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Jahrelang hat sich Kroatien um die Aufnahme in die Euro-Zone bemüht. Jetzt hat die EU-Kommission Ja gesagt.

Beim Kroatien-Urlaub kann man sich wohl ab dem kommendem Jahr den Umtausch von Euro in Kuna sparen: Nach einer abschließenden Bewertung der EU-Kommission erfüllt das Land die Voraussetzungen für die Einführung der Gemeinschaftswährung.

Umstieg von Kuna auf Euro schon am 1. Januar

Damit stehen Kroatien die Tore in die Euro-Zone praktisch offen. Und: Durch seinen Beitritt werde auch der Euro gestärkt, ist EU-Kommisionspräsidentin Ursula von der Leyen überzeugt.

Schon ab dem 1. Januar 2023 will das Land den Kuna durch den Euro ersetzen. Vor allem der Fremdenverkehr sieht der Einführung des Euro mit großen Erwartungen entgegen. Das Land mit der langen Adriaküste, den vielen malerischen Buchten und Inseln, lebt bekanntlich stark vom Tourismus.

Kroatische Flagge (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance / dpa | Klaus-Dietmar Gabbert)

Nachrichten Alles stabil: Kroatien darf Euro einführen

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Viele Kroaten befürchten steigende Lebenshaltungskosten durch Euro

Zugleich befürchten viele Menschen, dass durch die Umstellung auf die europäische Gemeinschaftswährung die Lebenshaltungskosten stark steigen könnten. Für Touris gilt jedenfalls: Preise lassen sich im Kroatien-Urlaub künftig leichter vergleichen.

Kroatien bemüht sich seit Jahren, die Kriterien für eine Aufnahme in den Euro-Club zu erfüllen. Als bislang letztes Land war zum 1. Januar 2015 Litauen als 19. Mitglied in den Kreis der Länder mit der Gemeinschaftswährung aufgenommen worden.

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Haben alle anderen EU-Mitglieder den Euro?

Nach den EU-Verträgen sind alle Mitgliedsstaaten bis auf Dänemark zum Beitritt zur Gemeinschaftswährung verpflichtet, sobald sie die Voraussetzungen erfüllen. Mehrere Staaten verfolgen dies aber nicht mit Nachdruck. Zu ihnen zählen zum Beispiel Schweden und Ungarn.

Den förmlichen Beschluss über die Euro-Einführung in Kroatien soll der Rat der 27 EU-Mitgliedsstaaten in der ersten Juli-Hälfte fassen. Schwierigkeiten werden nach der eindeutigen Bewertung der EU-Kommission allerdings nicht erwartet.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 2. Juli, 13:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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