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Die Menschen in Bayern und Hessen haben einen neuen Landtag gewählt. Wer sind die Gewinner, wer die Verlierer? Welche Geschichten passieren am Rande? Infos findet ihr hier.

Aktuelle News zu den Landtagswahlen

Am 8. Oktober haben die Menschen in Bayern und Hessen neue Landtage gewählt. Wir beenden unseren Live-Ticker. Aktuelle News und Analysen zu den Ergebnissen haben die Kolleginnen und Kollegen in den Bundesländern:

Aktuelle Zahlen für Bayern

So sehen die aktuellen Zahlen für die Landtagswahl in Bayern aus:

Aktuelle Zahlen für Hessen

So sehen die aktuellen Zahlen für die Landtagswahl in Hessen aus:

Rhein will schon am Dienstag mit Sondierungsgesprächen starten

Der hessische Ministerpräsident und Landtagswahlsieger Boris Rhein will möglichst schon an diesem Dienstag mit Sondierungsgesprächen über ein künftiges Regierungsbündnis starten. „Wir wollen morgen Nachmittag schon in die Gespräche einsteigen. Die werden dann auch am Mittwoch weiterlaufen“, sagte der CDU-Politiker am Montagabend. Dieser Zeitplan müsse aber zunächst auch mit den Gesprächspartnern besprochen werden.

Zunächst werde seine Partei Sondierungsgespräche mit dem bisherigen grünen Koalitionspartner führen, sagte der CDU-Politiker. Danach werde er die SPD einladen und auch das Gespräch mit der FDP suchen.

Grüne sehen Wahlergebnisse nicht als Anlass für Kurswechsel

Die Grünen sehen nach ihren Verlusten bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern keine Veranlassung für eine inhaltliche Kurskorrektur. Ändern müsse sich allerdings der Stil der Ampelregierung, die – anstatt ihre gemeinsamen Erfolge ins Schaufenster zu stellen – in der Öffentlichkeit oft als zerstritten wahrgenommen werde, sagte der Parteivorsitzende Omid Nouripour. „Es geht besser, muss auch wieder besser werden. Und daran wollen wir miteinander arbeiten.

Alle in der Ampel müssten nun schauen, wie der Ton ein bisschen „geglättet“ werden könne. Besorgniserregend sei der Stimmenzuwachs für die AfD in beiden Bundesländern, sagte Nouripour. Jetzt sei ein „Schulterschluss der Demokraten“ notwendig, um unter den AfD-Wählern diejenigen, „die noch gut erreichbar sind“, zurückzuholen.

Reaktionen der Parteien in BW

Während die CDU auch hierzulande feiert, muss vor allem die FDP eine herbe Niederlage verkraften. Wie sind die politischen Reaktionen in Baden-Württemberg?

Deutschland

Wahl in Nachbarbundesländern So reagieren Parteien in BW auf die Landtagswahlen in Hessen und Bayern

Die Parteien im Land haben unterschiedlich auf die Wahlergebnisse in Bayern und Hessen reagiert. Während die CDU auch hierzulande feiert, muss vor allem die FDP eine herbe Niederlage verkraften.

Musik Klub Soul SWR1 Baden-Württemberg

Von Freude bis Frust: So reagieren die Parteien in RLP

Die Parteien im rheinland-pfälzischen Landtag haben an diesem Montag ganz unterschiedlich auf die Ergebnisse der Landtagswahlen in Hessen und Bayern reagiert:

Rheinland-Pfalz

Hessen und Bayern haben gewählt Freude und Frust bei den Parteien in RLP nach Landtagswahlen

In Hessen und Bayern wurde gewählt - die Ergebnisse lösen in Rheinland-Pfalz gemischte Reaktionen aus.

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz SWR Fernsehen RP

Faeser hält nach Hessen-Wahl an Amt der Bundesinnenministerin fest

Die hessische Spitzenkandidatin Nancy Faeser (SPD) hält auch nach dem Debakel für die Partei bei der Landtagswahl an ihrem Posten als Bundesinnenministerin fest. Sie habe „große Verantwortung hier in Berlin übernommen“ und von Anfang an gesagt, dass sie dieser Verantwortung „weiter gerecht werden möchte“, sagte Faeser am Montag in Berlin. Sie bedankte sich vor diesem Hintergrund für das „große Vertrauen der Parteivorsitzenden und des Bundeskanzlers“ Olaf Scholz (SPD).

Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) will auch nach dem schlechten Abschneiden der SPD Faeser als Bundesinnenministerin festhalten. Regierungssprecher Steffen Hebestreit sagte am Montag in Berlin auf Nachfrage von Journalisten: „Er ist fest entschlossen, auch weiterhin mit Nancy Faeser als Bundesinnenministerin im Kabinett zusammenzuarbeiten.“

Landtagswahlen waren ein Fiasko für die Ampel-Regierung

Die Ergebnisse der Landtagswahlen in Bayern und Hessen sind ein Mißtrauensvotum gegen die Bundesregierung. Darin sind sich die Spitzen aller im Bundestag vertretenen Parteien einig. SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert bezeichnete sprach von einem Signal. Über die konkreten Konsequenzen werde jetzt beraten. FDP-Partei-Vize Wolfgang Kubicki hat eine Kurskorrektur der Ampel-Koalition gefordert. Grünen-Chef Omid Nouripour sagte, die Bundesregierung müsse ihre Arbeit besser präsentieren.

Parteien beraten über Folgen von Landtagswahlen in Hessen und Bayern

Die Parteien auf Bundes- und Länderebene beraten am Montag über die Ergebnisse der Wahlen in Hessen und Bayern. In Berlin kommen die Gremien der Bundesparteien zusammen, zwischen 11.30 und 14.00 Uhr treten die Parteispitzen vor die Presse – meist zusammen mit den Spitzenkandidaten aus den beiden Bundesländern.

In München halten jeweils CSU-Chef Markus Söder und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger eine Pressekonferenz ab. In Bayern gewann die Union die Landtagswahl, fuhr aber ein historisch schlechtes Ergebnis ein. Sie kann jedoch ihre Koalition mit den Freien Wählern fortsetzen.

In Hessen gewann die CDU von Ministerpräsident Boris Rhein die Wahl klar und könnte weiter mit den Grünen regieren. Die SPD um Bundesinnenministerin Nancy Faeser als Spitzenkandidatin erlebte ein Debakel.

Hessen: Hochrechnung, 23:20 Uhr

In Hessen bleibt die CDU stärkste Kraft und legt kräftig zu. Laut Hochrechnung von Infratest dimap kommt sie auf 34,6 Prozent (2018: 27,0 Prozent). Die Grünen rutschen ab auf 14,8 Prozent (2018: 19,8 Prozent). Die SPD landet nur noch bei 15,1 Prozent (2018: 19,8 Prozent). Die AfD legt zu auf 18,5 Prozent (2018: 13,1 Prozent). Die FDP muss mit 5,0 Prozent um den Wiedereinzug in den Landtag bangen (2018: 7,5 Prozent). Die Linke fliegt mit 3,1 Prozent aus dem Landtag (2018: 6,3 Prozent).

Bayern: Hochrechnung, 23:20 Uhr

In Bayern bleibt die CSU stärkste politische Kraft. Die Partei kommt laut Hochrechnung von Infratest dimap auf 36,6 Prozent (2018: 37,2 Prozent). Die Grünen erreichen 14,4 Prozent (2018: 17,6 Prozent). Die Freien Wähler (FW) kommen auf 15,6 Prozent (2018: 11,6 Prozent). Die AfD legt zu auf 15,7 Prozent (2018: 10,2 Prozent). Die SPD landet nur noch bei 8,1 Prozent (2018: 9,7 Prozent). Die FDP ist mit 2,9 Prozent raus aus dem Parlament (2018: 5,1 Prozent).

Grünen-Spitzenkandidat Al-Wazir verliert Direktmandat knapp

Der Grünen-Spitzenkandidat Tarek Al-Wazir hat sein Direktmandat bei der Landtagswahl in Hessen knapp verloren. Al-Wazir erhielt im Wahlkreis Offenbach-Stadt laut dem Statistischen Landesamt 25,8 Prozent der Stimmen. Seine CDU-Konkurrentin Kim-Sarah Speer erreichte 25,9 Prozent. 2018 hatte Al-Wazir den Wahlkreis als Direktkandidat noch mit 27,5 Prozent gewonnen.

Freie-Wähler-Chef Aiwanger gewinnt Direktmandat in Bayern

Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hat bei der Landtagswahl für seine Partei das erste Direktmandat in Bayern gewonnen. Im Stimmkreis Landshut holte Aiwanger 37,2 Prozent der Erststimmen, wie der Landeswahlleiter mitteilte. Er lag damit deutlich vor dem CSU-Kandidaten Helmut Radlmeier, der 24,8 Prozent der Erststimmen holte. In Bayern konnte vorher noch kein Freier Wähler ein Landtags-Direktmandat gewinnen.

Hubert Aiwanger holt zum ersten Mal überhaupt ein Direktmandat für die Freien Wähler in Bayern. Auch ein zweites Direktmandat konnten sie sich sichern: https://t.co/KRygO6o1Iv#ltwby23 #Landtag #BR24Wahl pic.twitter.com/dnoTyXJGK1

Söder gewinnt Stimmkreis mit besserem Ergebnis als 2018

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat bei der Landtagswahl sein Direktmandat mit einem besseren Ergebnis als bei der Landtagswahl vor fünf Jahren gewonnen. Söder holte in seinem Stimmkreis Nürnberg-Ost 41,5 Prozent der Stimmen. Söder konnte damit den Grünen Elmar Hayn als Zweitplatzierten mit 22,1 Prozent der Erststimmen deutlich hinter sich lassen. Bei der Landtagswahl 2018 hatte Söder mit 38,1 Prozent seinen Stimmkreis gewonnen.

SPD-Spitzenkandidatin Faeser verpasst Direktmandat deutlich

Die SPD-Spitzenkandidatin und Bundesinnenministerin Nancy Faeser hat bei der Landtagswahl in Hessen das Direktmandat in ihrem Wahlkreis Main-Taunus I deutlich verpasst. Mit 14,8 Prozent landete sie abgeschlagen auf dem dritten Platz, wie das Statistische Landesamt mitteilte. Das Direktmandat holte der CDU-Kandidat Christian Heinz mit 43,9 Prozent der Stimmen. Auf den zweiten Platz kam Gianina Zimmermann (Grüne) mit 16,1 Prozent. Heinz hatte den Wahlkreis bereits 2018 gewonnen. Damals erhielt er 35,4 Prozent der Stimmen.

Merz gratuliert Ministerpräsidenten

CDU-Chef Friedrich Merz hat den Ministerpräsidenten Boris Rhein in Hessen und Markus Söder in Bayern zu deren Wahlergebnissen gratuliert. Seine Partei rief er zur Geschlossenheit auf. Auf X, früher Twitter, schrieb Merz, Geschlossenheit und klare Positionen zahlten sich aus. In Hessen habe die CDU ein sensationelles Ergebnis erzielt. In Bayern könne die bürgerliche Koalition weitergeführt werden.

Herzlichen Glückwunsch, lieber @BorisRhein_cdu, zu diesem sensationellen Ergebnis! Es zeigt vor allem eines: Geschlossenheit und klare Positionen zahlen sich aus. Wenn wir diesen Weg alle gemeinsam weitergehen, ist das #Ampel-Chaos spätestens zur Bundestagswahl 2025 beendet. (FM)

Ich gratuliere Dir herzlich zum Wahlsieg, lieber @Markus_Soeder! Die Wählerinnen und Wähler in Bayern haben der @CSU erneut einen ganz klaren Regierungsauftrag erteilt, die erfolgreiche bürgerliche Koalition kann fortgeführt werden. (FM)

AfD-Politiker Baumann: „Der Wind ändert sich in Deutschland“

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der AfD-Bundestagsfraktion, Bernd Baumann, sieht einen wachsenden Einfluss seiner Partei. „Der Wind ändert sich in Deutschland, der geht von links nach rechts“, sagte er in der Berliner Runde der ARD. Dies bemerke auch die CDU, die in der Migrationspolitik auf die härtere Linie der AfD einschwenke. „Aber der Wähler weiß, die CDU, die Merzens und die Söders, das sind Fähnchen im Wind, und die AfD ist der Wind.“ Auf die Frage, ob ihm für die AfD die Rolle als Protestpartei genüge, sagte Baumann: „Natürlich nicht. Wir wollen ja Deutschland verändern. Unsere Wähler wollen Deutschland verändern.

CDU-Spitzenkandidat Rhein bietet SPD, Grünen und FDP Gespräche an

Hessens Ministerpräsident und CDU-Spitzenkandidat Boris Rhein hat nach dem Wahlerfolg seiner Partei sowohl SPD als auch Grünen und FDP Gespräche über eine mögliche Regierungszusammenarbeit angeboten. „Jetzt kommt es erst einmal darauf an, in Sondierungsgesprächen Schnittmengen zu finden und Schnittmengen zu suchen“, sagte Rhein am Sonntagabend in Wiesbaden. „Dann ist es natürlich wichtig für uns, so viel CDU wie möglich umzusetzen.“ Bislang regiert in Hessen ein schwarz-grünes Bündnis. Nach den Hochrechnungen hätten die beiden Parteien auch künftig eine Mehrheit zusammen.

Linken-Chef: Rechtsruck nun auch im Westen angekommen

Linken-Co-Chef Martin Schirdewan sieht das Erstarken der AfD auch als Folge der Ampelpolitik in Berlin. „Der Rechtsruck ist nun auch im Westen der Republik mit voller Wucht angekommen“, sagte Schirdewan. Die Wahlen in Hessen und Bayern „markieren damit auch das Scheitern der Ampel und ihrer Politik“. Die Linke-Parteivorsitzende Janine Wissler ist schwer enttäuscht vom Abschneiden ihrer Partei bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern. Wissler sprach am Sonntag in der ARD von einem „bitteren Abend“.

Es ist so bitter, dass wir unsere Arbeit nicht weiter fortsetzen können“, sagte sie mit Blick auf ihr Heimatland Hessen, wo die Linke voraussichtlich nicht mehr im Landtag vertreten sein wird. Immens geschadet hätten auch die Spekulationen über eine Parteineugründung durch die Linken-Politikerin Sahra Wagenknecht. „Natürlich ist das ein Problem“.

Söder: Wollen bürgerliche Koalition fortsetzen

Bayerns Regierungschef Markus Söder (CSU) sagt in einer ersten Reaktion, man wolle die bürgerliche Koalition fortsetzen. „Bayern hat gewählt. Bayern hat Stabilität gewählt. Und die CSU hat diese Wahl gewonnen.“ Die CSU hat bislang mit den Freien Wählern regiert. Söder will rasche Gespräche mit den Freien Wählern über eine Fortsetzung der Koalition führen. Er wolle schon bald entsprechende Gespräche beginnen, sagt Söder in der ARD. FW-Chef Hubert Aiwanger erwidert die Avancen. Man könne „innerhalb weniger Tage klar Schiff machen“, sagt er.

Söder zu Kanzlerkandidatur: Will Regierungsauftrag in Bayern erfüllen

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder verneint Spekulationen über eine mögliches Interesse an einer Kanzlerkandidatur für die Union. „Es bleibt dabei: Ich habe einen Regierungsauftrag für Bayern, den möchte ich auch erfüllen“, sagt der CSU-Chef im ZDF. Angesichts einer starken AfD brauche es auch einen „sehr starken Ministerpräsidenten“ in Bayern. „Und dafür bin ich da, alles andere kommt für mich nicht in Frage.“ Auf die Nachfrage, dass dies kein klares Nein sei, sagte Söder: „Doch.

SPD stärkt Nancy Faeser den Rücken als Bundesinnenministerin

Die Bundesinnenministerin und SPD-Spitzenkandidatin in Hessen, Nancy Faeser, nennt das Wahlergebnis für ihre Partei „sehr enttäuschend“. Die SPD sei mit ihren Themen im hessischen Wahlkampf überhaupt nicht durchgedrungen, sagt sie in einer Ansprache an ihre Partei. „Wir stehen diesen Abend hier gemeinsam durch.

Der CDU-Generalsekretär Carsten Linnemann fordert von Bundeskanzler Olaf Scholz (SPD) Konsequenzen. Faeser sei abgestraft worden. Sie habe ihre Glaubwürdigkeit verspielt. Erwartungsgemäß anders sieht das der SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert. Er sagte, Faesers Autorität als Bundesministerin sei nicht beschädigt:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten SPD stärkt Nancy Faeser den Rücken als Bundesinnenministerin

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SPD stärkt Nancy Faeser den Rücken als Bundesinnenministerin

Kühnert: Bitterer Abend für SPD in Bayern und Hessen

SPD-Generalsekretär Kevin Kühnert hat das Ergebnis der Landtagswahlen in Hessen und Bayern als bitter für seine Partei und für die Ampel-Koalition gewertet. „Wir sind heute Abend ausdrücklich nicht die Wahlsieger“, sagte Kühnert am Sonntag im ZDF. Die drei Parteien der Ampel-Koalition hätten in beiden Bundesländern verloren. „Wir sollten die Signale alle miteinander in der Ampel-Koalition erkennen: In diesem Wahlergebnis liegt auch eine Botschaft für uns“, sagte Kühnert. In der ARD sagte er, man müsse erkennen, dass „die allgemeine Stimmungslage den Menschen aufs Gemüt drückt und dass mehr Orientierung erforderlich ist.

Aiwanger spricht von Super-Ergebnis

Der Parteichef der Freien Wähler in Bayern, Hubert Aiwanger, spricht von einem Super-Ergebnis. „Wir haben von sehr gutem Ergebnis ausgehend nochmal zugelegt“, sagte er in der ARD. „Wir haben zu gewissem Teil auch verhindert, dass noch mehr Wähler nach rechts gehen“, ergänzt er mit Blick auf die AfD. Seine Partei denke weiter über einen bundesweiten Auftritt nach. Die Freien Wähler erreichen nach ersten Prognosen rund 14 Prozent bei der Bayern-Wahl und legen so um mehr als zwei Prozent zu.

Alle Infos zu Landtagswahlen in Bayern und Hessen

Alle Informationen zu den Landtagswahlen in Bayern findet ihr beim Bayerischen Rundfunk. Die genauen Entwicklungen in Hessen gibt es beim Hessischen Rundfunk.

Geringe Wahlbeteiligung in Hessen, höhere Beteiligung in Bayern

Bei den Landtagswahlen in Hessen und Bayern zeichnen sich recht unterschiedliche Wahlbeteiligungen ab. In Hessen haben bis zum frühen Nachmittag nicht mal 28 Prozent der Wahlberechtigten ihre Stimme abgegeben – und damit deutlich weniger als bei der vorherigen Wahl. In Bayern waren es zur gleichen Zeit schon mehr als 35 Prozent. Die Wahllokale schließen in beiden Bundesländern um 18 Uhr.

Hessen-Wahl: SPD-Spitzenkandidatin Faeser gibt Stimme ab

Die SPD-Spitzenkandidatin in Hessen, Bundesinnenministerin Nancy Faeser (SPD), hat am Sonntagvormittag ihre Stimme in Schwalbach am Taunus in ihrem Wahlkreis Main-Taunus I abgegeben. Der SPD in Hessen droht Umfragen zufolge erneut das schlechteste Ergebnis aller Zeiten. Deutlich vorn liegt die CDU von Ministerpräsident Boris Rhein.

Faeser hat als Ziel der Landtagswahl ausgegeben, die CDU nach beinahe einem Vierteljahrhundert wieder in die Opposition zu drängen. Im Fall einer Wahlschlappe will sie Bundesministerin bleiben. In dieser Position steht sie seit längerem massiv unter Druck, etwa in der Debatte um steigende Migrationszahlen oder wegen der Versetzung des ehemaligen Chefs der Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik, Arne Schönbohm.

Jetzt gilt’s: Heute ist Landtagswahl in Hessen. Ich kämpfe dafür, dass alle Kinder beste Chancen haben, die Industrie stark bleibt, anständige Löhne gezahlt werden und Wohnen bezahlbar ist. Deshalb beide Stimmen für die SPD - für ein soziales und modernes Hessen. Danke! ❤️ pic.twitter.com/TzgVd9swPA

Söder wählt bei Landtagswahl – „wollen stabiles und starkes Bayern“

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat gewählt: Am Sonntagmorgen gab er zusammen mit seiner Frau Karin Baumüller-Söder in einer Schule in Nürnberg seine Stimme bei der Landtagswahl ab. „Wir wollen ein stabiles und starkes Bayern. Aber jetzt warten wir ab, was die Menschen heute entscheiden in Bayern“, sagte Söder anschließend. Laut den letzten Umfragen liegt die CSU in Bayern deutlich in Führung und könnte demnach auf ein ähnliches Ergebnis wie bei der Landtagswahl von 2018 (37,2 Prozent) kommen – ein historisch schlechtes Wahlergebnis. Allerdings sind Umfragen generell immer mit Unsicherheiten behaftet.

Heute zählts: Bitte gehen Sie wählen und geben Sie Ihre Stimme für die Landtags- und Bezirkstagswahl ab.Habe gerade in meinem Wahllokal in Nürnberg gewählt. 🗳️ pic.twitter.com/im0AnllKWG

Wahlen in Hessen und Bayern: Das ist die Ausgangslage

In Hessen und Bayern laufen die Landtagswahlen. Insgesamt 14 Millionen Menschen sind wahlberechtigt. In Hessen regiert seit 2014 ein Bündnis aus CDU und Grünen. Und eine Neuauflage der schwarz-grünen Koalition könnte nach letzten Umfragen möglich sein. Aber auch eine Koalition aus CDU und SPD nach der Wahl ist rechnerisch und politisch denkbar.

In Bayern liegt die CSU nach Umfragen vorn, Ministerpräsident Markus Söder könnte danach weiter mit den Freien Wählern in einer Koalition regieren. CSU-Chef Söder und Freie-Wähler-Chef Hubert Aiwanger hatten schon erklärt, dass sie weitermachen möchten. Ein Bündnis mit den Grünen hat Söder, anders als vor fünf Jahren, ausgeschlossen.

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SWR3

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