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AUTOR/IN
Laura Bisch (Foto: SWR3)

Zwei runde, gepflasterte Steinhalbkugeln und dazwischen ein länglicher und vorne abgerundeter Auslauf, in den das Wasser plätschert – das klingt nicht nur ein bisschen nach Phallus, sondern wird auch von vielen Beobachtern so wahrgenommen. Übrigens auch vom Pfarrer der Gemeinde.

Aber von Anfang: In dem kleinen Dorf Jossgrund im Main-Kinzig-Kreis in Hessen gibt es seit kurzem einen neuen Brunnen auf dem Platz direkt vor der Kirche. Dort war die letzten Wochen eine Baustelle. Nun ist sie abgebaut. Stattdessen ist mitten auf dem Platz nun ein Brunnen, der aussieht wie ein riesiger Penis.

⛪⛲Die Gemeinde Jossgrund im Main-Kinzig-Kreis kommt aus dem Staunen nicht mehr raus. Seit rund einer Woche steht unterhalb der Kirche ein neuer Brunnen, der - nun ja - ohne Zweifel aussieht wie das männliche Geschlechtsteil. Entworfen wurde das neue Wahrzeichen wohl von einer jungen Architektin. Die Form des Brunnens sei bei der Planung anscheinend niemandem aufgefallen. „Als die Baustelle dann weg war, hat man es plötzlich gesehen,“ sagt Pfarrer Daniel Göller – und nimmt’s mit Humor. Der Brunnen sei so etwas wie das neue Wahrzeichen der Gemeinde geworden. Leute aus anderen Gemeinden würden extra anreisen, um sich mit dem Brunnen zu fotografieren. „Selbst die älteren Kirchenmitglieder lachen sich kaputt“, so Göller. 😄😄😄 Bilder: Daniel Göller #brunnen #jossgrund #kirche #wahrzeichen #architektur #pfarrer #hessen #hessenschau

Auch der Pfarrer lacht darüber

Dass die neue Installation an einen Penis erinnert, findet auch der Pfarrer von Jossgrund, Daniel Göller – nur dass er es etwas verlegener ausdrückt. Im Interview mit dem Hessischen Rundfunk sagte er:

Die Form ist vorher niemandem aufgefallen. Als er enthüllt wurde, dachte ich: Das ist ja ein ganz schönes Phallus-Symbol!

Daniel Göller, Pfarrer von Jossgrund

Brunnen nicht nur lustig, sondern auch Touristen-Magnet

Aber nicht nur der katholische Pfarrer nimmt es mit Humor – auch die Dorfbewohner lachten über den neuen Brunnen, so Göller. Der Penisbrunnen trifft damit wohl auf einen Humor, den offenbar alle Generationen teilen. „Selbst die älteren Kirchenmitglieder lachen sich kaputt“, so Göller.

Und der Brunnen hat offensichtlich noch einen Vorteil: Wie Göller berichtet, zieht der Brunnen nicht nur die Menschen aus dem eigenen Dorf an – seit der Enthüllung seien schon zahlreiche Schaulustige aus den benachbarten Gemeinden angereist, um den Penisbrunnen zu bestaunen und sich damit ablichten zu lassen.

Gerade während der Corona-Krise sei das ein Grund mehr, um nach Jossgrund zu fahren. Und eben auch, um einfach mal herzlich zu lachen, findet der Pfarrer.

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Laura Bisch (Foto: SWR3)

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