STAND
AUTOR/IN
Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)
Katrin Stöver-Böhm
Katrin Stöver-Böhm (Foto: Max Orlich)
Judith Bühler
Judith Bühler (Foto: SWR3)

In der U-Bahn in New York sind mindestens 23 Menschen durch Schüsse verletzt worden. Der gesuchte Verdächtige wurde festgenommen. Das Motiv ist weiter unklar.

Einen Tag nach den Schüssen in einer New Yorker U-Bahn ist der gesuchte Verdächtige gefasst worden. Eine Sprecherin der Polizei sagte, der 62-Jährige sei nach einem Hinweis aus der Bevölkerung im Stadtteil Manhattan auf der Straße festgenommen worden. Er habe keinen Widerstand geleistet. Der Mann ist polizeibekannt und in der Vergangenheit schon mehrfach festgenommen worden. Jetzt soll er angeklagt werden. Bei einer Verurteilung droht dem Mann eine lebenslange Haftstrafe.

Was war passiert?

Am Dienstagmorgen Ortszeit hatte der Mann im Berufsverkehr in einem Waggon der New Yorker U-Bahn seinen Angriff gestartet. „Als der Zug in den Bahnhof einfuhr, setzte der Verdächtige eine Gasmaske auf und öffnete einen Kanister, der sich in seiner Tasche befand, woraufhin sich der Waggon mit Rauch füllte und er zu schießen begann“, sagte Polizeichefin Keechant Sewell. Der Verdächtige habe eine Art Bauweste getragen und einen Kapuzenpulli. Insgesamt wurden 23 Passagiere verletzt. Daraufhin hatte die Polizei nach dem Angreifer gefahndet. Der Stadtbürgermeister von Manhattan bat auf Twitter um Hinweise aus der Bevölkerung:

An attacker assaulted 7 women, all Asian, in Manhattan over a two-hours period Sunday evening, in Midtown, Nolita & Greenwich Village. Suspect still at large. Described as light complexion & blond hair. If you have any info, call 800-577-TIPS. https://t.co/CfUZbSSh0I

Pistolen-Magazine und Axt am Tatort gefunden

Am Tatort fanden Ermittler zudem weitere Pistolen-Magazine und eine Axt. Laut Sewell hatte der Gesuchte vor der Tat mehrere Videos auf Youtube veröffentlicht, in denen er lange und teilweise aggressive politische Tiraden von sich gibt und New Yorks Bürgermeister Eric Adams kritisiert. Hinweise auf einen terroristischen Hintergrund gibt es den Ermittlern zufolge nicht.

Hatte der New-York-Schütze Bomben bei sich?

Die Feuerwehr von New York sagte der Nachrichtenagentur AFP, dass auch Sprengsätze in der Station gefunden wurden. Die Polizei New York twitterte kurz darauf, dass die mutmaßlichen Bomben aber nicht aktiv seien.

In regard to the multiple people shot at the 36th Street subway station in Brooklyn, there are NO active explosive devices at this time. Any witnesses are asked to call @NYPDTips at #800577TIPS. Please stay clear of the area. More provided information when available. https://t.co/8UoiCAXemB

Tweet zeigt Rauchschwaden in Zugabteil

Auf einem Twitter-Video ist zu sehen, wie Menschen aus einem Abteil des U-Bahn-Zuges laufen und Rauch herausquillt. Später teilte die Polizei mit, der Verdächtige habe in dem Waggon Rauchgranaten eingesetzt und dann mindestens 33 Mal mit einer Handfeuerwaffe geschossen.

Very dramatic video from the incident as the subway arrived at 36th St Sunset Park in Brooklyn. #brooklyn #shooting #nyc https://t.co/5cOdeYPIb1

Probleme mit Überwachungskameras

Während des Vorfalls sollen die in der U-Bahn-Station installierten Überwachungskameras nicht funktioniert haben. Bürgermeister Eric Adams sagte in einem Radio-Interview, anscheinend habe es eine Störung mit dem Kamerasystem gegeben. Das sei das Ergebnis einer ersten Untersuchung.

Biden dankt Ersthelfern

US-Präsident Biden hat sich nach Schüssen bei den Ersthelfern bedankt. Er sei dankbar für Zivilisten, die nicht zögerten, ihren Mitreisenden zu helfen und zu versuchen, sie abzuschirmen. Sein Team stehe in Kontakt mit den Verantwortlichen in New York.

STAND
AUTOR/IN
Björn Widmann
Björn Widmann (Foto: SWR3)
Katrin Stöver-Böhm
Katrin Stöver-Böhm (Foto: Max Orlich)
Judith Bühler
Judith Bühler (Foto: SWR3)
SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 16. August, 15:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

Dauer

Meistgelesen

  1. Lüge oder Wahrheit? Was Politiker versprechen – 4 Thesen Pro und Contra

    Weg mit der Steuer auf Sprit und Lebensmittel, dafür das Geld von den Reichen zu dem Armen umverteilen. Eine gerechtere Gesellschaft kann so einfach sein, sagen uns Politiker oft. Was ist dran?  mehr...

  2. Liveblog: Der Krieg in der Ukraine und seine Folgen Explosionen auf der Krim – Moskau spricht von Sabotage-Akt

    Russland versucht weiter, die Ukraine einzunehmen. Der Krieg hat auch Auswirkungen auf Europa und die ganze Welt. Alle Infos dazu.  mehr...

  3. Landkreis Reutlingen

    Kettenreaktion im Landkreis Reutlingen Horrorunfall auf der B28: Ein Mann stirbt, mehrere Schwerverletzte

    Ein Mann ist am Montag bei Römerstein auf die Gegenfahrbahn geraten. Die Folgen sind erschütternd.  mehr...

  4. Tipps und Hintergrundinfos Das bedeutet die Gasumlage jetzt für Verbraucher

    Während wir gerade den Schlag der hohen Nebenkostenabrechnung für das vergangene Jahr verdauen, kündigt sich für Oktober schon der nächste Hammer an. Mit welchen Kosten müssen wir rechnen? Hier gibt's alle Infos zum Thema.  mehr...

  5. Park ganz normal geöffnet Achterbahn-Unfall im Legoland: Das sagt die Sprecherin des Parks

    Am Donnerstag prallten in Günzburg im Legoland zwei Züge einer Achterbahn mit Wucht aufeinander. 31 Fahrgäste, darunter zehn Kinder, wurden verletzt. Die Polizei ermittelt wegen des Verdachts der fahrlässigen Körperverletzung. Eine Sprecherin des Freizeitparks äußerte sich erstmals.  mehr...

  6. Trier

    Besondere Schwere der Schuld Urteil für Amokfahrer von Trier: Lebenslang in geschlossene Psychiatrie

    Im Prozess um die Amokfahrt in Trier ist der Angeklagte wegen mehrfachen Mordes verurteilt worden, er gilt als gemeingefährlich. Die Antwort nach dem Motiv bleibt offen.  mehr...