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Cornelia Stenull (Foto: SWR3)
Miriam Kruse (Foto: SWR3, privat)

Ein Impfangebot für alle bis Ende des Sommers – dieses Versprechen hat Kanzlerin Merkel nach dem Imfpgipfel erneuert. Auch wenn der Impfstoff weiter knapp bleibt.

Trotz der Lieferengpässe bei den Impfstoffen gegen das Coronavirus hält Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an der Zusage fest, bis zum Ende des Sommers jedem Bürger ein Impfangebot machen zu können. Merkel versichert, man werde „Ende September allen ein Impfangebot“ machen können - und zwar bis zum 21. September. Das sagte sie nach den Spitzenberatungen von Bund, Ländern und Pharmaindustrie.

„Nationaler Impfplan“ soll kommen

Diese Zusage gelte selbst dann, wenn die beiden Pharmahersteller Johnson & Johnson sowie Curevac anders als erwartet keine Zulassung für die von ihnen entwickelten Impfstoffe bekommen, sagte Merkel. Um die Impfungen besser planen zu können, wollten Bund und Länder nun einen „nationalen Impfplan“ aufstellen.

Wie genau dieser Impfplan zustande kommen und wie er aussehen soll, ist noch nicht klar. Merkel sagte, Ziel sei es, „mehr Sicherheit zu geben, wie das Einladungsmanagement für die Menschen erfolgen kann“.

Spahn: Impfstoff bleibt bis in den April hinein knapp

Bis in den April hinein bleibt der Impfstoff aber knapp – das hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) eingeräumt. Das sei allen Teilnehmern klar geworden, sagte Spahn am Montagabend in den ARD-Tagesthemen.

Söder: „Wir werden den Rückstand nicht aufholen“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) zeigte sich verärgert über die anhaltenden Probleme bei der Versorgung mit Impfstoffen. "Einen richtig guten Eindruck hinterlässt das alles nicht", sagte Söder am Dienstag im Anschluss an eine Sitzung seines Kabinetts in München. Den Menschen werde derzeit enorm viel zugemutet.

Schon nach dem Impfgipfel hatte Söder eingeräumt, dass Deutschland bei den Impfungen hinter andere Länder zurückgefallen sei: „Wir werden den Rückstand gegenüber den anderen nicht aufholen, aber wir können deutlich besser werden.“

Curevac und Bayer wollen auch Corona-Impfstoff liefern

Neu in die Impfstoff-Produktion will der Bayer-Konzern einsteigen und das Tübinger Biotech-Unternehmen Curevac bei der Herstellung seines Impfstoffes unterstützen. Bis dort die ersten Lieferungen fertig sind, soll es allerdings erst Anfang 2022 so weit sein.

Corona-Impfungen – das ist der aktuelle Stand in Deutschland

In Deutschland werden jeden Tag knapp 100.000 Menschen geimpft. Insgesamt haben sich bislang rund 2,5 Millionen Menschen gegen Corona impfen lassen, eine halbe Million davon haben inzwischen ihren vollen Impfschutz.

Bis Ende März wollen die Impfstoffhersteller mehrere Millionen neue Dosen liefern. Bei Astrazeneca sind es rund sieben Millionen, Biontech plant ca. elf Millionen und Moderna will zwei Millionen liefern. Das wären insgesamt 20 Millionen. Da jeder Geimpfte noch eine zweite Dosis braucht , wäre das Impfstoff für Impfstoff für zehn Millionen Menschen.

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