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Die syrische Regierung reagiert auf die Militär-Offensive der Türkei in Nordsyrien. Staatsmedien berichten, dass Regierungschef Baschar al-Assad syrische Truppen in die Grenzregion zur Türkei schickt.

Die Kurden in Nordsyrien sind eine ungewöhnliche Allianz mit der syrischen Regierung von Präsident Baschar al-Assad eingegangen: Assad schickte im Rahmen der Einigung mit den Kurden Truppen in die Region. Sie sollen sich an der gesamten Grenze zur Türkei stationieren und die türkische Offensive zurückschlagen. Das berichtet das syrische Staatsfernsehen.

Russland soll bei dem Deal mit Assad vermittelt haben

Nachrichtenagenturen melden unter Berufung auf Vertreter der Kurden, dass die Einigung nach mehrtägigen Verhandlungen mithilfe russischer Vermittlung erzielt worden sei. Noch weiß allerdings niemand, wie viele Soldaten der syrische Präsident Assad tatsächlich gegen die Türken im Bewegung setzen will und wo genau er sie hinschicken wird. Nach dem jahrelangen Bürgerkrieg in Syrien ist Assads Armee eigentlich ausgelaugt – es fehlt an Soldaten.

Die Kurden in Nordsyrien hoffen jetzt, dass ihnen der Deal mit Assad und mit Russland den Schutz bietet, den die USA ihnen zuvor entzogen hatte.

IS nutzt Chaos – Angehörige sollen aus Lagern geflohen sein

Derweil forderte Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) den türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan in einem Telefonat auf, die Militär-Offensive sofort zu beenden. Denn ungeachtet berechtigter türkischer Sicherheitsinteressen drohe die Offensive zur Vertreibung größerer Teile lokaler Bevölkerung, zur Destablisierung der Region und zum Wiedererstarken der IS-Terrororganisation zu führen.

Der IS nutzt inzwischen das Chaos im Norden Syriens. Am Sonntag hatten die kurdische Autonomiebehörde und die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte mitgeteilt, dass rund 780 Angehörige von IS-Extremisten aus einem Lager ausgebrochen seien.

US-Präsident Donald Trump hatte vergangene Woche den Rückzug von US-Spezialeinheiten aus Nordsyrien bekanntgegeben und damit das Feld für den türkischen Einmarsch in das von den Kurden kontrollierte Gebiet bereitet. Seit Beginn der Offensive befinden sich nach UN-Angaben 130.000 Menschen auf der Flucht.

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