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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Die Szene der Big-Wave-Surfer trauert um den Brasilianer Marcio Freire. Der 47-Jährige ist am berühmten Spot Nazaré in Portugal ums Leben gekommen.

Freire sei gestorben, nachdem er beim Surfen nahe dem Strandgebiet Praia do Norte gestürzt und in die Welle geraten sei, teilte die Nationale Seefahrtsbehörde Portugals mit. Der verunglückte Surfer habe demnach eine Welle mit der umstrittenen Tow-In-Surfing-Technik reiten wollen.

‘Mad Dog’ surfer Marcio Freire dies riding giant waves in Nazaré, Portugal. https://t.co/x2Ob6x93eA https://t.co/8UU56YCYrE

Der portugiesischen Seefahrtsbehörde zufolge stellten Rettungskräfte bei dem verunglückten Surfer einen Herz- und Atemstillstand fest und begannen am Strand sofort mit Wiederbelebungsmaßnahmen. Diese seien jedoch vergeblich gewesen. Freire hatte zuvor 20 Jahre lang auf Hawaii gelebt, dem Heimatland des Wassersports.

Nazaré in Portugal: für Surfer attraktiv – und brandgefährlich

Das Seegebiet vor der Küste von Nazaré gilt wegen seiner Riesenwellen als einer der herausforderndsten aber zugleich auch attraktivsten Orte für Surfer weltweit:

Always been a dream of my mine to visit the Big wave at Nazaré. It was everything I’d hope it would be. https://t.co/cDsU9EprMT

Beim Tow-In-Surfing wird Surfern der Zugang zu besonders hohen, ansonsten nicht erreichbaren Wellen ermöglicht, indem sie mithilfe eines Jet-Skis oder eines Hubschraubers in eine sich brechende Welle gezogen werden.

ARD-Korrespondent Reinhard Spiegelhauer über die Geschichte des Big-Wave-Surfens in Nazaré:

Logo SWR3 (Foto: SWR, SWR)

Nachrichten „Auch Weltmeister Steudtner ist hier schon fast ertrunken“

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Der brasilianische „Big Wave“ Spezialist Márcio Freire ist beim Surfen auf der berühmten Welle von Nazaré in Portugal verunglückt und gestorben. Es ist das erste Mal, dass ein Unfall an der Praia do Norte tödlich endet - mehrere Male davor war es schon ziemlich knapp. Trotzdem locken die mehr als 20 Meter hohen Wellen regelmäßig Extremsurfer zu dem Spot bei der Kleinstadt Nazaré, gut 100 Kilometer nördlich von Lissabon.

Deutscher Surfer Steudtner stellte 2020 Weltrekord auf

Der fünf Kilometer tiefe und 170 km lange „Nazaré-Canyon“, in dem die riesigen Wellen entstehen, liegt direkt vor der portugiesischen Atlantikküste. US-Profisurfer Garrett McNamara hatte die Wellen von Nazaré Anfang der 2010er-Jahre einem größeren Publikum bekannt gemacht.

Seit dieser Zeit reisen vor allem im Winter Jahr für Jahr zahlreiche Surfer nach Nazaré. Vor dem Ort hatten sich bereits mehrere Unfälle ereignet, bis Donnerstag war jedoch keiner davon tödlich gewesen.

An dem Unglücksort Nazaré stellte der deutsche Surfer Sebastian Steudtner am 29. Oktober 2020 auf einer 26,2 Meter hohen Welle den Weltrekord für die höchste jemals gesurfte Welle auf:

Sebastian Steudtner, a German pro surfer, rode a wave over 115 feet tall at Nazare, Portugal, a record breaking surf! https://t.co/h9WIsJkoVz

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Der SID (Sport-Informations-Dienst) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AFP und AP.

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