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Nach dem Abzug der Internationalen Schutztruppe haben die Taliban das Land zurückerobert. In unserem Blog erfahrt ihr alles Wichtige zur Lage in Afghanistan.

USA bestätigen Tötung von Zivilisten bei Drohnenangriff

Das US-Militär hat eingeräumt, dass bei einem Drohnenangriff in der afghanischen Hauptstadt Kabul zehn Zivilisten getötet wurden - darunter sieben Kinder. Der Angriff Ende August sei ein tragischer Fehler gewesen, sagte der Chef des Zentralkommandos der US-Streitkräfte, Kenneth McKenzie. Kurz nach dem Angriff hatte es geheißen, Ziel sei ein mit Sprengstoff beladenes Fahrzeug von IS-Terroristen gewesen. Nach Medienberichten hat einer der Getöteten für eine Nichtregierungsorganisation gearbeitet; im Fahrzeug sollen sich Wasserkanister befunden haben.

Vereinte Nationen verlängern Afghanistan-Mission

Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen hat das Mandat der Uno-Mission in Afghanistan um ein halbes Jahr verlängert. Es gilt nun bis Mitte März nächsten Jahres. An der Mission sind 1.200 Menschen beteiligt, in erster Linie Afghanen. Sie koordinieren die Hilfsaktionen verschiedener UN-Organisationen für das Land. Die Mitarbeiter beobachten außerdem die Menschenrechtssituation und dokumentieren mögliche Verstöße, etwa Gewalt gegen Frauen. Friedenstruppen beinhaltet die Mission nicht.

Taliban schaffen Frauenministerium ab

Die Taliban haben das Frauenministerium in Kabul wohl in den Sitz ihrer Religionspolizei umgewandelt. Nach Augenzeugenberichten haben Arbeiter an dem Gebäude ein entsprechendes Schild angebracht. In der ersten Herrschaftszeit der radikalen Islamisten von 1996 bis 2001 hatte die Religionspolizei das islamische Rechts-System der Scharia unter anderem mit öffentlichen Hinrichtungen durchgesetzt. Mitarbeiterinnen des Frauenministeriums sagen, sie seien schon vor Wochen nach Hause geschickt worden.

Putin will konstruktive Zusammenarbeit mit Taliban

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sich dafür ausgesprochen, mit den militant-islamistischen Taliban konstruktiv zusammenzuarbeiten. Sie müssten nun dazu gebracht werden, ihre Versprechen zu halten, hat Putin per Videoschaltung beim Gipfeltreffen der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit gesagt. Dazu zählte Putin Frieden, eine Normalisierung des öffentlichen Lebens und Sicherheit für alle. Russland stuft die Taliban als terroristische Bewegung ein, unterhält aber seit Jahren Kontakte zu ihnen. Das Land verlangt von ihnen unter anderem, dass sie nicht die Nachbarländer Afghanistans angreifen und dass sie gegen den Heroin- und Opiumhandel vorgehen.

Niederlande: Zwei Ministerinnen zurückgetreten

Wegen der gescheiterten Evakuierung afghanischer Mitarbeiter aus Kabul sind in den Niederlanden zwei Ministerinnen zurückgetreten. Nach der Außenministerin legte heute auch die Verteidigungsministerin des Landes ihr Amt nieder. Zuvor hatten Abgeordnete im Parlament die Regierung scharf kritisiert. Nach einer Debatte über den Einsatz nahm das Parlament zwei Missbilligungsanträge an. Die niederländische Regierung ist derzeit nur geschäftsführend im Amt. Auch in Deutschland gab es wegen des Afghanistan-Einsatzes Forderungen nach politischen Konsequenzen.

Bundesverdienstkreuz für General Arlt

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat die Leistung der deutschen Soldaten beim gefährlichen Evakuierungseinsatz in Afghanistan gewürdigt. Ihren Kommandeur, Brigadegeneral Jens Arlt, zeichnete er stellvertretend für alle mit dem Bundesverdienstkreuz aus. Arlt stehe für das Beste der Bundeswehr – Deutschland sei ihm zu Dank verpflichtet, sagte Steinmeier im Schloss Bellevue in Berlin. Arlt betonte, es habe sich um eine Teamleistung gehandelt – es sei ihm eine Ehre gewesen, diesen Verband zu führen.

"Ich danke Ihnen, Ihr Land verneigt sich vor Ihnen." Brigadegeneral Arlt bekommt das #Bundesverdienstkreuz von Bundespräsident Steinmeier. Er würdigt damit die herausragende Leistung aller Soldatinnen und Soldaten während der Evakuierungsoperation #Afghanistan. https://t.co/hIOwm7IfkX

"Wir haben in der Kürze der Zeit das Maximale geschafft." General Arlt, der Einsatzführer der Evakierungsoperation #Afghanistan, über einen Einsatz, der hochgefährlich war und unser Land prägen wird. https://t.co/atDh4cEjpi

Masern-Impfaktion in Ramstein gestartet

Auf dem pfälzischen US-Militärstützpunkt Ramstein hat die Masern-Impfaktion für die aus Afghanistan ausgeflogenen Menschen begonnen. Insgesamt sollen rund 9.000 Menschen geimpft werden. Sie warten auf ihre Weiterreise in die USA – die Evakuierungsflüge sind aber noch bis nächste Woche ausgesetzt. Hintergrund sind mehrere Masern-Fälle.

At the direction of the @CDCgov, we have begun administering measles and chickenpox vaccines to the approx 9000 evacuees from #Afghanistan at #Ramstein Air Base and Rhine Ordnance Barracks. Our goal is to ensure the health & safety of evacuees, our bases, and local communities. https://t.co/gH271FPCbL

Bundesregierung erteilt Aufenthaltserlaubnis an 2.500 geflohene Afghanen

Die Bundesregierung hat mehr als 2.500 schutzbedürftigen Menschen aus Afghanistan und deren engsten Familienangehörigen eine Aufenthaltserlaubnis erteilt. Das sagte ein Sprecher des Innenministeriums. Die Genehmigung gelte vorbehaltlich einer Sicherheitsüberprüfung. Auf der Liste sind Frauenrechtlerinnen, Journalisten sowie Wissenschaftler und Künstler.

Anträge auf Familienzusammenführung brauchen Jahre

Mehr als 4.000 Afghanen bekommen kein Visum für Deutschland, obwohl sie grundsätzlich einen Anspruch auf Familienzusammenführung hätten. Grund ist die schleppende Bearbeitung von Asylanträgen. Laut einem Bericht der Neuen Osnabrücker Zeitung erteilte Deutschland im ersten Halbjahr lediglich 624 Visa an afghanische Staatsangehörige. Auf den Wartelisten standen der Zeitung zufolge zuletzt aber 4.173 Personen, um einen Antrag auf Familienzusammenführung zu stellen. Die Zahlen ergeben sich aus einer Antwort auf die Anfrage der Linken-Abgeordneten Ulla Jelpke an das Auswärtige Amt.

Taliban wollen viele Sportarten erlauben - ob Frauen mitmachen dürfen, entscheiden die Älteren

Die radikal-islamischen Taliban wollen nach der Machtübernahme in Afghanistan angeblich weiterhin Hunderte Sportarten erlauben. Ob dann aber auch Frauen Sport machen dürfen, wollte der neue Sportminister Bashir Ahmad Rustamzai nicht beantworten. Dafür sei die Meinung der älteren Taliban-Führer wichtig: „Wenn sie uns bitten, Frauen zuzulassen, dann werden wir das tun. Andernfalls werden wir es nicht tun. Wir warten auf ihre Ansage.“ Grundsätzlich wolle die neue Führung keinen Sport verbieten, es sei denn, er sei nicht vereinbar mit der Scharia. 400 Sportarten seien erlaubt. Vieles werde sich nicht ändern, allerdings müssten etwa Fußballspieler „etwas längere Hosen tragen, die das Knie bedecken“.

Tausende demonstrieren in Kandahar gegen Taliban

In der südafghanischen Stadt Kandahar haben Tausende Menschen gegen die militant-islamistischen Taliban demonstriert. Die Menge habe sich vor dem Regierungssitz des Gouverneurs versammelt, berichtet die Nachrichtenagentur Reuters. Demnach wurden zuvor rund 3.000 Familien aufgefordert, eine Wohnsiedlung des Militärs zu räumen. In der Siedlung lebten bisher Angehörige von Armee-Mitgliedern. Nach Angaben eines ehemaligen Regierungsmitarbeiters hätten sie drei Tage bekommen, um das Areal zu verlassen.

Caritas: Zugang zu Geld Hauptproblem für Afghanistan-Hilfe

Fehlende Bankenliquidität ist nach Angaben des Büroleiters von Caritas international in Kabul, Stefan Recker, derzeit das Hauptproblem in Afghanistan. Vor dem nahenden Winter müssten jetzt dringend Unterkünfte, Zelte, Decken und Sanitärmaterial zur Verfügung gestellt werden, sagte er im ARD-Morgenmagazin. „Aber das große Problem ist nicht, Hilfsgüter an den Mann oder die Frau zu bringen, das Problem ist erstmal, Hilfsgüter zu kaufen, weil die Banken keine Liquidität haben.“

US-Außenminister verteidigt Abzug aus Afghanistan

US-Außenminister Antony Blinken hat den Abzug der US-Truppen bei einer Anhörung im Kongress verteidigt. Präsident Joe Biden habe vor der Wahl gestanden, die Truppen abzuziehen oder den Krieg gegen die Taliban zu eskalieren. Blinken machte außerdem erneut die Regierung von Bidens Vorgänger Donald Trump für den chaotischen Abzug verantwortlich. Man habe keinen Plan geerbt - aber eine Frist, nämlich den 1. Mai. Die Republikaner kritisierten dagegen den Abzug scharf: Er sei eine Katastrophe epischen Ausmaßes, eine bedingungslose Kapitulation vor den militant-islamistischen Taliban.

Vorerst keine Evakuierungsflüge aus Ramstein wegen Masern

Weitere Evakuierungsflüge für afghanische Schutzbedürftige von rheinland-pfälzischen Ramstein in die USA finden vorläufig nicht statt. Grund ist, dass bei fünf Schutzsuchenden Masern festgestellt wurden. Sie sind in Quarantäne und werden medizinisch betreut. Die Flüge blieben noch "mindestens sieben Tage" ausgesetzt, sagte der Sprecher des US-Verteidigungsministeriums, John Kirby. Das habe man nach der Entdeckung der Infektionen mit der US-Gesundheitsbehörde CDC beschlossen. Derzeit sind nach US-Angaben noch mehr als 9.000 Afghanen, die das US-Militär nach der Machtübernahme der Taliban ausgeflogen hatte, in Ramstein untergebracht.

Blinken muss sich wegen Afghanistan-Politik vor US-Kongress verteidigen

US-Außenminister Antony Blinken wird sich vor dem US-Kongress heute und am Dienstag voraussichtlich kritischen Fragen zum Rückzug der USA aus Afghanistan ausgesetzt sehen. Dem Außenministerium ist von Republikanern und Demokraten vorgeworfen worden, es sei nicht genug getan worden, um US-Staatsbürger, Menschen mit Aufenthaltsrecht und gefährdeten Afghanen nach der Machtübernahme durch die Taliban aus Afghanistan zu holen.

Millionenhilfen für Afghanistan trotz Machtübernahme der Taliban

Angesichts einer drohenden humanitären Katastrophe in Afghanistan haben zahlreiche Länder trotz der Machtübernahme der Taliban Hilfen in Millionenhöhe für das Land angekündigt. Deutschland gehört mit einer Zusage von 100 Millionen Euro an humanitärer Hilfe zu den Top-Geldgebern im Rahmen der UN-Geberkonferenz in Genf. Die USA versprachen ihrerseits umgerechnet 54 Millionen Euro, die Schweiz 30 Millionen Euro. Insgesamt sagten die Geberländer mehr als eine Milliarde Dollar für notleidende Menschen in Afghanistan zu.

Bundsregierung will Rückkehr in Botschaft in Kabul mit Partnern abstimmen

Die Bundesregierung wird über eine Rückkehr von Diplomaten in die deutsche Botschaft in Kabul nur zusammen mit den westlichen Partnern entscheiden. Das sagte eine Sprecherin des Auswärtigen Amtes. Die Sprecherin teilte zudem mit, dass über das Wochenende 60 weitere Personen, darunter deutsche Staatsangehörige, aus Afghanistan ausgeflogen worden seien.

Taliban fordern Kooperation von der UN

Anlässlich der Afghanistan-Geberkonferenz in Genf haben die Taliban die internationale Gemeinschaft zur Kooperation aufgefordert. „Die Welt sollte mit uns zusammenarbeiten“, sagte Taliban-Sprecher Sabiullah Mudschahid der dpa. „Die Sicherheit im Land wurde aufrechterhalten, und die Menschen sind in wirtschaftlichen Schwierigkeiten, Lebensmittel sind knapp, Medikamente sind knapp.“

Afghanistan ist nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban vor knapp einem Monat nach Jahrzehnten Krieg und Konflikt auf Unterstützung angewiesen. Beobachter befürchten, dass die militante Gruppe, trotz aller Hoffnungen auf einen gemäßigteren Kurs, wieder mit harter Hand regiert.

Erster kommerzieller Flug in Kabul angekommen

In Kabul ist zum ersten Mal seit der Machtübernahme durch die Taliban wieder ein Flugzeug einer kommerziellen Airline gelandet. Ein AFP-Journalist berichtet, dass das Flugzeug von der pakistanischen Airline PIA kommt. Ein Sprecher hatte auch schon am Wochenende gesagt, dass es wieder mehr Flüge geben soll. Der Kabuler Flughafen ist während der Rettungsmission stark beschädigt worden.

UN-Konferenz zu Entwicklungshilfe für Afghanistan

Knapp einen Monat nach der Machtübernahme der militant-islamistischen Taliban hält die UN heute eine Hilfskonferenz für das Land ab. Ziel des Treffens ist, mehr als 600 Millionen Dollar für Afghanistan aufzubringen. Laut Hilfsorganisationen droht in dem Land eine humanitäre Katastrophe.

Taliban führen Geschlechtertrennung an Unis in Afghanistan ein

An den Universitäten in Afghanistan wird es in Zukunft nur noch getrennten Unterricht für Frauen und Männer geben. Das haben die militant-islamistischen Taliban angekündigt. Gemeinsamer Unterricht stehe im Widerspruch zu den Grundsätzen des Islam und den nationalen Werten, sagte der zuständige Minister. Am Montag will die internationale Staatengemeinschaft in Genf zu einer Geberkonferenz zusammenkommen. Viele Länder haben angekündigt, humanitäre Hilfe an Bedingungen zu knüpfen.

Frankreich will neue Regierung nicht anerkennen

Frankreich will die neue Regierung in Afghanistan nicht anerkennen und keinerlei Beziehungen mit ihr unterhalten. Zuerst wolle Frankreich Taten sehen, sagte Außenminister Jean-Yves Le Drian am Abend im französischen Fernsehen. Er warf den Taliban vor, zu lügen. Die neuen Machthaber hätten die Ausreise einiger Ausländer und Afghanen sowie eine integrative Regierung zugesagt, hielten sich aber nicht daran. Le Drian reist heute zu Gesprächen über weitere Evakuierungen nach Katar, das in der Krise eine Vermittlerrolle einnimmt.

Dreyer stellt geduldeten afghanischen Flüchtlingen dauerhaftes Bleiberecht in Aussicht

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) hat bislang geduldeten Flüchtlingen aus Afghanistan ein dauerhaftes Bleiberecht in Aussicht gestellt. In einem Grußwort auf der Synode der Evangelischen Kirche Hessen und Nassau sagte Dreyer, zurzeit werde nicht abgeschoben, das reiche aber nicht. Rheinland-Pfalz setze sich für eine bundesweite Bleiberechtsregelung ein. Dreyer zeigte sich zuversichtlich, dass es nach der Bundestagswahl eine entsprechende Einigung geben werde.

Weitere Deutsche aus Kabul ausgeflogen

Aus der afghanischen Hauptstadt Kabul sind am Abend 45 deutsche Staatsbürger mit ihren Familien nach Katar ausgeflogen worden. Das hat das Auswärtige Amt heute mitgeteilt. Es war der zweite Evakuierungsflugs seit dem Abzug der internationalen Truppen Ende August.

Armut und Hunger – Humanitäre Lage in Afghanistan spitzt sich zu

Nach Einschätzung der Vereinten Nationen wird sich die humanitäre Lage in Afghanistan in den kommenden Monaten zunehmend verschlechtern. Fast die gesamte Bevölkerung werde von Armut und Hunger betroffen sein. Neun von zehn Afghanen hätten nicht genug zu essen, klagte die Regionaldirektorin des UN-Welternährungsprogramms (WFP) Anthea Webb. Gerade in den Flüchtlingslagern sei die Lage dramatisch. Grund dafür ist, dass seit der Machtübernahme der Taliban die Wirtschaft des Landes weitgehend zusammengebrochen sei. Viele Afghanen hätten ihre Jobs verloren und hätten nun kein Geld mehr, sich und Ihre Familien zu versorgen.

Hunger is rising fast, but we're determined to get food to the people who need it. @WFPAsiaPacific @McgroartyME https://t.co/FjJiH4XNQe

Stoltenberg hält NATO-Einsätze weiterhin für sinnvoll

NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg hält trotz der Entwicklung in Afghanistan auch künftig ähnliche Einsätze des Militärbündnisses für sinnvoll. In der Zeitung Welt am Sonntag schreibt er, das werde nicht die letzte Krise gewesen sein, in der Nordamerika und Europa gemeinsam handeln müssten. Es werde immer jemanden geben, der uns schaden wolle. Stoltenberg hält den Einsatz von Militär zwar grundsätzlich für das letzte Mittel, aber manchmal auch für die einzig vernünftige Antwort. Die NATO wolle nach dem Abzug der westlichen Truppen aus Afghanistan ihr Engagement dort intern untersuchen, so Stoltenberg weiter.

Wegen Masernfälle – Flüge mit Afghanen in die USA vorerst gestoppt

Nach dem Auftreten mehrerer Masernfälle lässt die US-Regierung vorerst keine aus Afghanistan ausgeflogenen Menschen mehr einreisen. Eine Sprecherin des Weißen Hauses sagte, die vier Betroffenen seien in den USA in Quarantäne. Außerdem impfe man alle jetzt auf Militärstützpunkten in den USA angekommenen afghanischen Flüchtlinge gegen Masern, Mumps und Röteln. Demnach prüft die Regierung außerdem die Möglichkeit, die Menschen zu impfen, die sich noch auf Militärstützpunkten wie dem im rheinland-pfälzischen Ramstein befinden, bevor sie in die USA weiterfliegen.

160 Menschen mit zweitem Evakuierungsflug nach Doha gebracht

Zum zweiten Mal hat ein ziviles Flugzeug Menschen aus Afghanistan in die katarische Hauptstadt Doha gebracht. An Bord der Maschine von Qatar Airways waren laut offiziellen Angaben knapp 160 Afghanen und Ausländer, die sich noch in Kabul aufgehalten hatten. Unter ihnen seien auch 19 US-Bürger, bestätigte eine Sprecherin des Weißen Hauses. Sie sagte auch: Die USA seien Katar sehr dankbar, dass es Flüge aus Kabul ermögliche. Am Donnerstag wurden mit einem ersten Evakuierungsflug, den ebenfalls Katar organisierte, mehr als 100 ausländische Staatsbürger aus Afghanistan ausgeflogen. Nach Angaben des Auswärtigen Amtes waren darunter auch 15 deutsche Staatsbürger.

Grünen-Außenpolitiker Nouripour warnt: keine Zahlungen an Taliban

Der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour lehnt Zahlungen an die Taliban ab. Durch Geld aus dem Ausland könnten die Taliban die erste Terrororganisation mit einer Luftwaffe werden, sagte Nouripour im SWR. „Die haben Flugzeuge am Boden – wenn sie Geld haben für Leute, die die warten und tanken, dann werden sie auch fliegen.“ Hilfsgelder sollte deswegen besser den UN-Organisationen zugutekommen, die noch in Afghanistan arbeiten. Gespräche mit den Taliban seien richtig, so Nouripour. Dabei solle es darum gehen, wie man weitere Menschen aus Afghanistan herausbekommen könne.

Zweiter ziviler Evakuierungsflug aus Kabul gestartet

In Kabul hat heute ein zweiter ziviler Evakuierungsflug mit Ausländern und Afghanen an Bord das Land in Richtung Katar verlassen. Unter den Passagieren seien 49 französische Staatsbürger und ihre Angehörigen, erklärte das französische Außenministerium. Beobachtern zufolge könnte damit auch die Wiederaufnahme des zivilen Flugverkehrs am Kabuler Flughafen kurz bevorstehen. Am Vortag war der erste Evakuierungsflug nach dem Abzug der US-Truppen Ende August mit mehr als 100 Menschen an Bord in Kabul gestartet.

Erster ziviler Evakuierungsflug: Auch 15 Deutsche ausgeflogen

Beim ersten Evakuierungsflug seit Abzug der internationalen Truppen sind heute auch 15 Deutsche aus Afghanistan ausgeflogen worden. Das hat ein Sprecher des Auswärtigen Amtes erklärt. Es handelt sich demnach vor allem um Frauen und Kinder, die erstmal in Katar untergebracht wurden. In den nächsten Tagen will das Auswärtige Amt gemeinsam mit den USA weitere, kurzfristige Evakuierungsflüge ermöglichen.

Bildung für Mädchen: Malala appelliert an UN-Sicherheitsrat

Die pakistanische Friedensnobelpreisträgerin Malala Yousafzai hat an den Sicherheitsrat der Vereinten Nationen appelliert, sich vor allem für die Bildung der Mädchen als ein Menschenrecht einzusetzen. Die 24-Jährige sagte: „Ein vereinter Sicherheitsrat, der mit einer Stimme spricht, kann die Taliban zu wirklichen Zugeständnissen bewegen.“ Erklärungen reichten nicht aus. Die Taliban-Regierung in Kabul müsse diese Rechte garantieren. Wenn sie verletzt würden, müsse das auf der Grundlage bestehender Resolutionen verfolgt werden.

Dank engagierter Helfer und Bürgerrechtler hätten bis zum vergangenen Jahr 39 Prozent der afghanischen Kinder zur Schule gehen können. Nach der Machtübernahme der Taliban berichten lokale Organisationen, dass immer mehr Schulen im Land geschlossen würden. Lehrerinnen würden entlassen, weil sie keine Jungen unterrichten dürften.

Erster ziviler Evakuierungsflug aus Afghanistan

Zehn Tage nach dem Abzug der US-Truppen aus Afghanistan sind erstmals Ausländer an Bord eines zivilen Evakuierungsflugs außer Landes gebracht worden. Rund 200 Menschen, darunter auch US-Bürger, verließen heute den Kabuler Flughafen an Bord einer Maschine der katarischen Fluggesellschaft Qatar Airways, bestätigte der katarische Sonderbeauftragte. Die Maschine war zuvor mit Hilfsgütern am Kabuler Flughafen gelandet und nahm auf dem Rückweg die Passagiere mit nach Katar. Katar ist in der Afghanistankrise ein wichtiger Akteur.

AfD fordert Anerkennung der Taliban-Regierung

Die AfD fordert, dass Deutschland die Regierung der militant-islamistischen Taliban offiziell anerkennt. Damit steht die AfD im Gegensatz zu den anderen Parteien im Bundestag. Parteichef-Chef Tino Chrupalla begründete den Vorstoß damit, nur so könne man „ausreisepflichtige Afghanen abschieben“. Diplomatische Beziehungen dürfe man nicht davon abhängig machen, ob man die Weltanschauung eines Landes teile. Dagegen lehnen Außenminister Heiko Maas (SPD) und der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripur eine Anerkennung ab. Nouripour fordert auch, dass die Regierung in Kabul kein Entwicklungsgeld bekommt. Das müsse ausschließlich an humanitäre Organisationen fließen.

Das ganze Gespräch hier in der Mediathek: https://t.co/2u69ukk0fP

Taliban-Regierung verbietet Proteste

Die Taliban haben in Afghanistan per Erlass unangemeldete Demonstrationen verboten. Auch Parolen auf Transparenten müssen jetzt vorab genehmigt werden. Als Grund führten die militanten Islamisten an, dass in den vergangenen Tagen einige Menschen die öffentliche Ordnung gestört und Menschen belästigt hätten. In der Hauptstadt Kabul und in einigen Provinzen hatte es Demonstrationen für Frauenrechte und Freiheit gegeben. Sie wurden mit Gewalt unterdrückt. Auch die Berichterstattung über die Kundgebungen wurde verboten.

Maas will U-Ausschuss zu Afghanistan

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) hat sich offen dafür gezeigt, die Fehler im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz in einem Untersuchungsausschuss des Bundestages aufzuarbeiten. Er sagte in den ARD-Tagesthemen, er sei an maximaler Aufklärung interessiert, damit Fehleinschätzungen sich nicht wiederholten. Zuvor hatte sich Maas mit seinem US-Kollegen Antony Blinken auf der Militärbasis Ramstein in Rheinland-Pfalz getroffen.

US-Außenminister besucht Ramstein

Die Außenminister der USA und Deutschlands, Antony Blinken und Heiko Maas (SPD), beraten heute auf dem Luftwaffenstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz über die Lage in Afghanistan. Zuerst wollen sie zu zweit sprechen, danach werden per Video die Außenminister der Länder zugeschaltet, die ebenfalls von der Afghanistan-Krise betroffen sind. Die USA und Deutschland hatten die meisten Truppen beim internationalen Militäreinsatz in Afghanistan gestellt. Die Mission war in der vergangenen Woche mit dem Abzug der letzten US-Soldaten zu Ende gegangen.

USA fürchten Mitglieder der Taliban-Regierung

Die USA zeigen sich besorgt über einzelne Mitglieder der Übergangsregierung der militant-islamistischen Taliban in Afghanistan. Angesichts der „Verbindungen und der Vorgeschichte“ einiger der von den Taliban benannten Personen, die Spitzenpositionen in der neuen afghanischen Regierung besetzen sollen, sei die Regierung in Washington beunruhigt, sagte ein Sprecher des Außenministeriums. Nach dem Willen der Taliban soll etwa Siradschuddin Hakkani Innenminister in Afghanistan werden. Er steht auf der Liste der meistgesuchten Männer der US-Bundespolizei FBI. Hakkanis Netzwerk wird von den USA als terroristische Gruppierung eingestuft.

Wir bekräftigen auch unsere klare Erwartung, dass die Taliban sicherstellen, dass afghanischer Boden nicht dazu benutzt wird, andere Länder zu bedrohen, und dass der Zugang zur Unterstützung des afghanischen Volkes weiterhin gewährt wird“, hieß es in der Erklärung weiter.

Taliban stellen erste Regierungsmitglieder vor

Drei Wochen nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan haben die militant-islamistischen Taliban erste Vertreter ihrer Regierung vorgestellt. Hohe Ämter nehmen Mitglieder ein, die schon im 20-jährigen Kampf gegen die internationalen Truppen eine zentrale Rolle spielten. An der Spitze der Regierung steht nach Angaben eines Sprechers Hasan Achund. Er gehörte bereits der letzten Taliban-Regierung in Kabul an, ehe die USA in das Land einmarschierten. Sein Stellvertreter wird Abdul Ghani Baradar, der die Gespräche mit den USA über deren Abzug führte.

Asylanträge in Ramstein

Einige der vom US-Militär ausgeflogenen Afghanen wollen als Flüchtlinge in Deutschland bleiben, sagt das Bundesinnenministerium auf Anfrage. Demnach haben von rund 34.000 Menschen, die auf dem US-Militärstützpunkt Ramstein in Rheinland-Pfalz untergebracht sind, bislang rund 90 einen Asylantrag gestellt. Der weitaus größte Teil ist bereits in die USA weitergereist.

Kulturschaffende fordern Schutz für Afghanen

Dutzende Kulturschaffende und Intellektuelle fordern in einem offenen Brief von Kulturstaatsministerin Monika Grütters (CDU), sich persönlich für afghanische Kollegen einzusetzen. Filmemacher, Fotografen, Autoren und Künstler hätten in den letzten 20 Jahren dazu beigetragen, die afghanische Zivilgesellschaft aufzubauen. Man dürfe sie nicht im Stich lassen. Zu den Unterzeichnern gehören unter anderem: Schauspieler wie Ulrich Matthes und Martina Gedeck, Schriftsteller wie Felicitas Hoppe, Daniel Kehlmann, Navid Kermani und Herta Müller, Regisseure wie Doris Dörrie, Volker Schlöndorff und Wim Wenders, Dirigent Daniel Barenboim und Publizisten wie Carolin Emcke und Daniel Cohn-Bendit.

Taliban haben offenbar Pandschir-Tal erobert

In Afghanistan haben die militant-islamistischen Taliban nach eigenen Angaben das Pandschir-Tal erobert. Auf Bildern in sozialen Medien sind Taliban-Kämpfer vor dem Tor des Dienstsitzes des Gouverneurs der Provinz zu sehen. Die Region ist seit Jahrzehnten eine Hochburg des Widerstands gegen die Islamisten und war bisher noch nie unter deren Kontrolle. Noch gestern wurden schwere Kämpfe von dort gemeldet. Mit der Eroberung des Pandschir-Tals wäre jetzt ganz Afghanistan in der Hand der Taliban.

Müller will WHO-Luftbrücke nach Afghanistan nutzen

Bundesentwicklungsminister Gerd Müller (CSU) will Hilfslieferungen der Bundesregierung für Afghanistan über eine Luftbrücke der Weltgesundheitsorganisation abwickeln. Mit WHO-Präsident Tedros Adhanom Ghebreyesus sei besprochen, dass Deutschland die geplante Luftbrücke zur Versorgung von Krankenhäusern mit Medikamenten und Impfstoffen unterstütze, sagte Müller der Rheinischen Post. Die Bundesregierung verstärkt demnach außerdem ihre Unterstützung für weitere Hilfsorganisationen, um eine Hungerkatastrophe zu verhindern.

UN-Nothilfekoordinator trifft Taliban-Führung

In Kabul hat sich der Nothilfekoordinator der Vereinten Nationen, Martin Griffiths, mit der Taliban-Führung getroffen. Er bekräftigte nach eigenen Aussagen den Willen der internationalen Gemeinschaft, Afghanistan mit Hilfsgütern zu versorgen. Die Taliban versprachen demnach, die Sicherheit aller humanitären Helfer zu gewährleisten.

I met with the leadership of the Taliban to reaffirm @UN’s commitment to deliver impartial humanitarian assistance & protection to millions in need in #Afghanistan. https://t.co/CK0bO7dKhY https://t.co/akB6MxOarg

Grüne kritisieren Maas: Taliban kann man nicht trauen

Die Grünen kritisieren Überlegungen von Außenminister Heiko Maas (SPD), den Taliban unter bestimmten Bedingungen Entwicklungshilfe in Aussicht zu stellen. Die Taliban zeigten tagtäglich, dass sie sich nicht an Absprachen hielten, sagte der Grünen-Außenpolitiker Omid Nouripour dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Dass sich die Taliban an Bedingungen hielten, sei naiv und praktisch nicht umzusetzen.

Högl schlägt Ehrung von Afghanistan-Soldaten vor

Die Wehrbeauftragte des Bundestags, Eva Högl (SPD), schlägt eine Ehrung der Bundeswehrsoldaten vor, die am Evakuierungseinsatz in Afghanistan beteiligt waren. Sie habe sich bei Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) dafür eingesetzt, sagte Högl dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Man könne sehr stolz auf das sein, was geleistet wurde. Mehr als 5.000 Menschen seien gerettet worden.

Taliban stoppen Evakuierungsflüge aus Masar-i-Scharif

Die militant-islamistischen Taliban haben in den vergangenen Tagen mindestens vier Charterflüge aufgehalten, mit denen Hunderte Menschen aus Afghanistan gebracht werden sollten. Ein Vertreter des Flughafens in Masar-i-Scharif sagte, die Leute hätten keine Pässe oder Visa und könnten daher das Land nicht verlassen. Der US-Abgeordnete Michael McCaul erklärte, dass unter den Ausreisewilligen auch Amerikaner seien, die Taliban hätten sie praktisch als Geiseln genommen.

STUCK ON PLANES: @RepMcCaul says Americans and Afghan interpreters have been held hostage by the Taliban for days at the Mazar-i-Sharif International Airport in Afghanistan. #FoxNewsSunday https://t.co/2gJfxNTIfJ

USA warnen vor Bürgerkrieg

Die USA warnen vor einem Bürgerkrieg in Afghanistan. Ein General sagte dem US-Sender Fox News, er wisse nicht, ob die Taliban in der Lage sein werden, eine Regierung aufzubauen. Das könne zu einem Erstarken von Terrorgruppen führen. Zu befürchten sei, dass sich Al-Kaida neu formiert, die Extremisten des Islamischen Staats (IS) ihren Einfluss ausbauen „oder eine Vielzahl anderer Terrorgruppen“ sich am Hindukusch breit machen.

Taliban wollen diplomatische Beziehungen zu Deutschland aufnehmen

Nach ihrer Machtübernahme in Afghanistan wollen die militant-islamistischen Taliban offizielle diplomatische Beziehungen zu Deutschland aufnehmen. Das hat ein Taliban-Sprecher der Welt am Sonntag gesagt. Demnach fordern die Taliban außerdem finanzielle Unterstützung und humanitäre Hilfe. Die Bundesregierung ist auf Verhandlungen mit den Taliban angewiesen, weil sie Schutzsuchenden weiterhin die Ausreise aus Afghanistan ermöglichen will.

Wieder Proteste dutzender Frauen in Kabul

Drei Wochen nach der Machtübernahme der Taliban in Afghanistan haben Frauen in der Hauptstadt Kabul für Gleichberechtigung demonstriert. Es ist der zweite Protest innerhalb von zwei Tagen. Eine Spezialeinheit der Taliban hat die Kundgebung offenbar durch Warnschüsse in die Luft beendet. In den vergangenen Tagen hatte es auch in anderen Städten Frauenproteste gegeben. Die Taliban haben zwar eine gemäßigtere Form des islamischen Rechts versprochen, viele Frauen befürchten aber, dass ihre Rechte wieder massiv eingeschränkt werden könnten.

Today’s protest of women in Kabul followed by the presence of Taliban military forces. One injured and other pushed to leave the place. Journalists have been banned to film. #Afghanistan https://t.co/pkpDfeDdfb

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Radionachrichten 18. September, 15:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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