steigendem Hochwasser in Baden-Württemberg

Die Flüsse in Baden-Württemberg führen aktuell schon viel Wasser. Vor neuen Schäden blieb das Land bislang weitgehend verschont. Aber auch hier werden die Pegel wohl steigen.  mehr...

Gefangen zwischen zwei Hochs: Tief Bernd schüttet uns seit Montag zu

14.7.2021, 18:00 Uhr – Tief Bernd ist zwischen zwei Hochs gefangen und dreht und dreht sich um sich selbst... Das bringt Dauerregen und Unwetter an vielen Stellen Deutschlands, aber auch in Baden-Württemberg und vor allem in Rheinland-Pfalz. So sah es bis zum frühen Mittwochabend aus:

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz

Steigende Pegelstände vor allem in Rheinland-Pfalz DWD warnt vor „extremen Unwettern“ – Hochwassergefahr nimmt zu

Der Dienstag war nass in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz – der Mittwoch dürfte noch nasser werden: Spätestens für den Nachmittag rechnet der Deutsche Wetterdienst mit heftigen Niederschlägen und anschwellenden Bächen und Flüssen.  mehr...

STAND
AUTOR/IN
SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 28. Juli, 03:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

Dauer

Meistgelesen

  1. Rhauderfehn

    Zigtausende Biker folgen Twitter-Aufruf Todkranker Kilian (6) hat einen letzten Wunsch: viele Motorräder, viel Lärm

    Kilian ist sechs Jahre alt und hat nicht mehr viel Zeit. Doch Kilian steht auf Motorräder und liebt den Krach, den sie machen. Jetzt haben sich tausende Biker zusammengetan, um ihm den vielleicht letzten Wunsch zu erfüllen.  mehr...

  2. Leverkusen

    Explosion in Sonderabfallverbrennungsanlage Chempark Leverkusen: Zweites Todesopfer geborgen

    Eine Explosion im Chempark Leverkusen hat am Dienstagmorgen die ganze Stadt erschüttert. Es gibt bislang mindestens zwei Tote, fünf Vermisste und 31 Verletzte.  mehr...

  3. Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg

    Live-Ticker zum Hochwasser Betrüger leiten Soforthilfe auf ihr Konto um

    Hochwasser in Deutschland: Die Bergungsarbeiten in den schwer getroffenen Regionen in NRW und Rheinland-Pfalz laufen auf Hochtouren, während immer noch Menschen vermisst werden.  mehr...

  4. Deutschland

    Spenden & helfen SWR3Land hilft – digitale Pinnwand für Hochwasser-Nothilfe

    Die Überschwemmungen haben viele hart getroffen – manche haben sogar alles verloren, was sie hatten. Aber SWR3Land hält zusammen! Viele wollen helfen – das könnt ihr tun.  mehr...

  5. Großostheim

    Wohl tragischer Unfall bei Aschaffenburg Junge Frau bleibt in Altkleidercontainer stecken und stirbt

    Es klingt kurios: Menschen bleiben in Altkleidercontainern stecken und sterben. Doch das passiert leider immer wieder. So wie jetzt beim tragischen Unfall einer 25-Jährigen in der Nähe von Aschaffenburg.  mehr...

  6. Informationen zum Coronavirus So hoch ist die Inzidenz in deinem Landkreis oder deiner Stadt

    Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Deutschland? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...