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Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)

Die europäische Polizei hat in mehreren Ländern ein Superkartell hochgehen lassen. Die Drogenhändler kontrollierten ein Drittel des Kokain-Geschäfts in Europa.

Fünf Länder, elf Tage Razzien, 30 Tonnen Koks, 49 Festnahmen und 25 Millionen Euro an Drogengeld: Das ist die Bilanz, die Europol zieht. Bei der Operation „Desert Light“ („Wüstenlicht“) hat die Polizeibehörde ein Superkartell auffliegen lassen. Die Drogenhändler hatten ein Drittel des Koks-Handels in Europa in der Hand.

In vier europäischen Ländern und in den Vereinigten Arabischen Emiraten gab es zwischen dem 8. und 19. November immer wieder Razzien. Dabei wurden auch 12 „High Value Targets“ festgenommen – also hochrangige Zielpersonen.

Kokain-Superkartell: Polizei aus mehreren Ländern arbeitet zusammen

Für diese gemeinsame Aktion haben die Polizeibehörden in Spanien, Frankreich, Belgien, den Niederlanden und den Vereinigten Arabischen Emiraten zusammen mit Europol parallel ermittelt – und die Händler schließlich hochgenommen.

Den 49 Festgenommenen wird unter anderem groß angelegter Drogenhandel und Geldwäsche vorgeworfen. Im Laufe der Ermittlungen haben die Behörden insgesamt 30 Tonnen Kokain beschlagnahmt, das die Truppe nach Europa schmuggeln wollte. Auf den Toiletten in den einschlägigen Clubs wird es also in nächster Zeit vermutlich ruhiger werden – die lauten Schniefgeräusche werden wohl immer mehr verstummen.

Denn bei dieser Aktion wurden insgesamt 49 Menschen festgenommen: 13 in Spanien, sechs in Frankreich, zehn in Belgien, 14 in den Niederlanden und sechs in Dubai.

Zwei Verdächtige aus Niederlanden identifiziert

Bei zwei Verdächtigen mit Verbindung zu den Niederlanden handelt es sich nach Angaben der niederländischen Staatsanwaltschaft um einen 37-Jährigen mit niederländischer und marokkanischer Staatsbürgerschaft, der 2020 und 2021 tausende Kilogramm Kokain in die Niederlande geschmuggelt haben soll. Außerdem wurde demnach ein 40-Jähriger mit niederländischem und bosnischem Pass gefasst.

Das ist Europol aber nicht genug: Die Behörde hat mitgeteilt, dass sich ein internationales Netzwerk von 250 Beamten aus 50 Ländern zusammengetan hat, um auch den weiteren Handel mit Kokain auffliegen zu lassen. Dabei macht Europol eines deutlich:

Die Strafverfolgungsbehörden aus Ländern auf der ganzen Welt arbeiten Seite an Seite zusammen, um die gefährlichsten kriminellen Netzwerke zu bekämpfen.

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