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Wem macht sein Beruf am meisten Spaß? Und wer sucht sich irgendwann andere Aufgaben? Das hat eine Studie untersucht. Das Ergebnis: Die meisten Lehrer lieben ihren Job und Rheinland-Pfälzer bleiben ihrer Berufswahl am häufigsten treu.

70 Prozent der Deutschen würden sich wahrscheinlich wieder für ihren aktuellen Beruf entscheiden, wenn sie noch einmal vor der Wahl stünden. Das hat die repräsentative Berufe-Studie 2019 ergeben, die das Meinungsforschungsinstitut Yougov im Auftrag der Versicherungsgesellschaft HDI durchgeführt hat.

Informatiker und Lehrer sind mit ihrer Berufswahl zufrieden

Der Südwesten liegt hier genau im Schnitt: 70,4 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz sagten, dass sie ihren aktuellen Beruf wieder wählen würden.

Am meisten hängen Lehrer und Informatiker an ihren Jobs: Über 80 Prozent der Erwerbstätigen aus diesen Gruppen würde sich nicht für einen anderen Beruf entscheiden. Im medizinischen und im kaufmännischen Bereich herrscht offenbar mehr Unzufriedenheit. In diesen Berufsgruppen würden nur knapp über 60 Prozent noch einmal dieselbe Wahl treffen.

Drei Viertel der Deutschen wechseln irgendwann den Beruf

Die Menschen im Südwesten sind ihren Berufen offenbar besonders treu: Jeder zweite arbeitet in dem Beruf, den er zuerst erlernt hat. Im Schnitt trifft das in Deutschland nur auf 44,3 Prozent der Menschen zu.

In Rheinland-Pfalz hat sogar ein Drittel der Befragten noch nie – auch nicht vorübergehend – den Beruf gewechselt. Das ist der höchste Wert in ganz Deutschland. Durchschnittlich wechseln etwa 75 Prozent der Deutschen mindestens einmal im Leben ihren Beruf.

Rheinland-Pfälzer macht ihr Beruf am meisten Spaß

Aber bleiben im Südwesten so viele bei ihrem Beruf, weil sie nicht wechseln wollen? Oder gibt es in ihrer Region einfach nicht genug andere Möglichkeiten?

Zumindest in Rheinland-Pfalz scheint die besondere Berufstreue wohl tatsächlich damit zusammenzuhängen, dass viele Erwerbstätige ihre Arbeit gerne machen. 73,1 Prozent der Befragten zwischen Landau und Koblenz gaben an, dass ihnen ihr Beruf Spaß mache. Das ist unter den deutschen Bundesländern der höchste Wert.

Die Baden-Württemberger liegen, was Spaß an ihrem Beruf angeht, im bundesdeutschen Durchschnitt: Etwa zwei Drittel gaben hier an, Spaß an ihrem Beruf zu haben.

Tourismusbranche bei Arbeitnehmern unbeliebt

Wer seine Arbeit gerne macht und wer nicht, unterscheidet sich vor allem auch nach der Branche. Touristische Berufe schneiden besonders schlecht ab: nur 55,9 Prozent der Befragten aus diesem Bereich sagten, sie hätten Spaß bei der Arbeit. Auch im kaufmännischen Bereich waren es nicht sehr viel mehr.

Mit Abstand die größte Freude an ihrem Job haben hingegen Lehrer und Ausbilder. Kein Wunder also, dass in diesen Berufsgruppen auch die meisten denselben Beruf noch einmal wählen würden.

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