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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

Das ist vielleicht die witzigste Geschichte des vergangenen Wochenendes: Eine Fahrerflucht in Rheinland-Pfalz gestaltete sich eher gemächlich – aber vermutlich recht laut.

Oft behandeln Nachrichten aus dem Bereich „Verkehr“ schreckliche Unglücke. Darum geht es hier erfreulicherweise mal nicht. Eine ziemlich gemütliche Verfolgungsfahrt hat die Polizei nämlich in der Nacht auf Samstag im Westerwald beschäftigt.

Fahrerflucht mit 40-50 km/h

Da wollte eine Streifenwagenbesatzung bei Ransbach-Baumbach zunächst ein mit zwei Leuten besetztes Auto kontrollieren, wie die Polizei in Montabaur mitteilte.

Der Fahrer habe aber weder auf ein Stopp-Signal noch auf Blaulicht und Martinshorn reagiert und sei davongefahren – mit Tempo 40 bis 50! Abhängen konnte er die Polizisten dadurch nicht.

Fahrer schaltet Scheinwerfer aus – bringt auch nichts

Zwischendurch versuchte er laut Polizei zu verschwinden, indem er die Scheinwerfer ausschaltete. Auch das war bei dem niedrigen Tempo vergebens.

Durch „hinzugezogene Unterstützungskräfte“ habe der Wagen schließlich in einer Sackgasse in Ebernhahn gestoppt werden können. Der Fahrer habe noch versucht, zu Fuß zu entkommen, sei aber schnell geschnappt worden. Insgesamt sei niemand ernsthaft in Gefahr geraten, hieß es.

„Ausschließliche Benutzung des ersten Gangs“

Den Beamten zufolge entpuppte er sich als 18-Jähriger ohne Führerschein, der den Wagen seiner Eltern ohne deren Wissen benutzt hatte. „Die niedrige und untypische Geschwindigkeit des flüchtenden Pkw“, so die Beamten, „ließ sich durch die ausschließliche Benutzung des ersten Gangs durch den Fahranfänger erklären“.

Der Jugendliche müsse sich nun wegen mehrerer Straftatbestände verantworten.

Was, wie, wo? Schon gewusst? Was im Straßenverkehr erlaubt ist und was nicht

Darf ich Alkohol trinken und trotzdem noch Auto fahren? Was ist eigentlich Fahrerflucht und ab wann macht eine Rechtsschutzversicherung Sinn? Antworten auf diese und andere Fragen gibt es hier.  mehr...

Unsere Quellen

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Die Presseabteilung der Polizei verfasst zu vielen Einsätzen einen kurzen Bericht. Der wird den Medien zur Verfügung gestellt. Sie liefern Informationen zum Beispiel zu Unfällen, Ermittlungen und Festnahmen. Außerdem veröffentlicht die Polizei auch Zeugenaufrufe oder Bilder von vermissten Personen und bittet die Medien darum, die Informationen zu verbreiten.

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