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Cornelia Stenull (Foto: SWR3)

Eltern hatten gegen ihren Einsatz im Unterricht protestiert. Jetzt hat die zuständige Aufsichtsbehörde entschieden: Die rechte Lehrerin darf vorerst nicht mehr vor die Schüler.

Die Lehrerin war in der Vergangenheit als Wortführerin bei rechtsgerichteten Demonstrationen im rheinland-pfälzischen Kandel aktiv gewesen – zum Beispiel beim „Frauenbündnis Kandel“.

Dort machte sie unter anderem gegen den mutmaßlichen Mörder von Mia mit rechtsextremen und rassistischen Parolen mobil. Die 17-jährige Mia war im Dezember 2017 in Kandel von ihrem Ex-Freund, einem mutmaßlich aus Afghanistan stammenden Asylbewerber, erstochen worden.

Eltern protestierten gegen Einsatz der Lehrerin

Jetzt schob die Schulbehörde der Lehrerin zumindest dienstlich einen Riegel vor – nachdem die Eltern einer Förderschule in Landau gegen ihren Einsatz protestiert hatten.

Die zuständige Aufsichtsbehörde ADD in Trier bestätigte, dass die Pädagogin nicht mehr im Präsenzunterricht eingesetzt werde. Der Grund: Der Schulfriede sei durch den Konflikt stark gestört gewesen, so die ADD. Stattdessen habe die Lehrerin andere dienstliche Aufgaben bekommen. Sie könne zum Beispiel bei der Schulverwaltung helfen und Statistiken erstellen.

ADD prüft, ob es ein Disziplinarverfahren gibt

Landaus Schuldezernent Maximilian Ingenthron begrüßte die Entscheidung der Behörde. Viele besorgte Eltern hätten sich wegen der umstrittenen Lehrerin an ihn gewandt.

Die ADD prüft jetzt weiter, ob sie ein Disziplinarverfahren einleitet. Es gehe darum, ob die Lehrerin gegen die freiheitlich-demokratische Grundordnung verstoßen hat. Wie lange diese Prüfung dauern wird, ist unklar.

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Cornelia Stenull (Foto: SWR3)

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