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Das Reisen wird wieder einfacher: für viele bisherige Corona-Risikogebiete hebt das Auswärtige Amt die Reisewarnung auf. Hier findest du alle Informationen!

Darauf haben viele gewartet: Pünktlich zum Start der Sommerferien rät die Bundesregierung nicht mehr grundsätzlich von touristischen Reisen ins Ausland ab. Auch die Reisewarnung für die mehr als 80 Staaten, die ganz oder teilweise als Corona-Risikogebiet eingestuft sind, wird aufgehoben. Darunter sind die gesamte Türkei sowie Urlaubsgebiete in Spanien und Kroatien.

„Besondere Vorsicht“ bei 26 Ländern in Europa

Für die 26 EU-Länder außer Deutschland sowie Island, Liechtenstein, Norwegen und die Schweiz gilt folgende Regelung: Soweit sie nicht mehr als Risikogebiet eingestuft sind, wird in den Reisehinweisen des Auswärtigen Amts nur noch „um besondere Vorsicht gebeten“. Ausnahmen sind einzelne Regionen in Spanien, Irland, Kroatien und Schweden.

Hochinzidenzgebiete gibt es in Europa keine mehr. Nur Großbritannien und Portugal sind derzeit noch als Virusvariantengebiet eingestuft.

Zwischen Vorsicht und Abraten: Mehr als 100 Drittstaaten

Zwischen diesen beiden Kategorien gibt es weit mehr als 100 weitere Länder außerhalb der EU, die entweder Risikogebiete sind oder als „risikofrei“ gelten. Soweit dort Einreisebeschränkungen oder Quarantänepflichten nach der Einreise bestehen, rät das Auswärtige Amt von Reisen dorthin ab. Soweit alle Einreisehindernisse in einem dieser sogenannten Drittstaaten aufgehoben sind, gilt nur der Rat zur besonderen Vorsicht.

Ab wann gilt eine Reisewarnung?

Die Reisewarnung gilt erst ab einer Inzidenz von 200 (Hochinzidenzgebiete) und für Gebiete, in denen sich gefährliche Virusvarianten stark verbreitet haben, sogenannte Virusvariantengebieten. Das sind weltweit nur 40 von insgesamt rund 200 Ländern.

Kreuzimpfungen – ein Hindernis bei der Einreise?

Zu Problemen bei der Einreise könnte es unter Umständen für die Personen kommen, die eine Kreuzimpfung, also beispielsweise erst Astrazeneca und dann Biontech oder Moderna erhalten haben. Zwar hatte die Ständige Impfkommission (STIKO) Kreuzimpfungen empfohlen, die WHO aber nicht explizit. Daher könnten Nicht-EU-Länder den vollständigen Imfpschutz einer Kreuzimpfung infrage stellen. Genau geregelt ist das bisher aber nicht.

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In der EU sieht es aber eher entspannt aus. Verschiedene Medien berichten, dass es wohl kein Problem sei, mit Kreuzimpfung einzureisen. In Deutschland beispielsweise ist eine Kreuzimpfung ebenso anerkannt wie eine Impfung mit nur einem Impfstoff. Hierbei hat man sich am Paul-Ehrlich-Institut (PEI) orientiert, das in Deutschland für die Überwachung von Impfstoffen zuständig ist. Dieses schreibt, dass ein vollständiger Impfstoff nach zwei Impfdosen auch von unterschiedlichen Herstellern gegeben ist.

Auch Griechenland hat bereits am 20. Mai verlauten lassen, dass eine Kreuzimpfung kein Problem darstelle. Und ebenso auch Kroatien.

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Starttermin für den digitalen Impfpass

Zeitgleich mit der Aufhebung der Reisewarnung geht auch der digitale Impfpass offiziell an den Start. Das digitale Impfzertifikat soll das Reisen in Pandemie-Zeiten erleichtern. Die EU-Mitgliedstaaten haben zugesichert, bei Inhabern grundsätzlich auf Quarantäne- und Testpflichten bei der Einreise zu verzichten. Über eine elektronische EU-Plattform sollen die digitale Nachweise auf Echtheit überprüft werden können. Auf ihnen können auch aktuelle Testergebnisse und Angaben über eine überstandene Corona-Erkrankung gespeichert werden.

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Entscheidung ist umstritten

Die Entscheidung, die Reisewarnung aufzuheben, ist nicht ganz unumstritten – angesichts der sich ausbreitenden Delta-Variante des Coronavirus. Der zuständige Außenminister Heiko Maas (SPD) verteidigt sie aber. Die Zeit der Pauschalbeurteilungen müsse vorbei sein, sagte er bereits am Dienstag. „Dort, wo es positive Entwicklungen gibt, gibt es auch keinen Grund, Restriktionen aufrechtzuerhalten.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 19. Oktober, 03:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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