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Christian Spöcker
Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)

Ein Zug kommt rund 15 Minuten zu spät an – das klingt nicht außergewöhnlich. Sonntagnacht konnte die Bahn aber nichts dafür. Schuld waren der Polizei zufolge hungrige Fahrgäste.

Hunger kann für Mitmenschen anstrengende bis unsympathische Charakterzüge zum Vorschein bringen. Das ist nicht erst seit der Werbekampagne eines Schokoherstellers bekannt („Du bist nicht du...“) oder durch Internet-Memes mit dem Spruch „I'm sorry for what I said when I was hungry“ („Sorry für das, was ich gesagt habe, als ich Hunger hatte“). Auch ein Vorfall im hessischen Fulda hat das wieder einmal bewiesen...

Seine Bestellung: Quattro EndstagioniPosted by Deutsche Bahn Konzern on Tuesday, August 30, 2022

Fünf hungrige Fahrgäste halten Zug auf

Denn dort soll ein 23-Jähriger deswegen verhindert haben, dass ein ICE mit ihm und vier Begleitern an Bord nach München weiterfahren kann. Er sei einfach so lange in der Zugtür stehen geblieben, bis ein Lieferdienst mit dem bestellten Essen am Bahnsteig an kam, berichtet die Polizei. „Wegen seines Verhaltens wurden der 23-Jährige und seine Begleiter von der Weiterfahrt ausgeschlossen“, berichtet die Nachrichtenagentur AFP über den Vorfall in der Nacht zu Montag.

Lieferdienst kam nachts gegen 2 Uhr

Jetzt beschäftigen sich die Beamten mit dem Vorfall – und der könnte ein Bußgeld nach sich ziehen. Es dürfte sich am Ende zusammengerechnet wohl um eine sehr teure Mahlzeit handeln. SWR3-Reporterin Saskia Wöhler hat die Polizei gefragt, wie hoch das Bußgeld wohl ausfallen wird:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten SWR3-Reporterin Saskia Wöhler über den Fall in Fulda

Dauer

Überraschend ist außerdem, dass der Lieferdienst nach Angaben der Polizei noch so spät Essen brachte. Die anderen Fahrgäste im ICE kamen den Angaben zufolge wegen der Blockade übrigens rund eine Viertelstunde später am Ziel an als geplant. Wie man sieht, können hungrige Mitmenschen einfach anstrengend sein...

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir dir, woher wir unsere Infos haben!

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

Die Presseabteilung der Polizei verfasst zu vielen Einsätzen einen kurzen Bericht. Der wird den Medien zur Verfügung gestellt. Sie liefern Informationen zum Beispiel zu Unfällen, Ermittlungen und Festnahmen. Außerdem veröffentlicht die Polizei auch Zeugenaufrufe oder Bilder von vermissten Personen und bittet die Medien darum, die Informationen zu verbreiten.

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Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)

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