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In China ist die Zahl der Menschen, die am Coronavirus gestorben sind, auf über 1.000 gestiegen. Mehr als 42.000 Menschen sind infiziert. Unterdessen beginnt in Genf ein weiteres Gipfeltreffen der WHO.

Welche Erkenntnisse gibt es momentan zum Coronavirus? Wie wird es verbreitet? Wie kann man es therapieren und wie weit ist eine mögliche Impfung? Über diese und weitere Fragen sprechen am Dienstag und Mittwoch Gesundheitsexperten in Genf. Zu dem Treffen eingeladen hat die Weltgesundheitsorganisation WHO.

Tedros Adhanom Ghebreyesus (Foto: picture alliance/Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa)
Tedros Adhanom Ghebreyesus, Generaldirektor der Weltgesundheitsorganisation (WHO), bei einer Pressekonferenz. picture alliance/Salvatore Di Nolfi/KEYSTONE/dpa

Mehreren internationalen Forscherteams gelang es bereits, das neue Coronavirus im Labor nachzuzüchten. Das internationale Impfbündnis Cepi hatte vor gut zwei Wochen erklärt, ein Impfstoff gegen 2019-nCoV könne voraussichtlich im Sommer in die Testphase gehen.

Experten der WHO waren am Montag zudem nach China aufgebrochen, um weitere Informationen über das neue Coronavirus zu sammeln. Der Erreger hat sich inzwischen auf mindestens 27 Länder und Regionen ausgebreitet. In Deutschland haben sich 14 Menschen mit dem Virus angesteckt.

Zahl der Toten in China steigt weiter

Nach Behördenangaben starben in den vergangenen 24 Stunden alleine in der am meisten betroffenen Provinz Hubei mehr als 100 Menschen. Mittlerweile gibt es mehr als 1.000 Tote.

Unterdessen wurden auf dem Kreuzfahrtschiff „Diamond Princess“ im Hafen von Yokohama in Japan weitere 60 Ansteckungen mit dem Virus nachgewiesen. Damit steigt die Zahl der Infizierten an Bord auf mindestens 130. Das Schiff steht bereits unter Quarantäne, Passagiere dürfen ihre Kabinen nur stundenweise verlassen. An Bord sind insgesamt 3.500 Menschen.

China greift nun offenbar noch härter durch: Zwei führende Beamte der Gesundheitsbehörden der Provinz sind nach Angaben des Staatsfernsehens gefeuert worden. Ihnen wurde zu zögerliches Verhalten im Kampf gegen das Virus vorgehalten.

China-Rückkehrer in Berlin nicht infiziert

In Deutschland scheint die Lage zunächst unter Kontrolle: Ein Flugzeug mit den deutschen Rückkehrern aus China war am Sonntagmittag auf dem Flughafen Berlin-Tegel gelandet. Außenminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich nach der Ankunft erleichtert über die Ausreise der Deutschen und ihrer Familienangehörigen. Laut Auswärtigem Amt handelt es ich dabei um „einzelne Personen“, die sich erst nach dem ersten Rückholflug gemeldet oder es nicht rechtzeitig zum Flughafen geschafft haben.

Nach einer ersten Untersuchung hieß es, keiner der Rückkehrer sei mit dem Virus infiziert. Die 16 Erwachsenen und vier Kinder müssen aber trotzdem in einem Gebäude der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick in Quarantäne. Dort sollen sie 14 Tage bleiben.

Mehr Tote als bei Sars-Pandemie

Durch das Coronavirus sind in China inzwischen mehr Menschen gestorben als bei der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Laut amtlichen Angaben liegt die Zahl der Toten bei über 800 Menschen. Bei der Sars-Pandemie 2002 und 2003 starben offiziellen Angaben zufolge 774 Menschen.

Trotzdem ist die Sterberate des Coronavirus mit rund zwei Prozent deutlich niedriger. Bei Sars lag sie nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation bei fast zehn Prozent.

Internationaler Gesundheitsnotstand

Die Weltgesundheitsorganisation WHO hat wegen der Ausbreitung des Coronavirus einen internationalen Gesundheitsnotstand ausgerufen. Damit werden Länder verpflichtet, ihre Anstrengungen gegen eine weitere Verbreitung des Virus miteinander abzustimmen. Staaten mit schwächerem Gesundheitssystem soll zudem einfacher geholfen werden können.

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