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Der Vorsitzende der Polizeigewerkschaft hat zwei Dinge angekündigt: Die Polizei werde über die Feiertage verstärkt kontrollieren, ob sich die Menschen an die Corona-Maßnahmen halten – die Menschen selbst sollten allerdings nicht bei jedem vermuteten Verstoß von anderen die Polizei rufen.

Die Bitte stattdessen: Man solle „erstmal selbst zu den Nachbarn gehen und – falls da wirklich zu viele Leute sind – sie bitten, sich an die Regeln zu halten“. Das hat der Vize-Bundesvorsitzende der Gewerkschaft der Polizei (GdP), Jörg Radek, der Süddeutschen Zeitung gesagt.

Man sollte nicht immer sofort die Polizei rufen. Diese Pandemie erfordert von uns allen auch ein Stück Zivilcourage.

Jörg Radek, Vize-Bundesvorsitzender der Gewerkschaft der Polizei

Hinweisen auf Verstöße geht Polizei nach

Die Polizei werde nicht „anlasslos von Haus zu Haus gehen und nachzählen, wie viele Leute am Tisch sitzen“, sagte er. „Das ginge auch gar nicht, das wäre ein Verstoß gegen das Grundrecht auf Unversehrtheit der Wohnung. Aber wenn wir Hinweise bekommen, dass irgendwo Regeln verletzt werden, dann gehen wir dem nach.“

Kommentar: Petzen oder wegschauen?

Dass man beispielsweise die eigenen Nachbarn zuerst mal selbst ansprechen könnte, findet auch SWR-Berlin-Korrespondent Claus Heinrich eine sinnvolle Idee. Allerdings ist er auch der Meinung: Das erfordert wesentlich mehr Mut, als anonym bei der Polizei anzurufen. Frei nach dem Motto: „Ich finde Petzen und Motzen peinlich, will aber auch nicht wegschauen.“ Ein Kommentar.

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