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Alkohol, Drogen, Streit, Verleumdungen – und möglicherweise auch Gewalt: Das Ehe-Drama von Schauspieler-Expaar Amber Heard und Johnny Depp wurde öffentlich verhandelt.

Johnny Depp legt gegen einen Teil des Urteils Berufung ein

Es geht weiter im öffentlichen Ehe-Drama von US-Schauspieler Johnny Depp und seiner Ex-Frau Amber Heard. Depp hat gegen einen Teil des Jury-Urteils im Verleumdungsprozess Berufung eingelegt. Das Anwaltsteam des Schauspiel-Stars reichte den Antrag bei einem Berufungsgericht in Fairfax County im US-Bundesstaat Virginia ein, wie US-Medien am Donnerstag berichteten. Die Entscheidung der Geschworenen, dass Depp zwei Millionen Dollar Schadenersatz an Heard zahlen müsse, sei fehlerhaft gewesen, machen die Anwälte in dem Dokument geltend. Nach einem sechswöchigen Verleumdungsprozess, in dem sich die früheren Eheleute häusliche Gewalt vorgeworfen hatten, stellte sich die Jury Anfang Juni größtenteils auf die Seite Depps – gab aber auch Heard in einigen Punkten Recht. Wegen Verleumdung muss die Schauspielerin Depp über zehn Millionen Dollar Schadenersatz zahlen. Depp wiederum schuldet ihr nach Entscheidung der Jury zwei Millionen Dollar für Aussagen seines Ex-Anwalts Adam Waldman, die Heards Ruf geschädigt haben sollen.

Prozess wird verfilmt

Der Prozess von Johnny Depp und Amber Heard soll unter dem Titel "Hot Take: The Depp/Heard Trial" verfilmt werden. Das berichtet das People Magazin. Auch die Hauptrollen sollen schon feststehen: Depp soll von Mark Hapka gespielt werden und Megan Davis übernimmt die Rolle der Heard. Der Film soll schnell produziert werden. Die Premiere ist für den 30. September geplant.

Johnny Depp kriegt wieder einen Deal nach dem anderen

Nach vielen negativen Schlagzeilen im Zusammenhang mit seinem Rechtsstreit mit seiner Ex-Frau Amber Heard gelingen Johnny Depp wohl neue lukrative Projekte. US-Medien berichten, der Luxuswaren-Hersteller Dior sei an einer Zusammenarbeit mit dem 59-Jährigen interessiert. Es heißt, Depp sei als Werbegesicht für Parfüm im Gespräch. Er machte vor ein paar Jahren schon einmal Werbung dafür.

Ende Juli verkaufte Depp außerdem von ihm angefertigte Kunstwerke für mehr als drei Millionen Euro. Es handelte sich um insgesamt 780 Drucke mit Porträts der Musiker Bob Dylan und Keith Richards, der verstorbenen Hollywood-Legende Elizabeth Taylor und des Schauspielers Al Pacino.

In einem PR-Video der Galerie, die die Kunstwerke verkauft hat, spricht der Hollywoodstar über sich und seine Arbeit:

Etwa zur gleichen Zeit haben nach Angaben des US-Branchenblatts Deadline.com in Frankreich die Dreharbeiten zum Film „Jeanne Du Barry“ begonnen, in dem Depp in der Rolle des französischen Königs Ludwig XV. zu sehen sein soll.

Johnny Depp wurde in einem Verleumdungsprozess zu einer Zahlung von zwei Millionen US-Dollar an seine Ex-Frau verurteilt. Sie wiederum muss dem Urteil zufolge zehn Millionen Dollar Schadenersatz zahlen und geht gegen das Urteil in Berufung.

Amber Heard versucht Urteil aufzuheben - und scheitert

Heard soll nach dem Verleumdungsprozess gegen Johnny Depp viel Geld zahlen. Das wollte sie verhindern. Die Richterin hat einen Antrag von Heards Anwälten auf einen neuen Prozess abgelehnt. Bei einem der sieben Geschworenen kam es zu einer Verwechslung. Laut den Anwälten von Depps Ex hatte ein Mann in der Jury gesessen, obwohl eigentlich dessen Vater vorgeladen worden war. Beide haben den gleichen Namen und wohnen an der selben Adresse. Die Richterin erklärte aber, durch die Verwechslung sei Heard kein Nachteil entstanden: "Es gibt keinerlei Beweis für Betrug oder Fehlverhalten." Beide Konfliktparteien hätten die Geschworenen akzeptiert. Alle Geschworenen hätten sich zudem an ihren Eid und die Vorgaben des Gerichts gehalten.

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Die Schauspielerin Amber Heard muss ihrem Ex-Mann Johnny Depp mehr als 10 Millionen US-Dollar Schadenersatz zahlen. Das schaffe sie finanziell nicht, hat ihre Anwältin nach dem Urteil im Verleumdungsprozess gesagt. Dass er ihr umgekehrt zwei Millionen Dollar für Aussagen seines Ex-Anwalts schuldet, die nach Ansicht der Jury Heards Ruf geschadet haben, ist für sie wohl nur ein schwacher Trost.

Doch damit nicht genug: Jetzt reiten manche Internet-User auf einer Aussage von Amber Heard herum und machen sich damit über die Prozess-Verliererin lustig. Das Team von Newszone (SWR) zeigt, was dahinter steckt.

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DASDING DASDING

Anwältin: Heard kann Strafe an Depp nicht zahlen

Die Schauspielerin Amber Heard ist nach Angaben ihrer Anwältin nicht in der Lage, die im Verleumdungsprozess gegen ihren Ex-Mann Johnny Depp gegen sie verhängte Millionenstrafe zu zahlen. Das sagte die Juristin Elaine Bredehoft dem Fernsehsender NBC. Die 36-Jährige muss ihrem Ex-Mann 15 Millionen Dollar (14 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen, während der 58-Jährige ihr zwei Millionen Dollar zahlen muss. Wegen einer Deckelung von Strafzahlungen im Bundesstaat Virginia reduziert sich die Strafe für Heard auf 10,35 Millionen Dollar.

Die Anwältin fügte hinzu, Heard könne die Summe nicht aufbringen. Sie werde außerdem das Urteil anfechten und habe dafür „einige exzellente Gründe“.

Johnny Depp nach Urteil erleichtert

Obwohl beide Seiten zu Schadenersatz verurteilt wurden, sieht nur Johnny Depp sich als Sieger. Der Schauspieler war nicht im Gerichtssaal und meldete sich nach der Urteilsverkündung auf Instagram.

Diese Jury hat mir mein Leben zurückgegeben.

Depp schreibt weiter: „Das Ziel, diesen Prozess voranzubringen, war von Anfang an, die Wahrheit ans Licht zu bringen – egal wie es ausgehen würde. Die Wahrheit zu sagen war etwas, was ich meinen Kindern und all denjenigen, die mich immer unterstützt haben, geschuldet habe. Jetzt wo ich das geschafft habe, fühle ich einen inneren Frieden in mir.

Amber Heard von Urteil zutiefst enttäuscht

Die Enttäuschung, die ich heute fühle, kann man nicht in Worte fassen“, schrieb Amber Heard auf Twitter. Dass die Jury ihr trotz eines „Bergs an Beweisen“ größtenteils nicht geglaubt habe, breche ihr Herz. Das Urteil sehe die Schauspielerin auch als einen „Rückschritt“ für andere Frauen in ähnlicher Situation.

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Johnny Depp und Amber Heard sind beide schuldig

Sechs Wochen lang lieferten sich Schauspieler Johnny Depp und seine Ex-Frau und Kollegin Amber Heard eine Schlammschlacht vor Gericht. Jetzt hat die Jury des US-Bezirksgerichts in Fairfax (US-Bundesstaat Virginia) ihr Urteil gefällt und den gegenseitigen Verleumdungsklagen von Depp und Heard stattgegeben.

Die sieben Geschworenen sahen es als in allen Punkten erwiesen an, dass Heard Depp verleumdet habe – gab aber in einigen Punkten auch Heard recht, dass ein Ex-Anwalt von Depp ihren Ruf geschädigt habe.

Die Jury sprach Depp Schadenersatz in Höhe von zehn plus fünf Millionen Dollar zu. Letztere Summe reduzierte die Richterin aufgrund entsprechender Regulierungen im Bundesstaat Virginia auf 350.000 Dollar. Heard sprach die Jury Schadenersatz in Höhe von zwei Millionen Dollar zu. Letztendlich muss Heard dem Urteil zufolge 8,35 Millionen Dollar (knapp 8 Millionen Euro) an Depp zahlen. Eine Berufung in dem Fall gilt als wahrscheinlich.

Johnny Depp gewinnt Prozess gegen Heard – 15 Millionen Dollar Schadenersatz

Ein Geschworenengericht in den USA hat Schauspielerin Amber Heard wegen Verleumdung ihres Ex-Mannes Johnny Depp schuldig gesprochen. Heard habe den Hollywood-Star verleumdet, indem sie ihm häusliche Gewalt vorwarf, befanden die Geschworenen in Fairfax im US-Bundesstaat Virginia am Mittwoch. Sie müsse ihm deshalb 15 Millionen Dollar (14 Millionen Euro) Schadenersatz zahlen.

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