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Cornelia Stenull
Cornelia Stenull (Foto: SWR3)
Christian Spöcker
Christian Spöcker (Foto: SWR3, privat)
Mario Demuth
Mario Demuth (Foto: SWR3, privat)

Achtlos noch brennend auf den Boden geschnippt – eine Kippe soll den Großbrand in Heidelberg ausgelöst haben. Jetzt wird wegen fahrlässiger Brandstiftung ermittelt.

Untersuchungen zeigen, dass das Feuer direkt bei den Abfallcontainern ausgebrochen ist. Dort fanden Brandexperten einige Zigarettenstummel neben Resten von Kartons und Sprühdosen. Die standen dort wegen der Fassadenarbeiten am Gebäude im Heidelberger Stadtteil Bahnstadt.

Feuer in Heidelberg: Zigarette hat Schwelbrand ausgelöst

Die noch glimmende Zigarette entzündete demnach die Kartons und löste einen Schwelbrand aus. Der verbreitete sich durch den Wind rasend schnell über das Gerüst am Gebäude. Die lauten Knallgeräusche kamen von den Spraydosen, die wegen der Hitze explodierten, das zeigen die Untersuchungen.

Die Staatsanwaltschaft Heidelberg hat Ermittlungen wegen fahrlässiger Brandstiftung gegen Unbekannt eingeleitet. Bei dem Brand des mehrstöckigen Bürohauses in Heidelberg Bahnstadt war ein Schaden von mehreren Millionen Euro entstanden.

Heidelberg

Rauchwolke weithin sichtbar Millionenschaden nach Brand in Heidelberg

Nach dem Feuer mit Millionenschaden in Heidelberg am Freitag war die Feuerwehr noch bis in die Nacht am Brandort. Die Speyerer Straße ist laut Polizei weiterhin gesperrt.  mehr...

Großbrand in Heidelberg Bahnstadt – das ist passiert

Das Feuer war am Freitag, den 20. Mai gegen 13 Uhr ausgebrochen. Alle 30 Personen, die sich zu diesem Zeitpunkt noch im Gebäude an der Speyerer Straße / Ecke Langer Anger befanden, hatten es nach Angaben der Polizei von allein verlassen können, niemand wurde verletzt.

Der Großbrand ist weitgehend gelöscht, es gibt noch Glutnester im Erdgeschoss. Es gibt nach gegenwärtigem Kenntnisstand keine Verletzten. 30 Personen konnten das Gebäude rechtzeitig verlassen. (1/2)

Im Video siehst du die Löscharbeiten der Feuerwehr:

Riesige schwarze Rauchwolke über Heidelberg Bahnstadt

Über dem Gebäude im Stadtteil Bahnstadt stand eine riesige schwarze Rauchwolke, die kilometerweit zu sehen war. Rund 60 Polizisten und etwa 150 Feuerwehrleute waren im Einsatz.

Behörden hatten Anwohner des Stadtteils aufgerufen, Fenster und Türen geschlossen zu halten. Ab etwa 16:30 Uhr galt das aber nicht mehr. Weil Polizei und Feuerwehr das Gebäude weiträumig abgesperrt hatten, kam es im Stadtteil Bahnstadt zu größeren Verkehrsbehinderungen.

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