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Cornelia Stenull
Cornelia Stenull (Foto: SWR3)

Erster Sieg für Eintracht Frankfurt in der Champions League! Zur traurigen Wahrheit gehört auch, dass sich der Fußball mal wieder von seiner hässlichsten Seite gezeigt hat.

Champions League: Eintracht Frankfurt gegen Olympique Marseille

Mit 1:0 hat Eintracht Frankfurt in der Champions League gegen Olympique Marseille gewonnen. Aber statt sich über die drei Punkte und den ersten Champions-League-Sieg der Clubgeschichte zu freuen, stehen viele Eintracht-Fans, Spieler und Verantwortliche unter Schock.

Wir haben solch einen Tag in dieser Form noch nicht erlebt und in dieser Weise auch nicht für möglich gehalten [...]

Das @ChampionsLeague-Match zwischen @OM_Officiel und @Eintracht wurde von heftigen #Ausschreitungen überschattet: Anhänger der Franzosen zündeten #Bengalos und ließen Silvesterraketen auf den Gästeblock fliegen. #Frankfurt-Fans zeigten den Hitlergruß... https://t.co/bwY7s9KXY9

Ausschreitungen in Marseille: Das ist passiert

Vor und während des Champions-League-Spiels im Stade Velodrome in Marseille haben sich die Anhänger aus beiden Fanblöcken immer wieder mit Raketen, Bengalos und Kanonenschlägen beschossen.

Ein Eintracht-Fan, der von einem Bengalo getroffen wurde, musste schwer verletzt ins Krankenhaus gebracht werden.

Wir wissen nicht, warum er relativ ernsthaft verletzt ist. Aber er ist stabil und außer Lebensgefahr.

Fußball-Reporter Tim Brockmeier hat die Atmosphäre vor und nach dem Spiel eingefangen:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten Pyro-Skandal bei Eintracht-Sieg in Marseille

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Eintracht-Fan soll Hitlergruß gezeigt haben

Für Wirbel sorgten außerdem Bilder im Internet, die einen Eintracht-Fan auf der Tribüne beim Hitlergruß zeigen sollen. Der Club distanziert sich auf Twitter in aller Deutlichkeit:

⚠️👇 #SGE https://t.co/vLZmkTZZUS

Weiter heißt es vom Verein: Die auf dem Video zu sehende Person habe sich noch während des Spiels beim Eintracht-Fanbeauftragten gemeldet und den Vorwurf einer antisemitischen Intention nachdrücklich zurückgewiesen. „Eintracht Frankfurt wird diesen Vorgang und die Darstellung des Betreffenden ausführlich überprüfen.“

Reschke befürchtet Strafe durch UEFA für Frankfurt

Es gab auf beiden Seiten sicher eine ganze Menge Täter. Aber ich würde behaupten, dass es auf Seiten der Gastgeber bedeutend mehr waren", sagte Reschke. Er schätze da ein Verhältnis von 15:1. „Das ist keine Entschuldigung und soll keinen in Schutz nehmen, der darauf mit gleichen Mitteln zurück reagiert hat“, betonte er weiter.

Bengalos, Leuchtraketen beim Champions-League-Spiel Marseille gegen Eintracht Frankfurt (Foto: IMAGO, IMAGO / Le Pictorium)
Bengalos und Leuchtraketen beim Champions-League-Spiel Marseille gegen Eintracht Frankfurt IMAGO / Le Pictorium

Für das Fehlverhalten der Eintracht-Fans befürchtet der Vorstand für Fanbetreuung, Sicherheit und Recht ebenfalls Konsequenzen von Seiten der UEFA, ohnehin sind die Hessen nach Vorkommnissen in der vergangenen Europa-League-Saison für Heimspiele auf Bewährung.

Rund tausend Einsatzkräfte waren für die als riskant geltende Partie mobilisiert worden. 17 Menschen wurden laut der örtlichen Präfektur im Laufe des Tages am Rande des Spiels in Gewahrsam genommen. Bei einem Spiel des 1. FC Köln in Nizza war es in der vergangenen Woche zu heftigen Ausschreitungen mit 32 Verletzten gekommen.

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Der SID (Sport-Informations-Dienst) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AFP und AP.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

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