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Homeoffice dank Corona lässt bei den Schönheitschirurgen die Kassen klingeln. Es gibt immer mehr Anfragen für bestimmte Operationen.

Die Pandemie treibt manchmal seltsame Blüten. Die Schönheitschirurgen in Deutschland melden, dass sich immer mehr Menschen nach operativen Möglichkeiten für ein ansprechendes „Zoom-Face“ erkundigen.

Gemeint sind damit zum Beispiel Lidstraffungen oder Faltenglätten im Gesicht. Das wollten im vergangenen Jahr gut 60.000 Patienten haben, um im Homeoffice, beim Maskentragen und vor allem bei Videokonferenzen besser auszusehen.

Gesichtsbehandlungen um 1,6 Prozent gestiegen

Die Vereinigung der Deutschen Ästhetisch-Plastischen Chirurgen (VDÄPC) hat die Behandlungszahlen in Praxen und Kliniken von etwa 100 Mitgliedern in der größten deutschen Facharzt-Vereinigung von Schönheitschirurgen untersucht.

Dabei kam heraus, dass die Gesichtsbehandlungen im Vergleich zum Jahr davor im abgelaufenen Jahr um 1,6 Prozent gestiegen sind. Das sei aber nicht nur in Deutschland der Fall, der Trend sei auf der ganzen Welt zu beobachten.

Gesichtsästhetik ist meistgebuchte Schönheits-OP

VDÄPC-Präsident Steffen Handstein glaubt, dass der Trend daher kommt, dass die Menschen im Homeoffice immer öfter an Videoschalten teilnähmen. Aber auch das Nutzen von Smartphones und Social Media samt Kamera im privaten Bereich sei ein wichtiger Punkt. All das führe vermutlich zu einer kritischeren Betrachtung der eigenen Optik.

Das hat seine Folgen: Gesichtsästhetik stehe bei Schönheitschirurgen mittlerweile mit an führender Stelle aller Eingriffe. Im Coronajahr 2020 hätten dabei zum Beispiel Lidstraffungen die Lippenkorrekturen nach weiter hinten verdrängt.

Vor allem Männer ließen sich die Augenpartie aufhübschen. Ein strahlendes Lächeln mit den Augen sei in Zeiten von Maskenpflicht wohl zum elementaren Kommunikationsmittel geworden, glaubt Handstein.

Bauch, Beine, Po durch Corona weniger gefragt

Dagegen sei der Wunsch nach Eingriffen jenseits der Kamerawinkel leicht zurückgegangen – von der Brustvergrößerung bis zum Fettabsaugen an Bauch, Beinen und Po.

Insgesamt sind die Zahlen der Behandlungen im vergangenen Jahr aber gesunken. 2020 wurden fast 2.000 Eingriffe weniger durchgeführt als im Jahr davor. Mögliche Gründe dafür könnten sein, dass die Praxen und Kliniken in der Pandemie aus Angst vor einer Corona-Ansteckung seltener aufgesucht wurden – oder OPs zeitweise gar nicht möglich waren.

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